Tanias Hafi-Blog

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Eine Mental-Übung gegen die Angst

Viele von uns haben in verschiedenen Situationen mit unseren Pferden Angst.

Angst zu haben, ist etwas Natürliches und auch Wichtiges. Aber wenn Ängste zu groß werden, lähmen sie uns und führen leider oft zu unguten Entscheidungen. Um handlungsfähig zu bleiben, ist es ratsam, hier gegenzusteuern und dafür habe ich einen, wie ich finde, hilfreichen Tipp für Euch.

Ängste sind oft mit konkreten Bildern verbunden. So sieht man z.B. vor dem inneren Auge das Pferd losstürmen und buckeln oder man sieht, wie es sich losreißt und auf die Straße rennt etc. Genau da kann man sehr gut ansetzen, um der Angst die Spitze zu nehmen, z.B. mit der folgenden Übung.

Und so geht’s

Setzt Euch in Ruhe hin und sorgt dafür, für ein Weilchen ungestört zu sein. Schließt die Augen und atmet einige Male ruhig durch.

Nun stellt Euch eine der Szenen vor, die Euch besonders viel Angst macht. Wählt ruhig eine wirklich heftige, die richtig unangenehm ist und lasst sie vor Eurem inneren Auge erscheinen. Das ist zwar nicht schön, aber wenn Ihr sie dann so richtig vor Euch seht, könnt Ihr damit beginnen, das Bild zu bearbeiten.

Nehmt z.B. in Eurer Vorstellung einen dicken Pinsel und malt das Bild mit schwarzer Farbe über – immer wieder, solange, bis nichts mehr davon zu sehen ist. Oder lasst das Bild in Eurer Vorstellung immer heller und heller werden, bis Ihr nichts mehr erkennen könnt. Vielleicht passt es für Euch auch besser, das Bild an einer Ecke mit einem Feuerzeug anzuzünden und zuzuschauen, wie es verbrennt. Ihr könnt das Bild auch verkleinern oder verwischen o.ä.

Spielt solange mit dem inneren Bild herum, bis Ihr etwas gefunden habt, mit dem sich das Bild wirklich vernichten lässt. Macht bitte auf jeden Fall weiter, solange Ihr noch etwas davon “seht”, also wiederholt entweder eine der Möglichkeiten immer wieder oder vernichtet es auf verschiedene Weise.

Das mag vielleicht etwas seltsam klingen, aber wenn man das gründlich macht, kann man damit sehr gut Gruselbilder und vor allem auch die damit verbundenen Gefühle mindern oder gar löschen. Und das ist einmal wichtig, um einen ruhigeren Kopf zu bewahren und zum anderen können wir mit unseren inneren Bildern auch einiges dazu tun, solche Situationen anzuziehen. Wir programmieren uns dann regelrecht auf die angstvolle Situation. Hinzu kommt, das Pferde Angst instinktiv wahrnehmen können (etwas, das ihnen in freier Wildbahn das Überleben gesichert hat) und wir sie dann durch unsere eigene Angst verunsichern und damit gefährliche Situationen schaffen können.

Probiert es mal aus und berichtet, wie Ihr damit klarkommt.

28. Januar 2009 von Tania • Kategorie: Sonstiges 2 Kommentare »

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2 Reaktionen zu “Eine Mental-Übung gegen die Angst”

 

Von Almut • 28. Januar 2009

Mmmmh, Tania, ich habe bisher immer versucht, mir die gruselige Situation vor meinem inneren Auge umzuprogrammieren auf Idealfall, also z.B. Pferd geht vollkommen gelassen am pferdefressenden Monster vorbei und ich habe ein entspanntes Lächeln auf dem Gesicht. Allerdings bin ich nicht der große Experte bei solchen Sachen… vielleicht klappt der Trick ja besser?
LG, Almut

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Probier’s einfach mal aus. Tatsächlich ist es oft sehr viel effektiver, wenn man das “schreckliche” Bild erst einmal löscht. Also quasi für ein neues Blatt sorgen, auf dem man dann auch neue Situationen malen kann :-D

Lieber Gruß,
Tania

 

Von Bianca • 29. Januar 2009

Das werd ich auch mal probieren :)

Danke Tania!

Lg Bianca

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Berichte dann mal über Deine Erfahrungen damit, ja?

Herzlich,
Tania

 

 

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Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.