Tanias Hafi-Blog

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Das Elend der Pferde…

…und der ganzen Welt - manchmal kann man das Gefühl bekommen, alles läuft falsch. Man sieht ein Horrorvideo im Internet, liest Berichte über Tierquälereien, sieht, wie im Stall ein Pferd verdroschen wird und möchte am liebsten alles hinwerfen. Und was macht man dann? Oft klickt man sich zum nächsten miesen Video durch, liest die nächste schlechte Nachricht oder gerät auch noch mit dem eigenen Pferd aneinander, weil man so frustriert ist.

Ein anderer Weg - und ein für mich sehr viel sinnvollerer - ist der, sich gut zu überlegen und bewusst zu entscheiden, womit man sich belasten will und womit nicht.

Ich war früher aktiv im Tierschutz und habe mir so ziemlich jede schlimme Nachricht über gequälte Kreaturen gegeben. Mit dem Ergebnis, dass ich fast daran zerbrochen wäre. Heute entscheide ich sehr bewusst, was ich mir anschaue und auch, was ich mir anhöre. Ich muss mir nicht das 100ste Rollkurvideo anschauen oder die verhungerten Pferde, die gerade noch gerettet wurden. Ich muss nicht gezielt bei Youtube nach schlimmen Szenen suchen und ich muss auch nicht auf solche Veranstaltungen gehen, von denen ich weiß, dass dort mit Pferden etwas gemacht wird, was ich für falsch halte. Und ich kann andere freundlich darum bitten, mir nicht die neueste Geschichte über misshandelte Pferde oder Erziehungsmethoden zu erzählen, die schrecklich sind.

Es ist meine Entscheidung - jedes Mal neu.
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11. März 2010 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 2 Kommentare »

Die Basis ist gutes Laufen - der Longenkurs

Suchen Sie nach einem Weg, Ihr Pferd so zu arbeiten, dass es lernt, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken in guter Stellung und Biegung zu laufen? Möchten Sie so longieren, dass Sie von dem Ergebnis auch unter dem Sattel profitieren? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Longenkurs oder in unser Video dazu.

Spielgesichter

Die Jungs machen beim Spielen nicht nur die tollsten Verrenkungen, sondern auch die herrlichsten Spielgesichter.

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Und weil ich diese Gesichter einfach nur prima finde, habe ich Euch heute mal einige zusammengestellt. Viel Spaß damit!
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4. März 2010 von Tania • Kategorie: Verhalten 7 Kommentare »

So kurz?

Wer mich mit meinen Pferden arbeiten sieht, dem wird auffallen, dass meine Einheiten oft sehr kurz sind.

Früher waren meine Reiteinheiten durchaus eine Stunde lang und Longeneinheiten auch schon mal über 30 min. Ich hatte damals immer eine Uhr bei mir, damit ich auch “lange genug arbeite”, weil ich glaubte, dass das wichtig seit. Heute mache ich fast immer deutlich eher Schluss. Reiteinheiten in der Bahn überschreiten selten eine halbe Stunde, eher liegen sie bei 20 min. Beim Longieren höre ich spätestens nach 20 min. auf und bei der Freiarbeit kann es manchmal auch nach wenigen Minuten sei.

Ich habe mir nicht ausdrücklich vorgenommen, kürzer zu arbeiten, sondern das hat sich aus dem Miteinander mit meinen Pferden so ergeben. Es gibt zwei Gründe für mich mit der Arbeit aufzuhören bzw. etwas anderes zu machen:

  • Mein Pferd macht alles, was ich will - Wenn in einer Reit-, Longen- oder Bodenarbeitseinheit mein Pferd alles macht, was ich möchte, wenn es also brav allen Hilfen folgt und eifrig meine Wünsche erfüllt, gibt es für mich keinen Grund, mehr zu fordern. Im Gegenteil: dieses Engagement belohne ich nicht nur mit einem Keks und viel Lob, sondern auch damit, dass die Einheit dann eben ggf. auch sehr schnell beendet ist. Was kann ich mehr wünschen, als ein eifriges Pferd? Und diesen Eifer bewahre ich mir, indem ich eine solch tolle Leistung nicht ausnutze und immer noch mehr fordere, sondern einfach nur zufrieden bin und meinem Pferd das auch zeige!
  • Die Konzentration bzw. die Lust meines Pferdes lässt nach - In der Freiarbeit wird sehr schnell deutlich, wenn ein Pferd keine Lust mehr hat oder wenn es abgelenkt ist - in diesem Fall kann man nämlich als Mensch nicht mehr allzu viel machen. Diese Arbeit hat mich wie keine andere aufmerksam werden lassen, inwieweit meine Pferde noch bei der Sache sind. Auch die Ausbildung von Anthony hat mich in dieser Hinsicht geschult, denn seine Konzentrationsfähigkeit war natürlich zu Beginn nur sehr gering. Und so ist es inzwischen für mich ganz natürlich darauf zu achten, ob meine Pferde noch gut bei der Sache sind oder ob sie sich langsam verabschieden. Ich reagiere möglichst bevor das passiert.

Kurze Arbeitseinheiten haben sich für mich auf ganzer Linie bewährt. Ich habe bisher noch keinen Nachteil, sondern nur Vorteile davon gefunden. Nicht einmal was den Muskelaufbau angeht, scheinen die kurzen Einheiten zu schaden, denn ich werde immer wieder auf die gute Muskulatur meiner Pferde angesprochen. Das Fazit lautet für mich also ganz klar: Weniger ist mehr!

25. Februar 2010 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 10 Kommentare »

Wer hätte das gedacht?

Wer hier im Sommer die Eingewöhnung meiner Jungs in die Herde von Babettes Stall mitverfolgt hat, wird sich vielleicht noch daran erinnern, dass Herdenchef Winner zunächst alles andere als begeistert von Aramis und Anthony war.

Die Jungs sind beide ranghoch und es war schon nachvollziehbar, dass Winner nachdrücklich dafür sorgen wollte, ihnen klar zu machen, wer hier Boss ist, z.B. so:

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Darüber, dass Anthony auf seine Weise Winner gewonnen hatte, schrieb ich bereits hier.  Und nun kann ich die Geschichte weiterzählen, denn inzwischen scheint sich zwischen Winner und Aramis eine schöne Freundschaft anzubahnen.

Die beiden teilen nämlich ein Lieblingsspiel: Das Auf-der-Unterlippe-des-anderen-herumkauen-Spiel! :-)
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18. Februar 2010 von Tania • Kategorie: Verhalten 4 Kommentare »

Panierter Hafi

Ein Bad im frischen Schnee - es scheint nicht Besseres für Anthony zu geben:

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11. Februar 2010 von Tania • Kategorie: Sonstiges 3 Kommentare »

Hafis oder Känguruhs?

Wenn die Jungs so richtig Spaß haben (zum Beispiel im Schnee :-) ), kommen sie auf die tollen Ideen. Hier mal eine kleine Auswahl von Bildern der hüpfenden und tanzenden Hafis:

Mit allen Vieren in die Luft:

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4. Februar 2010 von Tania • Kategorie: Sonstiges 5 Kommentare »

Lehrreiche Wochen

Nach meinen Pferden bin nun auch ich umgezogen. So ein Umzug ist anstrengend, stressig und kräftezehrend. Und er kann ausgesprochen lehrreich sein, wenn man einen guten Lehrer hat! :-)

Ich habe hier in meinem Blog schon öfters darüber geschrieben, dass es wenig Sinn macht, unter Zeitdruck mit seinem Pferd arbeiten zu wollen und wie wichtig es ist, die eigenen Stimmungen zu reflektieren. Tja, und dann kommt der Alltag mit seinen Herausforderungen (wie z.B. ein Umzug) und man ist gestresst und man hat Zeitdruck und einem fehlt die Kraft zur Reflexion - und schwups findet man sich in Situationen wieder, die man doch eigentlich vermeiden wollte. In Situationen, in denen man genervt und ungeduldig ist und droht, unfair zu werden.

Mir ist es in den letzten Woche einige Male so gegangen. Ich hatte wenig Zeit und noch weniger Kraft, aber dennoch den Anspruch, etwas mit den Jungs zu machen. Aramis, mein Stress-Seizmograph, reagiert da immer sehr zuverlässig: je gestresster ich bin, desto zäher wird er. Je genervter ich reagiere, desto büffliger wird er.

Aber - und das ist neu und deshalb ist es mir einen Blogbeitrag wert: im Gegensatz zu früher, kann ich diesen Mechanismus inzwischen sehen und darauf reagieren! Sprich: ich kann durch sein Verhalten mein eigenes erkennen und dann die automatischen Mechanismen unterbrechen. D.h., ich habe es in diesen Wochen immer wieder geschafft, mich selbst zu korrigieren, bevor ich fies und ungerecht zu meinem Pferd geworden bin.

Diese Reflektion war anstrengend und ich habe manches Mal geflucht, wenn Aramis mir mal wieder eine Lektion erteilt hat, denn alles wäre doch so einfach gewesen, wenn er nur ein bisschen kooperativer gewesen wäre, nicht wahr? Ich meine, er kennt mich doch auch und wenn er schon merkt, dass ich genervt bin, könnte er doch einfach mal mitmachen, oder? Und genau, wenn ich in diese Richtung dachte, wurde Aramis’ Lektion für mich noch deutlicher, dann verweigerte er sich noch mehr und ließ mich mit meinem Hadern und mit meinem “Warum kann er nur nicht…” im Regen stehen.

Einen guten Lehrer macht aus, dass er richtiges Verhalten sofort bestätigt und mein Pferd ist ein guter Lehrer. Wenn es mir gelang, meinen Stress loszulassen, mein Genervtsein abzulegen und den Druck herauszunehmen, den ich mir, ihm und der Welt machte, hatte ich sofort ein fein reagierendes Pferd, das zu allem bereit war. Aber nur dann.

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Wenn wir bereit sind, zuzuhören, sind unsere Pferde einfach die besten Lehrer überhaupt!

28. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 6 Kommentare »

Hafis beim Wintersport, die zweite

Ich muss zugeben - ich kann mich nicht sattsehen an den Jungs im Schnee. Mit welcher Freude und Begeisterung sie durch das Weiß toben, einfach losspurten, miteinander spielen und toben - und vor allen, wie zufrieden sie dann immer danach aussehen! Und ich kann auch nicht widerstehen, immer wieder Fotos von ihnen zu machen und sie hier mit Euch zu teilen.

Deshalb gibt es also heute eine Fortsetzung von den Hafis beim Wintersport.

 wintersport1_klein.jpg

Ich wünsch Euch viel Spaß beim Anschauen der Bilder!

Und wer Lust hat, kann sich hier noch ein Video zu unserer Freiarbeit im Schnee anschauen.

21. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Sonstiges 6 Kommentare »

Hafi-Wintermärchen

Den vielen Schnee in diesem Winter nutzte ich nicht nur zum Fotografieren, sondern auch dazu, mit meinen Pferden ins Gelände zu gehen. Uns dort bereiteten mir beide ganz zauberhafte Geschenke - jeder auf seine Art.

Mit Anthony machte ich meinen ersten richtigen Schneeausritt. Zuvor war ich nur Spazieren gewesen und habe mich mal für einige Schritte draufgesetzt, nun aber ging es vom Stall weg bis ein gutes Stück in den Wald hinein. Die Schneedecke war komplett unberührt, die Luft klar und kalt und es herrschte diese ganz eigene Stille, die immer eintritt, wenn frischer Schnee gefallen ist.

Mein Kleiner war aufmerksam und sehr brav. Er war ganz bei mir und staunte über die veränderte Welt. Auf dem Rückweg gingen wir auf dem geteerten Weg, der eine schöne dicke Schneeschicht trug und mein Kleiner fiel in einen wundervollen Trab: ganz rund, ganz weich und in perfekter Selbsthaltung. Ich wurde getragen wie im Tölt, fast vollkommen erschütterungsfrei.

Ach, ewig hätte ich so weiterreiten können!

Mit Aramis ging ich, nachdem ich die Jungs am Tag zuvor auf der zugeschneiten Wiese hatte toben lassen, ohne Sattel noch einmal zu der Wiese. Und wo er gestern noch wilde Bocksprünge und Steig-Einlagen mit dem Kleinen gezeigt hatte, war er nun ganz Dressurpferd. Alle Gangarten in versammelter, gesetzter Haltung, wundervoll weich, wundervoll leicht. Wir ritten die schönsten Kringel in den Schnee und gönnten uns zum Abschluss noch einen herrlichen Galopp einmal die ganze Wiese hinauf.

Ich schwöre - nicht mal fliegen ist schöner!!!
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14. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Hafis beim Wintersport

Was passiert, wenn es geschneit hat, die Sonne scheint und man zwei Hafis auf die Wiese lässt?

Na klar, sie haben viel Spaß!

Und was macht Tania derweilen?

Na klar, Fotos! :-)

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Wer Lust hat, diese anzusehen, klickt hier - ich wünsche viel Freude!

7. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Sonstiges 9 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.