Tanias Hafi-Blog

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Die Sache mit der inneren Schulter oder: Worauf es beim Longieren ankommt

Longieren scheint so einfach – man steht in der Mitte und das Pferd läuft um einen herum, im Schritt, Trab und Galopp. Das zu erreichen ist für die meisten recht schnell möglich, aber: WIE läuft das Pferd da um einen herum? Denn genauso wie beim Reiten ist es auch beim Longieren sehr wichtig, dass das Pferd auf eine Art und Weise läuft, die ihm nicht schadet, sondern die ihm idealerweise nützt.

Beim Longieren wird vor allem der Bewegungsapparat des Pferdes belastet, insbesondere Sehnen und Gelenke. Die Kreisform ist für ein Pferd keine natürliche Bewegungsform und so legen sich alle Pferde naturgemäß in die Kurve wie ein Motorrad. Diese Bewegungen sind aber alles andere als gut und es ist sehr wichtig, genau daran zu arbeiten.

Mein Jungpferd zeigt das noch sehr deutlich – hier kann man schön sehen, wie schief er in der Kurve liegt:

longe1.jpg

Er fällt auf die innere Schulter und das gilt es zu korrigieren. Hier arbeiten wir genau daran:

longe2.jpg

Und hier sieht es schon etwas besser aus:

longe3.jpg

Babette ist inzwischen eine echte Expertin was das Longieren angeht und so werde ich die Woche hier intensiv dazu nutzen, an den Grundlagen zu arbeiten, damit ich dann zu Hause darauf aufbauen kann. Das Fiese ist, dass man hier auch immer wieder deutliche Schritte zurück zur Basisarbeit gehen muss, da es für das Pferd einfacher und naheliegender ist, wieder auf die innere Schulter zu fallen. Lässt man das im Kleinen zu, schleift sich die Sache wieder ein und man muss von vorne beginnen. Mit der Zeit aber verstehen sie immer besser, was man mit seinen Hilfen erreichen will und so läuft mein Großer an der Longe schon deutlich besser:

longe4.jpg

Ich werde berichten, wie es weitergeht. Und für alle, die sich für diese Art zu longieren interessieren: Babette arbeitet gerade an etwas Ausführlichem zu diesem Thema :-) – Nachtrag: Inzwischen ist er fertig: Babettes Longenkurs.

31. Juli 2008 von Tania • Kategorie: Longieren 3 Kommentare »

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3 Reaktionen zu “Die Sache mit der inneren Schulter oder: Worauf es beim Longieren ankommt”

 

Von Jenni • 31. Juli 2008

Das sind echt tolle Bilder von eurem Longieren! Man sieht richtig gut, dass sich die Arbeit lohnt. Jetzt freue ich mich auf Babettes Artikel!

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Danke, Jenni – diese Art des Longierens ist auch wirklich effektiv. Jetzt fällt mir erst richtig auf, wie viele Pferde an der Longe in der Kurve liegen.

Ein herzlicher Gruß von
Tania von “Wege zum Pferd

 

Von Stefanie • 6. November 2008

Hallo Tania,

die Bilder sind wirklich aussagekräftig. Ich glaube Fürst ist auch dem ersten Bild zuzuordnen :-(
Aber ich möchte es gern ändern und hoffe, daß mein alter Herr auch noch so schön laufen lernen kann wie Anthony auf dem letzten Bild. Auf den Longenkurs freue ich mich schon :-)
Es ist einfach wahnsinn, was richtiges Longieren ausmachen kann. Und Anthony macht schön mit. Da soll mal einer sagen Haflinger könnten nicht schön laufen :-)

LG
Stefanie

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Hi Stefanie,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ja, richtiges Longieren kann wirklich sehr viel ausmachen und ich denke auch, es ist nie zu spät, mit Training zu beginnen. Auch wenn ein älteres Pferd natürlich nicht mehr Hochleistungen bringen kann, so kann man gerade auch manchem Alterszipperlein mit guter Arbeit entgegenwirken.

Herzlich,
Tania

 

Von Heike • 26. Juli 2009

Hallo Tania, ich hab gestern von deiner Website erfahren und bin begeistert. Ich selbst ha auch einen Hafi und meine Tochter seit 3 Wochen einen Norweger. Der Hafi ist noch in Beritt. Der Norweger entpuppt sich gerade als kleiner Sturkopf….er ist 10Jahre, geritten und gefahren…aber an der Longe ne Katastrophe…ich werde mal versuchen herauszufinden wie wir da weiter kommen….er läuft immer nur an und sofort kommt er auf uns zugelaufen…sicher liegt es auch an unserer Haltung…bin forh so schöne Tips gefunden zu haben….Danke Heike

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Hallo Heike,

freut mich sehr, dass Du unsere Anregungen hilfreich findest. Gebt Euch und dem Norweger Zeit, das wird schon!

Herzlich,
Tania

 

 

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Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.