Tanias Hafi-Blog : Monatsarchiv für März 2010

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Traversale mit Hinterhandwendung

Heute möchte ich Euch mal wieder eine hübsche kleine Übung vorstellen, die uns Dreien viel Freude macht. Vorausetzung für die Übung ist das sichere Beherrschen der Seitengänge Schulterherein und Travers.

Ich beginne damit, Schulterherein und Travers zu reiten. Wenn das Pferd das flüssig macht, setze ich an der nächsten langen Seite zu einer Traversale an. Diese gehe ich so lange, wie das Pferd sie fließend ausführt. Kommt das Pferd ins Stocken, reite ich eine Hinterhandwendung und daraus reite ich wieder einige Schritte in der Traversale zurück zum Hufschlag.

Diese Zeichnung soll das Ganze veranschaulichen:

traverale_uebung1.jpg

Das Schöne an der Übung ist, dass ich sehr flexibel bin und auch ein “Verrecken” in der Traversale gut nutzen kann. Das erspart uns beiden Frust über das Scheitern an der Übung, denn ich kann einfach was anderes daraus machen, eben die Hinterhandwendung.

Probiert es einfach mal aus, diese Übung gehört inzwischen zu einer meiner Lieblingsübungen.

25. März 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Der Nach-dem-Urlaub-Zauber

Darüber, wie sinnvoll ich Pausen finde, hatte ich im letzten Jahr schon mal im Anschluss an meinem Urlaub geschrieben – hier nachzulesen. Nun war ich wieder für zwei Wochen weg und mir ist einmal mehr der ganz besondere Zauber bewusst geworden, den so ein Wiedereinstieg nach einer Abwesenheit mit sich bringen kann. Und dieses Thema ist mir glatt noch einen Nach-Urlaubs-Blogbeitrag wert.

Am Sonntag kam ich zurück und am Montag ritt ich beide Jungs. Es waren zwei kurze Einheiten ohne Sattel und ohne festes Programm. Im Wesentlichen wollte ich nur mal schauen, wie es ihnen so geht und eben zum Einstieg gar nicht viel machen. Bei beiden Pferden mit demselben Ergebnis: Sie liefen mit einem Minimum an Hilfen und Einwirkung wundervoll fein und locker, zeigten bereitwillig Seitengänge, Übergänge und Lektionen, so dass es die pure Freude war.

Mit Aramis habe ich das schon viele, viele Male erlebt und jetzt zeigt es sich auch bei Anthony. So eine Abwesenheit schenkt einem offenbar den nötigen Abstand zum eigenen Pferd, mit dem man regelrecht einen Neuanfang begehen kann – zumindest im Kleinen.

Ich habe mal darauf geachtet,was genau so anders ist – und tatsächlich bin (mal wieder) vor allem ich es selbst! Ich gebe meine Hilfen vollkommen anders als im normalen Alltag – viel vorsichtiger, viel sanfter, viel liebevoller. Nach einer längeren Pause ist es mir offenbar leichter möglich, meinen Pferden so gegenüberzutreten, wie ich fremden Pferden gegenübertrete:

  • mit einem achtsamen Respekt,
  • mit einer gesunden Portion Neugier,
  • mit dem Interesse, das Pferd (neu) kennen zu lernen
  • und ohne feste Vorannahmen oder bestehende Muster.

Und genau DAS macht wohl den Zauber aus, oder was meint Ihr?
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18. März 2010 von Tania • Kategorie: Umgang 9 Kommentare »

Das Elend der Pferde…

…und der ganzen Welt – manchmal kann man das Gefühl bekommen, alles läuft falsch. Man sieht ein Horrorvideo im Internet, liest Berichte über Tierquälereien, sieht, wie im Stall ein Pferd verdroschen wird und möchte am liebsten alles hinwerfen. Und was macht man dann? Oft klickt man sich zum nächsten miesen Video durch, liest die nächste schlechte Nachricht oder gerät auch noch mit dem eigenen Pferd aneinander, weil man so frustriert ist.

Ein anderer Weg – und ein für mich sehr viel sinnvollerer – ist der, sich gut zu überlegen und bewusst zu entscheiden, womit man sich belasten will und womit nicht.

Ich war früher aktiv im Tierschutz und habe mir so ziemlich jede schlimme Nachricht über gequälte Kreaturen gegeben. Mit dem Ergebnis, dass ich fast daran zerbrochen wäre. Heute entscheide ich sehr bewusst, was ich mir anschaue und auch, was ich mir anhöre. Ich muss mir nicht das 100ste Rollkurvideo anschauen oder die verhungerten Pferde, die gerade noch gerettet wurden. Ich muss nicht gezielt bei Youtube nach schlimmen Szenen suchen und ich muss auch nicht auf solche Veranstaltungen gehen, von denen ich weiß, dass dort mit Pferden etwas gemacht wird, was ich für falsch halte. Und ich kann andere freundlich darum bitten, mir nicht die neueste Geschichte über misshandelte Pferde oder Erziehungsmethoden zu erzählen, die schrecklich sind.

Es ist meine Entscheidung – jedes Mal neu.
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11. März 2010 von Tania • Kategorie: Erkenntnisse 10 Kommentare »

Spielgesichter

Die Jungs machen beim Spielen nicht nur die tollsten Verrenkungen, sondern auch die herrlichsten Spielgesichter.

spielgesicht2.jpg

Und weil ich diese Gesichter einfach nur prima finde, habe ich Euch heute mal einige zusammengestellt. Viel Spaß damit!
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4. März 2010 von Tania • Kategorie: Verhalten 9 Kommentare »


Foto von Horst Streitferdt, Kosmos-Verlag

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.