Tanias Hafi-Blog : Monatsarchiv für Juni 2010

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Ein Tipp für die 1. Hilfe: Keine Papiertaschentücher in Wunden!

Vor einiger Zeit habe ich mal einen 1.-Hilfe-Kurs für Pferde besucht. Eine gute Sache, so ein Kurs und ich kann es jedem nur empfehlen! Falls so etwas bei Euch nicht angeboten wird, kann man das auch gut organisieren – einfach mal einen Tierarzt oder ein Tierärztin nach Möglichkeiten ansprechen.

Mitgebracht habe ich Euch heute daraus einen Tipp, der mir so bisher tatsächlich nicht bewusst war, wenngleich man mit etwas Nachdenken von selbst drauf kommen kann:

Und zwar darf man keine Papiertaschentücher auf Wunden legen! Die lösen sich nämlich auf und die Fusseln bekommt man nicht mehr aus der Wunde.

Wenn z.B. ein Druckverband nötig ist und man keine Kompressen hat, die dafür natürlich besser geeignet sind, sondern nur eine Packung Taschentücher, sollte man immer die ganze Packung (also mit dem Plastik drumherum) nutzen und diese auf die Wunde legen, aber nie die Taschentücher selbst.

Auf dass Ihr diesen Tipp nie braucht!

24. Juni 2010 von Tania • Kategorie: Gesundheit 4 Kommentare »

Freiarbeit und Freiheitsdressur?

Ich habe hier ja schon einiges von meiner Art der Freiarbeit mit den Jungs gezeigt. Nun werde ich immer wieder auf das Thema angesprochen und da fällt oft auch der Begriff “Freiheitsdressur”.

Für mich besteht ein deutlicher Unterschied zwischen “Freiarbeit” und “Freiheitsdressur”. Ob die Pferde nun zirkeln, ob sie mit dem Menschen rennen, ob gespielt oder gehüpft wird – das ist für mich alles Freiarbeit. Aufhören tut Freiarbeit für mich da, wo es um eine punktgenaue Abrufbarkeit geht, also wenn der Mensch ein Zeichen gibt und das Pferd dann etwas Bestimmtes zu tun hat. Das bezeichne ich dann als Freiheitsdressur.

Nach meiner Auffassung lässt die Freiarbeit viel mehr Raum für Vorschläge und Energien vom Pferd, während in der Freiheitsdressur das Pferd punktgenau Lektionen ausführen soll. Für mich ist das ein grundsätzlich anderer Zugang und auch eine andere Zielsetzung.
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17. Juni 2010 von Tania • Kategorie: Freiarbeit 4 Kommentare »

Kraulst du mich, kraul ich dich

Die gegenseitige Fellpflege bei Pferden ist für mich immer wieder eine Quelle von Freude. Es ist so nett anzusehen, wie sich da zwei Tiere gegenseitig gut tun.

Ich habe da immer mal wieder mit meiner Kamera Mäuschen gespielt und Euch eine nette kleine Auswahl an Bildern mitgebracht. Erstmal welche mit den Jungs:

fellpflege1.jpg

fellpflege6.jpg

fellpflege3.jpg

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10. Juni 2010 von Tania • Kategorie: Verhalten 7 Kommentare »

Auf Knopfdruck

Pferde haben es mit uns Menschen wirklich nicht leicht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von meinen Pferden schon oft Unmögliches verlangt:

  • Sie sollen temperamentvoll sein, aber bitte nicht zu sehr und immer schön kontrollierbar.
  • Sie sollen motiviert mitarbeiten, aber bitte keine Lektionen vorwegnehmen.
  • Sie sollen schnell reagieren, aber nicht hektisch sein.
  • Sie sollen genau wissen, was ich mit welcher Hilfe fordere und das am besten auch dann, wenn meine Hilfen nicht sauber sind.
  • Sie sollen berechenbar sein, aber nicht “tot”.
  • Sie sollen das machen, was ich will, auch wenn sie was ganz anderes im Kopf haben.
  • Sie sollen möglichst immer perfekt laufen.
  • Usw.

In der Summe glaube ich, dass wir manchmal bei all unseren Anforderungen an unsere Pferde oft vergessen, dass es sich um Tiere handelt, also um lebendige Wesen mit eigenständigen Persönlichkeiten.

Ich habe vor allem in den letzten Jahren damit begonnen, meine Erwartungen an meine Pferde immer wieder zu überdenken und zu hinterfragen. Auch heute passiert es mir noch, dass ich zu viel will, aber es ist deutlich weniger geworden. Ich kann heute meine Pferde mit ihren Persönlichkeiten besser annehmen, kann ihnen mehr Pferdsein zu gestehen, mehr eigene Persönlichkeit und Schwankungen in der Befindlichkeit. Und – und das ist das Tolle: ich bekomme dadurch heute viel mehr von meinen Pferden als je zuvor!

Auch wenn wir natürlich alle wissen, dass Pferde keine Maschinen sind, so hilft es mir im Alltag sehr, mir wirklich immer wieder bewusst zu machen, dass ich da keine Tennisschläger habe, die ich benutzen darf und kann, wie es mir gerade gefällt, sondern dass da zwei sehr eigenständige Persönlichkeiten vor mir stehen, die das Recht haben, nicht auf Knopfdruck zu funktionieren, nur weil ich das gerade möchte.

3. Juni 2010 von Tania • Kategorie: Umgang 1 Kommentar »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.