Tanias Hafi-Blog

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Die verschobenen halben Volten oder: Handwechsel ohne Heraushebeln

Ein großes Thema für mich und Aramis ist das Erarbeiten einer konstanten Anlehnung. Auch wenn inzwischen die Anlehnung deutlich besser geworden ist (so rollt er sich z.B. nicht mehr ein), so hebelt er sich aber doch immer wieder mal raus – an manchen Tagen mehr, an anderen weniger. Besonders bei den Handwechseln ist es alles andere als leicht, die Anlehnung konstant zu halten.

Nun tüftel ich immer wieder an Übungen, mit denen ich ihm leichter verständlich machen kann, dass er den Kopf bei Handwechseln eben nicht hochnehmen, sondern eben die leichte Verbindung halten soll, indem er entspannt weiterläuft. Neulich habe ich eine gefunden, die sich als sehr wirkungsvoll erweist.

Und zwar reite ich die lange Seite entlang und gehe im letzten Drittel auf eine halbe Volte zur Mittellinie. Mein Ziel ist, daraus direkt einen Handwechsel in eine halbe Volte auf der anderen Hand zur anderen langen Seite zu reiten, also quasi eine halbe Acht.

Wenn ich nun kurz vor der Mittellinie das Umstellen vorbereite, merke ich ja bereits, ob mein Pferd die Hilfen annimmt und sich auf das Umstellen einlässt oder ob er beginnt, sich herauszuhebeln. Sollte zweiteres der Fall sein, nutze ich nun einfach die Mittellinie, um den Handwechsel ganz behutsam zu erabeiten. Ich verschiebe also die zweite halbe Volte und reite sie erst dann, wenn mein Pferd die Hilfen angenommen hat.

Mit der folgenden Zeichnung sollte deutlicher werden, was ich meine:

halbevolten.jpg

Die schwarze Linie ist die ursprünglich angedachte Bahnfigur. Die rote Linie zeigt nun die Verschiebung auf der Mittellinie.

Indem ich so vorgehe, stelle ich nicht die Lektion über mein Pferd und zwinge es hinein (was er mit einem Heraushebeln quittieren würde, was wiederum die Lektion wertlos machen würde), sondern ich arbeite mit und an dem Problem meines Pferdes, den Handwechsel anzunehmen und das auf eine konstruktive Weise ohne Streit und Stress. Durch die Verlängerung haben wir ausreichend Zeit, uns den Handwechsel zu erarbeiten und je besser die Sache wird, desto kürzer kann die Verlängerung auf der Mittellinie ausfallen.

Probiert das doch mal aus und berichtet, ob es Euch und Euren Pferden auch hilft.

3. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Die Basis ist gutes Laufen - der Longenkurs

Suchen Sie nach einem Weg, Ihr Pferd so zu arbeiten, dass es lernt, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken in guter Stellung und Biegung zu laufen? Möchten Sie so longieren, dass Sie von dem Ergebnis auch unter dem Sattel profitieren? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Longenkurs oder in unser Video dazu.

 

Eine Reaktion zu “Die verschobenen halben Volten oder: Handwechsel ohne Heraushebeln”

 

Von Lisa • 28. Dezember 2009

Eine tolle Idee! Das werde ich demnächst mal ausprobieren!

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Freut mich!
Tania

 

 

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Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.