Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.
Die Sache mit den Zähnen
Ich als Zahnarztphobikerin tue mich wirklich alles andere als leicht damit, die Zähne meiner Pferde machen zu lassen.
Aber – watt mutt, datt mutt. Nachdem Aramis im Winter häufig nach dem Fressen seltsame Zungenspiele veranstaltete, rief ich also den Tierarzt. Es waren Haken da, die wurden weggeraspelt.
So weit, so gut. Dann hatte ich vor kurzem eine Osteopathin da, die meinen Großen gründlich durchcheckte und für eine böse Überraschung sorgte.
Gleich zu Beginn hörte ich nämlich:
„Da müssen unbedingt die Zähne gemacht werden!“
„Aber das habe ich doch gerade machen lassen.“
„Von einem richtigen Pferde Zahnarzt?“
„Nö, von einem Tierarzt.“
„Hat der denn auch die Schneidezähne gemacht?“
„Hm, nö.“
„Und die hinteren Backenzähne?“
„Hm, ich bin mir nicht sicher.“
Lange Rede, kurzer Sinn: Es macht offenbar wirklich Sinn, Pferdezähne von Personen machen zu lassen, die dafür eine Extra-Ausbildung haben. Ein solcher hat nun Aramis die Zähne gemacht und ich habe viel gelernt. Z.B. dass beim Zähnemachen im Grunde sehr einfache mechanische Regeln gelten, wie z.B. „Wenn ich hinten etwas wegnehme, muss ich auch vorne etwas machen, sonst kommt es zu einem Ungleichgewicht.“ Ziemlich logisch, selbst für einen Laien. Aber warum besteht denn dann das normale Zähneraspeln bitte schön nur aus dem Wegnehmen der Haken?
Wie auch immer, für mich steht inzwischen fest, dass ich:
a) für die Zähne jetzt immer einen Spezialisten holen werde und
b) dass ich das regelmäßig tun werde, trotz meiner Phobie.
21. März 2008 von Tania • Kategorie: Gesundheit • 4 Kommentare »
Von Dagmar
• 24. März 2008
Ich habe die Zähne meines Pferdes regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf durch meinen Tierarzt, der viele Pferdezähne bearbeitet, machen lassen.
Leider habe ich die gleichen Erfahrungen wie Tanja gemacht, erst ein wirklicher Pferdezahnarzt mit spezieller Ausbildung in Kanada hat den Rest eines Wolfszahnes, mit dem mein Pferd schon 3 Jahre herumgelaufen ist, entdeckt. Zum Glück hat es keine Probleme gegeben, aber seit dem steht auch für mich fest: An die Zähne kommt nur ein Spezialist!
Ich gehe ja auch nicht zu meinem Hausarzt, wenn ich Zahnschmerzen habe;-).
Liebe Grüße
Dagmar
Von Iris
• 25. März 2008
Auch ich kann mich Tania und Dagmar nur anschließen. Beim Zähneraspeln durch den Tierarzt hat die Prozedur meist nur 15 Minuten gedauert, der Pferdezahnarzt hat über eine Stunde gebraucht! Dann waren aber auch die allerhintersten Backenzähne schön rund und “weich” und die Schneidezähne so gekürzt, dass mein Pferd auf den Backenzähnen auch wieder richtig kauen konnte. Natürlich ist so ein Pferdefachzahnarzt teuer, aber das Geld, das ich beim “normalen” Tierarzt für’s Zähnemachen gelassen hatte, war wirklich aus dem Fenster geworfen!
Von Tania
• 26. März 2008
Jep, die Länge der Behandlung ist mir auch aufgefallen – beim Tierartz war das ratzfatz vorbei, während die Zahnarztbehandlung doch deutlich länger dauerte. Auch wurden verschiedene Werkzeuge eingesetzt.
Und das Argument mit dem Hausarzt stimmt auch – so habe ich das noch gar nicht gesehen!
Von Inez Emperle
• 12. Mai 2008