Die Sache mit der inneren Schulter oder: Worauf es beim Longieren ankommt
Longieren scheint so einfach – man steht in der Mitte und das Pferd läuft um einen herum, im Schritt, Trab und Galopp. Das zu erreichen ist für die meisten recht schnell möglich, aber: WIE läuft das Pferd da um einen herum? Denn genauso wie beim Reiten ist es auch beim Longieren sehr wichtig, dass das Pferd auf eine Art und Weise läuft, die ihm nicht schadet, sondern die ihm idealerweise nützt.
Beim Longieren wird vor allem der Bewegungsapparat des Pferdes belastet, insbesondere Sehnen und Gelenke. Die Kreisform ist für ein Pferd keine natürliche Bewegungsform und so legen sich alle Pferde naturgemäß in die Kurve wie ein Motorrad. Diese Bewegungen sind aber alles andere als gut und es ist sehr wichtig, genau daran zu arbeiten.
Mein Jungpferd zeigt das noch sehr deutlich – hier kann man schön sehen, wie schief er in der Kurve liegt:

Er fällt auf die innere Schulter und das gilt es zu korrigieren. Hier arbeiten wir genau daran:

Und hier sieht es schon etwas besser aus:

Babette ist inzwischen eine echte Expertin was das Longieren angeht und so werde ich die Woche hier intensiv dazu nutzen, an den Grundlagen zu arbeiten, damit ich dann zu Hause darauf aufbauen kann. Das Fiese ist, dass man hier auch immer wieder deutliche Schritte zurück zur Basisarbeit gehen muss, da es für das Pferd einfacher und naheliegender ist, wieder auf die innere Schulter zu fallen. Lässt man das im Kleinen zu, schleift sich die Sache wieder ein und man muss von vorne beginnen. Mit der Zeit aber verstehen sie immer besser, was man mit seinen Hilfen erreichen will und so läuft mein Großer an der Longe schon deutlich besser:

Ich werde berichten, wie es weitergeht. Und für alle, die sich für diese Art zu longieren interessieren: Babette arbeitet gerade an etwas Ausführlichem zu diesem Thema
– Nachtrag: Inzwischen ist er fertig: Babettes Longenkurs.
31. Juli 2008 von Tania • Kategorie: Longieren • 3 Kommentare »

