Tanias Hafi-Blog : Monatsarchiv für Januar 2010

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Lehrreiche Wochen

Nach meinen Pferden bin nun auch ich umgezogen. So ein Umzug ist anstrengend, stressig und kräftezehrend. Und er kann ausgesprochen lehrreich sein, wenn man einen guten Lehrer hat! :-)

Ich habe hier in meinem Blog schon öfters darüber geschrieben, dass es wenig Sinn macht, unter Zeitdruck mit seinem Pferd arbeiten zu wollen und wie wichtig es ist, die eigenen Stimmungen zu reflektieren. Tja, und dann kommt der Alltag mit seinen Herausforderungen (wie z.B. ein Umzug) und man ist gestresst und man hat Zeitdruck und einem fehlt die Kraft zur Reflexion – und schwups findet man sich in Situationen wieder, die man doch eigentlich vermeiden wollte. In Situationen, in denen man genervt und ungeduldig ist und droht, unfair zu werden.

Mir ist es in den letzten Woche einige Male so gegangen. Ich hatte wenig Zeit und noch weniger Kraft, aber dennoch den Anspruch, etwas mit den Jungs zu machen. Aramis, mein Stress-Seizmograph, reagiert da immer sehr zuverlässig: je gestresster ich bin, desto zäher wird er. Je genervter ich reagiere, desto büffliger wird er.

Aber – und das ist neu und deshalb ist es mir einen Blogbeitrag wert: im Gegensatz zu früher, kann ich diesen Mechanismus inzwischen sehen und darauf reagieren! Sprich: ich kann durch sein Verhalten mein eigenes erkennen und dann die automatischen Mechanismen unterbrechen. D.h., ich habe es in diesen Wochen immer wieder geschafft, mich selbst zu korrigieren, bevor ich fies und ungerecht zu meinem Pferd geworden bin.

Diese Reflektion war anstrengend und ich habe manches Mal geflucht, wenn Aramis mir mal wieder eine Lektion erteilt hat, denn alles wäre doch so einfach gewesen, wenn er nur ein bisschen kooperativer gewesen wäre, nicht wahr? Ich meine, er kennt mich doch auch und wenn er schon merkt, dass ich genervt bin, könnte er doch einfach mal mitmachen, oder? Und genau, wenn ich in diese Richtung dachte, wurde Aramis’ Lektion für mich noch deutlicher, dann verweigerte er sich noch mehr und ließ mich mit meinem Hadern und mit meinem “Warum kann er nur nicht…” im Regen stehen.

Einen guten Lehrer macht aus, dass er richtiges Verhalten sofort bestätigt und mein Pferd ist ein guter Lehrer. Wenn es mir gelang, meinen Stress loszulassen, mein Genervtsein abzulegen und den Druck herauszunehmen, den ich mir, ihm und der Welt machte, hatte ich sofort ein fein reagierendes Pferd, das zu allem bereit war. Aber nur dann.

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Wenn wir bereit sind, zuzuhören, sind unsere Pferde einfach die besten Lehrer überhaupt!

28. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 6 Kommentare »

Hafis beim Wintersport, die zweite

Ich muss zugeben – ich kann mich nicht sattsehen an den Jungs im Schnee. Mit welcher Freude und Begeisterung sie durch das Weiß toben, einfach losspurten, miteinander spielen und toben – und vor allen, wie zufrieden sie dann immer danach aussehen! Und ich kann auch nicht widerstehen, immer wieder Fotos von ihnen zu machen und sie hier mit Euch zu teilen.

Deshalb gibt es also heute eine Fortsetzung von den Hafis beim Wintersport.

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Ich wünsch Euch viel Spaß beim Anschauen der Bilder!

Und wer Lust hat, kann sich hier noch ein Video zu unserer Freiarbeit im Schnee anschauen.

21. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Freiarbeit 6 Kommentare »

Hafi-Wintermärchen

Den vielen Schnee in diesem Winter nutzte ich nicht nur zum Fotografieren, sondern auch dazu, mit meinen Pferden ins Gelände zu gehen. Uns dort bereiteten mir beide ganz zauberhafte Geschenke – jeder auf seine Art.

Mit Anthony machte ich meinen ersten richtigen Schneeausritt. Zuvor war ich nur Spazieren gewesen und habe mich mal für einige Schritte draufgesetzt, nun aber ging es vom Stall weg bis ein gutes Stück in den Wald hinein. Die Schneedecke war komplett unberührt, die Luft klar und kalt und es herrschte diese ganz eigene Stille, die immer eintritt, wenn frischer Schnee gefallen ist.

Mein Kleiner war aufmerksam und sehr brav. Er war ganz bei mir und staunte über die veränderte Welt. Auf dem Rückweg gingen wir auf dem geteerten Weg, der eine schöne dicke Schneeschicht trug und mein Kleiner fiel in einen wundervollen Trab: ganz rund, ganz weich und in perfekter Selbsthaltung. Ich wurde getragen wie im Tölt, fast vollkommen erschütterungsfrei.

Ach, ewig hätte ich so weiterreiten können!

Mit Aramis ging ich, nachdem ich die Jungs am Tag zuvor auf der zugeschneiten Wiese hatte toben lassen, ohne Sattel noch einmal zu der Wiese. Und wo er gestern noch wilde Bocksprünge und Steig-Einlagen mit dem Kleinen gezeigt hatte, war er nun ganz Dressurpferd. Alle Gangarten in versammelter, gesetzter Haltung, wundervoll weich, wundervoll leicht. Wir ritten die schönsten Kringel in den Schnee und gönnten uns zum Abschluss noch einen herrlichen Galopp einmal die ganze Wiese hinauf.

Ich schwöre – nicht mal fliegen ist schöner!!!
(weiterlesen …)

14. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Hafis beim Wintersport

Was passiert, wenn es geschneit hat, die Sonne scheint und man zwei Hafis auf die Wiese lässt?

Na klar, sie haben viel Spaß!

Und was macht Tania derweilen?

Na klar, Fotos! :-)

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Wer Lust hat, diese anzusehen, klickt hier – ich wünsche viel Freude!

7. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Sonstiges 9 Kommentare »


Foto von Horst Streitferdt, Kosmos-Verlag

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.