Tanias Hafi-Blog : Monatsarchiv für Mai 2009

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Die Erstbesteigung – gute Vorbereitung ist alles

Mein erstes Aufsteigen auf Anthony liegt inzwischen schon über zwei Jahre zurück (Himmel, wie die Zeit vergeht…). Aber als ich neulich mal wieder einen Artikel über das Einreiten und insbesondere die Tipps über das erste Aufsteigen gelesen habe, habe ich mich wieder sehr deutlich daran erinnert, wie es bei uns war.

Mit konkreten Tipps und Handlungsanleitungen zu diesem Thema ist es nicht so einfach, weil hier natürlich die Sicherheit ein wichtiges Thema ist. Allerdings habe ich den Eindruck, dass gerade für die Erstbesteigung eines Pferdes oft schlicht und einfach zu viel des Guten getan wird – und damit die Sicherheit eher gefährdet als gewährleistet wird.

Wenn z.B. ich höre, dass das erste Aufsteigen oft in einer Box oder auf der Stallgasse stattfindet, dann ist das für mich ein Zeichen von Angst und Unsicherheit und es sollte noch mehr in die Vorbereitung investiert werden. Wenn ich lese, dass zum ersten Aufsteigen, vier Helfer einzusetzen sind, dann frage ich mich, welchen Eindruck das wohl auf ein junges Pferd macht. Wenn ich lese, dass das Pferd in Panik gerät, weil beim Aufsteigen versehentlich die Kruppe berührt wird, dann ist das für mich wieder ein klarer Fall von schlechter Vorbereitung. Wenn ich auf Bildern sehe, dass eine Erstbesteigung ohne Aufstieghilfe erfolgt, frage ich mich, warum man auf ein solch nützliches Hilfsmittel verzichtet, das dem (jungen) Pferd das Aufsteigen so viel angenehmer macht. Und wenn ich lese, dass beim zweiten Mal bereits getrabt wird, dann kann ich nur den Kopf schütteln, da das für mich eine massive Überforderung des jungen Pferdes darstellt, das gerade erstmals einen Menschen auf dem Rücken hatte.

Wichtig: Mein eigener Weg ist ganz sicher nichts, was für alle und jeden zu empfehlen ist, aber ich denke, dass in diesem Weg einige hilfreiche Anregungen stecken, weshalb ich mich entschieden habe, zu beschreiben, wie ich vorgegangen bin.
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28. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 9 Kommentare »

Ein vertrauensvoller Moment

Während Anthony sehr oft liegend im Auslauf zu sehen ist, gehört das bei Aramis zu den eher seltenen Momenten. Neulich konnte ich einen solchen Augenblick erhaschen und bekam etwas Wundervolles geschenkt.

Ich kam gerade mit Anthony vom Reiten und sah, dass sich Aramis zu seiner Stallnachbarin gelegt hatte.

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Ich pirschte mich vorsichtig heran, um den kostbaren Moment festzuhalten.

aramisliegt2.jpg
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21. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Sonstiges 5 Kommentare »

Stichwort “Tagesform”

Manches muss man am eigenen Körper erfahren, um es zu verstehen. :-)

Seit einigen Monaten jogge ich. Ich bin immer wieder verblüfft, wie unterschiedlich ich mich dabei trotz aller Regelmäßigkeit fühle. An einem Tag bin ich topfit und könnte locker noch eine Runde anhängen, an anderen Tagen strengt mich mein normales Pensum hingegen gut an und an wieder anderen Tagen fühle ich mich, als hätte ich mich noch nie im Leben körperlich bewegt. Keine Ahnung, was die Gründe dafür sind, Biorhythmus, Psyche, Erdstrahlen, wasweißich, in jedem Fall wird mir immer wieder deutlich, dass der Begriff “tagesformabhängig” keine leere Worthülse ist.

Tja und nun frage ich mich, ob es meinen Pferden nicht vielleicht ganz ähnlich geht…

Wir verlangen von unseren Pferden konstante körperliche Leistungen, ja, meist mehr noch: wir wollen am liebsten konstante Verbesserungen. Wenn unsere Pferde mit ähnlichen Befindlichkeitsschwankungen zu kämpfen haben wie wir, können sie das schlicht und einfach nicht leisten. Mit der eigenen Erfahrung was meine unterschiedlichen Tagesformen angeht, bin ich jedenfalls deutlich milder geworden, wenn meine Ansprüche nicht erfüllt werden. Vielleicht macht Euch das auch nachdenklich?

14. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 9 Kommentare »

Ob jung, ob alt: Regelmäßig Zähne machen lassen!

Im letzten Frühjahr schrieb ich voller Enthusiasmus einen Blogbeitrag zum Thema Zähne. Damals hatte ich erkannt, wie wichtig es ist, einen Zahnspezialisten zu holen. Und damals schrieb ich aber auch, dass ich mich als Zahnarztphobikerin naturgemäß schwer mit dem Thema tue. Nun habe ich leider noch eine Lektion erhalten…

Während ich Aramis nun regelmäßig korrigieren ließ, dachte ich mir bei meinem Youngster Anthony, dass so ein Jungpferd ja wohl noch keine großen Zahnprobleme haben kann. Und genau damit habe ich mich gewaltig geirrt.

Anthonys Zähne wurden bisher einmal, relativ bald nachdem ich ihn bekam, angeschaut. Anlass waren die Wolfszähne gewesen, die gezogen werden mussten. Die Untersuchung brachte zu diesem Zeitpunkt keine Haken o.ä. und damit ließ ich die Sache dann ruhen. Einen Anlass, den Kleinen auch dem speziellen Zahnarzt vorzustellen, sah ich nicht – bis er nun für Aramis eh wiederkam und ich da nun gleich beide Pferde begutachten ließ.

Das Ergebnis der Untersuchung war ziemlich erschreckend: Anthony hatte auf beiden Seiten scharfe Haken. Die Schleimhaut des Mauls war auf beiden Seiten verletzt, rechts deutlich schlimmer als links. Mir wurde auch gesagt, dass solche scharfen Haken gerade bei Jungpferden typisch seien und es wird empfohlen gerade Jungpferde zweimal im Jahr korrigieren zu lassen! Wie ich mich dabei fühlte, als ich das erfuhr, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen…
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7. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 5 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.