Tanias Hafi-Blog
Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.
Mein mulmiges Gefühl
Auf einer meiner längeren Geländestrecken muss ich zweimal eine Bundestraße überqueren. An der einen Stelle dürfen die Autos 100kmh fahren, aber dort ist alles gut einzusehen und es ist auch ausreichend Platz, um ggf. ausweichen oder eine Volte reiten zu können, sollte es nötig sein. Die andere Stelle ist eine Kreuzung am Beginn einer Ortschaft. Hier ist die Geschwindigkeit zwar auf 70kmh beschränkt, aber dadurch das die Autos eben auch von vorne und von hinten kommen können und die Straße recht schwer einsehbar ist, hatte ich an dieser Stelle immer ein mulmiges Gefühl. Aramis ist ein ruhiges und gelassenes Pferd, aber er findet die Dorfstraße nach der Kreuzung doch recht gruslig, da dort u.a. Schweine und Gänse sind.
Zu Beginn bin ich immer eisern über diese Kreuzung geritten. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich selbst das Scheuen durch mein ungutes Gefühl ausgelöst habe, aber wirklich entspannt konnten wir eigentlich kaum ein einziges Mal dieses Stück des Weges bewältigen. Irgendwann beschloss ich spontan, einige Meter vor der Kreuzung abzusteigen. Ich konnte den Großen ruhig über die Bundesstraße führen und wir schauten uns in Ruhe den gruseligen Hof an. Als ein LKW kam, konnte ich vollkommen ruhig bleiben und so blieb es auch mein Pferd. Am Ende der Straße stieg ich dann wieder auf und wir ritten gemütlich weiter.
Als Gedanke habe ich mir die Frage mitgenommen, warum es einem manchmal nur so fern ist, vom sprichwörtlich “hohen Ross” herunterzukommen. An dieser Stelle abzusteigen, ist nicht feige, sondern schlicht und einfach vernünftig, ja, vielleicht sogar schlau (vorausgesetzt natürlich, man kann sein Pferd sicher führen).
16. Mai 2008 von Tania • Kategorie: Reiten • 3 Kommentare »
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Von Nicole
• 4. Juni 2008
Hallo,
ich kann es gut verstehen, dass man in brenzligen Situationen lieber absteigt.
Ich bin am Anfang mit meinem Pferd draußen nur spazieren gegangen, weil wir beide noch nicht die Sicherheit und Ausbildung zum Ausreiten hatten. Dadurch weiß ich einfach, dass ich sie händeln kann, wenn ich neben ihr stehe und ihr zeige dass sie nicht allein mit der Situation ist, sondern ich vorausgehe und mich der “Gefahr” zuerst stelle. Deshalb steige ich wahrscheinlich sogar zu oft ab, wenn mir mulmig wird oder ich merke dass mein Pferd nervös wird. Aber ich denke mir halt, dass eine vermiedene Aufregung besser ist als eine eskalierte Situation, in der dann womöglich Mensch und Pferd verletzt werden.
Ich habe aber auch Mitreiter, die niemals im Gelände absteigen würden, weil sie ihr Pferd dann nicht mehr im Griff hätten und wahrscheinlich zu Fuß nach Hause laufen müssten.
Ich merke aber auch, dass die Anzahl der komplett durchgerittenen Ausritte immer häufiger wird, und das gibt mir dann wieder Sicherheit für die nächsten Ausflüge!
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Hallo Nicole,
ich persönlich denke, dass es lange nicht so schlimm ist, einmal “umsonst” abgestiegen zu sein – besser als einmal zu wenig. Klar, das Ziel ist, in der Hauptsache oben zu bleiben – aber genau daran arbeitest Du ja
Supi!
Tania von “Wege zum Pferd”
Von Anne-B.
• 17. Oktober 2009
Ich habe auch aufgehört, mir ständig von auf dem Pferd etwas beweisen zu wollen. Als Lucas im Gelände schwierig war und vor jedem umgedrehten Blatt oder sonstwas gescheut hat, ist mein Mann immer abgestiegen und am Angstauslöser vorbeigegangen und wieder aufgestiegen. Ich bin oben geblieben und habe so manchen schlimmen Streit provoziert, bei dem Lucas teilweise gefährlich wurde. Holger war eigentlich Anfänger. Die beiden hatten schnell ein Vertrauensverhältnis zueinander, das besteht über Jahre. Ich habe es jetzt auch, aber es hat gedauert und ich habe mich oft nicht alleine ins Gelände getraut, wobei es für Holger nie ein Problem war. Einfach abgestiegen und nicht groß drüber nachgedacht. Ich bewundere das. LG Anne.
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Ich bin immer gut damit gefahren und würde es, wenn ich es für richtig halte, jederzeit wieder machen.
Tania
Von Nina & Uno
• 9. Juni 2010
Hi,
mein Dicker hat die Angewohnheit erstmal stehen zu bleiben in sicherer Entfernung und dahin zu nicken was ihn erschreckt. Wenn es dann immer noch zu unheimlich ist, dreht er sich sehr manierlich um. Er ist noch nie richtig zur Seite ausgebrochen oder so. Aber jedesmal wenn er sich so erschroken hat, bin ich auch runter und bin einfach vorbei.Ich fühle mich selbst sicherer auf dem Boden und kann dann die entsprechende Ruhe vermitteln und bin generell dann immer zwischen Uno und dem Gespenst als Puffer. Er hat sich teilweise auch schon hinter mir versteckt. Ich denke weil ich das schon immer so gemacht habe, läßt er mir die paar Sekunden Zeit gemäß dem Motto: Lass du dich fressen, dann kann ich immer noch rennen
Liebe Grüße
Nina & Uno
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Hihi, schlaues Pferdchen 
Tania
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