Tanias Hafi-Blog : Monatsarchiv für Oktober 2008

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Happy Halloween!

Anthony, mein Youngster, hat sehr viel Humor und ist immer für ein Späßchen gut.

Für heute habe ich Euch einen Handy-Schnappschuss mitgebracht, der bestens zum heutigen Halloween passt, findet Ihr nicht?

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Also – Süßes oder Saures? :-)

31. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Sonstiges 1 Kommentar »

Und wieder einmal: Das Thema “Ungehorsam”

Wer mein Blog hier schon ein bisschen länger verfolgt, weiß, dass ich mit meinem Youngster Anthony so manche Erziehungsherausforderung zu meistern habe. Als ich ihn frisch bekommen hatte, fing ich mit der Erziehung bei Null an und da der Kleine nicht gerade zu den allersensibelsten Tieren gehört, musste ich manches auch mit etwas mehr Nachdruck vermitteln.

Nun haben wir uns inzwischen einen ziemlich guten Stand erarbeitet. Die Grundregeln sind etabliert. Ich kann mich inzwischen auch weitestgehend darauf verlassen, dass meine Position nicht alle paar Minuten angezweifelt wird und der Kleine ist in den meisten Fällen bereit, mir zuzuhören.

Nun hatten wir neulich eine Longeneinheit, bei der mal wieder alles vergessen schien, was wir uns erarbeitet hatten. Der Kleine büffelte und rempelte mich an, wollte nicht auf den Kreis hinaus, nicht vorwärts und überhaupt.

“Na, der hat wohl einfach getestet.” dürften viele jetzt denken – bei einem Alter von 5 1/2 ein recht naheliegender Gedanke. So war das auch genau das, was ich im ersten Moment dachte: “Aha, da will jemand es wieder mal wissen…”
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29. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Umgang 10 Kommentare »

Angst macht doof

Heute möchte ich eine kleine Geschichte von unserer Hündin erzählen, durch die mir nämlich etwas klar wurde, das auch für den Umgang mit meinen Pferden wichtig ist.

Und zwar zeigte unsere Hündin letzte Woche eines Nachmittags Angst. Wir konnten ihr Verhalten nicht zuordnen, es musste etwas im Garten vorgefallen sein, was wir nicht mitbekommen hatten, jedenfalls verkroch sie sich mit eingekniffenen Schwanz und war richtig durch den Wind.

Um sie etwas abzulenken, holte mein Mann eines ihrer Spiele. Es ist ein kleines Intelligenz- und Suchspiel und als Beagle ist sie für alles, was mit der Nase zu tun hat, immer empfänglich. Bei diesem Spiel werden Kekse unter ausgehöhlte Holzstücke versteckt und der Hund muss sie erschnüffeln und dann den Kegel anheben, um an den Keks zu kommen.

Wir bauten das Spiel also auf und sie kam auch an, schnüffelte etwas, aber war nicht in der Lage, das Spiel zu lösen. Normalerweise geht sie da vollkommen zielgerichtet vor und hebt zuverlässig erst nur die Holzteile an, unter denen etwas liegt, und dann erst die, wo nichts drunter ist (für alle Fälle). An diesem Nachmittag aber konnte sie das Spiel nicht spielen. Sie schien vollkommen vergessen zu haben, was sie tun muss und sie konnte sich offenbar nicht genug konzentrieren, um es herauszufinden.

Und da wurde mir schlagartig klar: Angst macht doof.
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24. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 5 Kommentare »

Leckerlies – ganz natürlich

Der Herbst schenkt uns Pferdeleckerlies der besonderen Art: nämlich Hagebutten! Nicht nur, dass es sie kostenlos an den Sträuchern gibt, sondern sie sind auch noch sehr gesund. Hagebutten haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt und die meisten Pferde fressen sie sehr gerne.

Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosenarten und man kann daraus Tees und Marmeladen machen oder sie eben auch als Leckerlies nutzen. Falls Sie sich nicht sicher sind, welches wirklich Hagebutten sind, lassen Sie sich diese von jemandem zeigen, der sich auskennt (nicht dass Sie nachher etwas Giftiges erwischen). Hier sehen Sie die Früchte der Wildrose (Rosa canina):

hagebutten.jpg

Also: einfach mal eine Hand voll pflücken und sie dem Pferd anbieten, meine Großer liebt sie! Von der Menge her, wie bei allem, bitte nicht übertreiben – ich füttere ca. 10 Hagebutten pro Tag.

Und wer mag, kann auch noch eine Portion trocknen und als Wintervorrat nutzen. Nach dem ersten Frost werden sie allerdings matschig.

22. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Ideen 2 Kommentare »

Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste

Neulich erhielt ich hier über “Wege zum Pferd” eine höchst interessante Mail. Dort schrieb mir ein Leser von einem Stall, in dem überall eine DIN-A4-Checkliste aushängt, auf der Folgendes zu lesen ist:

Die 8 Gedanken vor dem Reiten

  • Zeit
  • Geduld
  • Ruhe
  • Einfühlungsvermögen
  • Ehrlichkeit
  • Körperbeherrschung
  • Selbstkritik
  • Konsequenz

Wow, dachte ich mir, DAS muss ein toller Stall sein, in dem so etwas aushängt. Mir gefallen die Punkte, mir gefällt die Reihenfolge der Punkte und mir gefällt, dass man sich immer wieder an diese Punkte erinnern soll.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Ergänzungen zu dieser Liste? Erscheint Euch ein Punkt weniger wichtig, während vielleicht ein anderer fehlt? Ich bin gespannt :-)

17. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 14 Kommentare »

Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!

Ich habe das Reiten fast komplett ohne Sitzschulungen an der Longe gelernt – leider!

Meine erste Longenstunde hatte ich auf einem Reiterhof, auf dem ich Reiterferien machte. Da ging es dem Lehrer aber auch nur darum, zu sehen, wie gut ich ritt, damit er mir die richtigen Pferde zuordnen konnte.

Meine langjährige Reitlehrerin nahm mich dann mal auf meinen Wunsch an die Longe, als ich eines ihrer Pferd einfach nicht angaloppieren konnte. Ich wollte mich mal für einen Moment nur auf meinen Sitz konzentrieren können. So konnte ich die Augen schließen und nur fühlen – und tatsächlich gelang mir dann das Galoppieren auf diesem Pferd.

Meine erste richtige Sitzschulung an der Longe hatte ich bei Babette. Ich hatte gleich zu Beginn signalisiert, dass ich sehr daran interessiert sei und da zu diesem Zeitpunkt (nach zwei Jahren ohne Unterricht) an meinem Sitz einiges im Argen war, fand sie es auch sinnvoll, damit zu beginnen. Und ich muss sagen: ich war begeistert.

Natürlich war es schon seltsam nach knapp 30 Jahren Reiterfahrung wie ein Anfänger an der Longe zu hängen, aber das hat mir so viel gebracht, wie selten etwas. Nicht nur die Möglichkeit, mich wirklich allein auf meinen Sitz zu konzentrieren, auch die Übungen, die mich Babette machen ließ, waren genial. Im Grunde sollte man das immer mal wieder einschieben, egal, wie lange oder wie gut man reitet.

…was mich auf den Gedanken bringt, mal wieder eine Longenstunde zu beantragen :-)

15. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Kletterspaß oder: Das bringt Muckies

Gerade wenn es um Konditionstraining oder Muskelaufbau geht, kann man immer wieder lesen, dass leicht ansteigende Strecken oder auch gezieltes Klettern im Gelände sehr positiv sind.

Ich muss zugeben, dass ich da zunächst etwas ängstlich war. Selbst als ich noch in Hamburg lebte, hätte ich mit meinem Pferd ein bisschen klettern können. Wir hatten gleich gegenüber vom Stall einen künstlich errichteten Hügel, auf den man von der einen Seite über einen schmalen, schnell ansteigenden Weg kam und von der anderen Seite über einen sanfter ansteigenden. Den sanft ansteigenden hatte ich auch hin und wieder mal genutzt, aber vor dem steileren schreckte ich zurück.

Wo ich nun lebe, haben wir ein riesiges Ausreitgelände. Hier gibt es auch zahlreiche Hügel, so dass ich die ansteigenden Wege immer sehr gut für unser Training nutzen kann. Im Dorfwald gibt es sogar eine richtige Kletterstrecke. Früher hätte ich nie und nimmer gedacht, dass man so einen steilen Weg mit einem Pferd gehen kann, dagegen war der Hügel im Hamburg ein Maulwurfshaufen. Aber ich habe mich da ganz langsam und behutsam herangearbeitet.
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10. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Selbst schauen ist besser oder: Unser Gefühl kann trügerisch sein

Babette behandelt in ihrer Serie Grundwissen über Anatomie und Biomechanik gerade die Frage, wie wir erkennen können, ob ein Pferd gut oder weniger gut läuft. Wenn wir aber nun selbst reiten, sehen wir ja nicht, wie unser Pferd läuft. Wir bewerten das Ergebnis von dem Eindruck, den wir von oben bekommen, von dem, was wir fühlen und von dem, was uns andere zurückmelden.

Viele Reiter/innen sagen von sich, sie würden fühlen, ob ein Pferd gut läuft. Idealerweise fühlt man das tatsächlich, denn ein Pferd, welches gut läuft, ist meist auch viel weicher und angenehmer zu sitzen. Aber ganz ehrlich, sich selbst und das eigene Pferd wirklich mal ganz genau anzuschauen, bringt oft selbst für einen erfahrenen Reiter manch‘ überraschende und leider auch unangenehme Erkenntnis, denn nicht jedes vermeintlich gut laufende Pferd tut es wirklich…

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung empfehlen: Nutzt die Möglichkeiten, die Euch die digitale Fotografie und das digitale Filmen bietet. Es ist heutzutage schließlich nicht nur einfach, sondern auch billig, Fotos und Videos von sich zu erstellen – keine lästigen und teuren Abzüge mehr, einfach Kamera draufhalten, die Daten auf den Rechner ziehen und anschauen.
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8. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 3 Kommentare »

Die verschobenen halben Volten oder: Handwechsel ohne Heraushebeln

Ein großes Thema für mich und Aramis ist das Erarbeiten einer konstanten Anlehnung. Auch wenn inzwischen die Anlehnung deutlich besser geworden ist (so rollt er sich z.B. nicht mehr ein), so hebelt er sich aber doch immer wieder mal raus – an manchen Tagen mehr, an anderen weniger. Besonders bei den Handwechseln ist es alles andere als leicht, die Anlehnung konstant zu halten.

Nun tüftel ich immer wieder an Übungen, mit denen ich ihm leichter verständlich machen kann, dass er den Kopf bei Handwechseln eben nicht hochnehmen, sondern eben die leichte Verbindung halten soll, indem er entspannt weiterläuft. Neulich habe ich eine gefunden, die sich als sehr wirkungsvoll erweist.
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3. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Im tiefen Güldenwalde… – eine kleine Fotogeschichte

Des Morgens, wenn sich der Nebel hebt, und wenn man ganz still ist und wartet, kann man an manchen Tagen im tiefen Güldenwalde ein Rascheln hören.

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Da bewegt sich etwas hinter den Bäumen.

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1. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Sonstiges 8 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.