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	<title>Tanias Hafi-Blog &#187; Erkenntnisse</title>
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	<description>Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger.  HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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		<title>Immer schön gleichmäßig?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 02:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Grundregel, die mir von Beginn an beim Reiten und der Pferdeausbildung eingeschärft wurde, lautet: Immer beide Seiten gleich arbeiten! Wie bei vielen Regeln, macht es Sinn auch diese einmal ein bisschen zu hinterfragen. Wenn ich davon ausgehen könnte, dass mein Pferd auf beiden Seiten &#8220;gleich&#8221; ist, also entweder gleich gut oder schlecht bemuskelt, gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Grundregel, die mir von Beginn an beim Reiten und der Pferdeausbildung eingeschärft wurde, lautet: Immer beide Seiten gleich arbeiten! Wie bei vielen Regeln, macht es Sinn auch diese einmal ein bisschen zu hinterfragen.</p>
<p>Wenn ich davon ausgehen könnte, dass mein Pferd auf beiden Seiten &#8220;gleich&#8221; ist, also entweder gleich gut oder schlecht bemuskelt, gleich gut oder schlecht geschmeidig und gleich gut oder schlecht zu den einzelnen Lektionen fähig, würde es Sinn machen, beide Seiten immer gleich zu trainieren. Da wir es aber bei Pferden immer mit einer natürlichen Händigkeit (wie bei uns Menschen auch) und Schiefe zu tun haben, sind eben beide Seiten nie gleich. Genau da setzen wir ja mit unserer Gymnastizierung an, wir wollen diese natürlichen Unterschiede möglichst ausgleichen, damit unser Pferd seine Muskeln und Gelenke gleichmäßig belastet. Wenn ich es aber mit ungleichen Seiten zu tun habe, liegt doch nahe, dass ich die Seiten auch verschieden trainieren muss, wie sonst könnte ich den Unterschied ausgleichen?</p>
<p>Hinzu kommt die Tatsache, dass es für ein Pferd auf seiner  &#8220;schlechten&#8221; Seite fast immer viel anstrengender ist, Lektionen  auszuführen. Würde ich da dieselben Erwartungen wie auf der guten Seite  haben, würde ich mein Pferd schnell überfordern und ggf. auch einen  kräftigen Muskelkater riskieren, der ihm die nächsten Reit- oder Arbeitseinheit sicher  verleiden wird.</p>
<p>Damit aber trainiere ich beide Seiten ungleich. Widerspricht das also der Grundregel? Nur dann, wenn man die Grundregel so auslegt, dass man wirklich exakt dasselbe auf jeder Seite machen muss. Viel sinnvoller ist aus meiner Sicht, die Forderung, beide Seiten gleich zu arbeiten, so zu deuten, dass man die Seiten &#8220;seitengerecht&#8221; fördert, also genau schaut, welche Probleme ein Pferd jeweils auf der Seite hat und das Training darauf abstimmt, diese Probleme zu lösen.</p>
<p><strong><span id="more-1721"></span>Ein Beispiel</strong></p>
<p>Mir kamen all diese Gedanken neulich beim Galopp. Anthony kann auf  der einen Hand schon richtig schön gesetzt angaloppieren  und auch ganze Zirkelrunden locker durchgaloppieren. Auf der anderen Hand  entgegen kippt er je nach Tagesform noch stark nach innen oder gerät  beim Angaloppieren erstmal in einen Stechtrab. Es würde nun überhaupt  keinen Sinn machen, wenn ich ihn auf beiden Seiten gleich lang  galoppieren lasse! Im Gegenteil: Ich muss die noch schwache Seite  behutsam fördern, was ich durch mehrfaches Angaloppieren mache, ohne  Strecke zu fordern. Auf der guten Seite hingegen lasse ich ihn dann  durchaus mal zwei, drei Runden galoppieren.</p>
<p>Ich arbeite also  nicht beide Seiten gleich, aber ich versuche, beide Seiten <strong>ausgeglichen</strong> zu fördern. Genauso wenig, wie ich auf der schwachen Seite rundenweise  Galopp fordern sollte (weil das nur in einer wüsten Rennerei ausarten  würde), sollte ich den Galopp dort aussparen. Ich muss mir überlegen, wie ich  ihn auf der schwachen Seite gezielt fördern kann, damit Anthony  mittelfristig auch auf dieser Hand so gut galoppiert, wie auf der  anderen.</p>
<p>Und um die Sache noch ein bisschen komplizierter für uns Menschen zu machen, müssen wir auch noch jeden Tag neu schauen, wie unser Pferd heute drauf ist. Denn was gestern noch ganz leicht ging, kann heute wieder fast unmöglich sein und wenn ich gestern dachte, meinem Pferd fällt rechts die Innenbiegung schwer, so kann es morgen links ein Problem sein.</p>
<p><strong>Fazit: Bedarfsgerecht trainieren!</strong></p>
<p>Es darf also aus meiner Sicht beim Training nie darum gehen,  stur ein Programm für beide  Seiten abzuarbeiten, sondern wir müssen uns immer wieder mit  Köpfchen UND Einfühlungsvermögen überlegen, wie man die Schwächen  eines Pferdes fördern und das, was  es schon gut kann, ausbauen kann. Dann wird das Training effektiv.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2012/05/trabbesser.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1745" title="trabbesser" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2012/05/trabbesser.jpg" alt="" width="403" height="264" /></a></p>
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		<title>Ich lerne täglich dazu</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2012/05/01/ich-lerne-taglich-dazu/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 02:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Mich verwundert es immer ein bisschen, wenn ich Pferdemenschen nach einer Weile wiedersehe und ich den Eindruck gewinne, dass sie alles noch genauso machen wie zu dem Zeitpunkt, als ich sie das letzte Mal gesehen habe. Die gleichen Handgriffe, die gleichen Lektionen, die gleichen Abläufe, die gleiche Ansprache, der gleiche Umgang. Ich komme dann regelmäßig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich verwundert es immer ein bisschen, wenn ich Pferdemenschen nach  einer Weile wiedersehe und ich den Eindruck gewinne, dass sie alles noch  genauso machen wie zu dem Zeitpunkt, als ich sie das letzte Mal gesehen  habe. Die gleichen Handgriffe, die gleichen Lektionen, die gleichen  Abläufe, die gleiche Ansprache, der gleiche Umgang.</p>
<p>Ich komme dann regelmäßig ins Grübeln, denn wenn ich mich mit mir  selbst vor zwei oder drei Jahren oder selbst noch im letzten Jahr  vergleiche, würde ich große Unterschiede benennen können. Und wenn ich  noch weiter zurückschaue, dann muss ich sagen, dass ich in den letzten  4 oder 5 Jahren mehr über und von Pferden gelernt habe als in den 15 Jahren  zuvor und dementsprechend habe ich sehr viel geändert in meinem Umgang  und Miteinander mit Pferden.</p>
<p>Für mich ist es tatsächlich so, dass ich nahezu täglich dazulerne.  Immer wieder gibt es Punkte, an denen ich innehalte und überlege, ob  mein Verhalten nützlich ist oder ob es nicht vielleicht auch anders  gehen würde. Jeden Tag neu kann ich Signale von meinen Pferden bekommen,  die ich deuten muss und die mich zum Umdenken auffordern.</p>
<p>Klar, dieses ständige Hinterfragen ist manchmal anstrengend und an  manchen Tagen gelingt es mir auch nicht sonderlich gut, so dass ich dann  an alten Mustern festhalte oder falsche Wege einschlage. Aber durch  meine grundsätzliche Bereitschaft zum Reflektieren gewinne ich sehr  viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ich habe nicht das Gefühl,  dass ich &#8220;angekommen&#8221; bin oder dass ich inzwischen genug weiß. Auch nach über 32 Jahren, die ich nun schon mit Pferden verbringe, stelle ich immer  wieder fest, wie viel ich noch lernen muss und an wie vielen Punkten ich  immer noch weiter und weiter an mir arbeiten muss.</p>
<p>Aber macht genau das nicht das Zusammensein mit Pferden auch so  unendlich spannend? Dass wir die Chance haben, immer wieder neue  Erkenntnisse zu gewinnen und immer wieder neu von ihnen zu lernen.</p>
<p>Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass ich je &#8220;fertig sein&#8221; werde,  was meine Entwicklung mit den Pferden angeht. Denn mit jedem neuen Pferd  und auch mit jedem neuen Tag mit meinen eigenen Pferden kann ich etwas  lernen. Ich möchte mich weiterhin verändern, möchte mich  weiterentwickeln, möchte mit meinen Pferden wachsen. Und so bin ich  gespannt, wo ich z.B. im nächsten Jahr stehen werde und wie ich das, was  ich heute tue, dann bewerten werde. Und wie es in 5 Jahren aussehen  wird oder in 10 oder in 20&#8230;</p>
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		<title>Das Problem ist der Mensch?!</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2012/04/17/das-problem-ist-der-mensch/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 02:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin immer sehr dankbar über Blog-Kommentare, die mich zum Nachdenken bringen. Auf meinen Beitrag über pferdegerechte Erziehung neulich kam der Denkanstoß, dass es nicht gut sei, zu behaupten, dass der Mensch das Problem sei, da das Schuldgefühle auslösen könne. Ich habe darüber viel nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich inzwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin immer sehr dankbar über Blog-Kommentare, die mich zum Nachdenken bringen. Auf meinen Beitrag über <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2012/04/03/erziehung-bitte-pferdegerecht/" target="_self">pferdegerechte Erziehung</a> neulich kam der Denkanstoß, dass es nicht gut sei, zu behaupten, dass der Mensch das Problem sei, da das Schuldgefühle auslösen könne. Ich habe darüber viel nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich inzwischen soweit gehen würde zu sagen, dass <strong>nur dann</strong>, wenn wir uns wirklich bewusst darüber sind, dass WIR das Problem in jeder Mensch-Pferd-Beziehung sind, wir überhaupt erst unsere Schuldgefühle überwinden und zu Lösungen finden können. Und das will ich gerne genauer ausführen:</p>
<p>Über viele Jahre habe ich den Fehler bei den Pferden gesucht, weil es mir so beigebracht wurde. Da waren die Pferde in meiner Vorstellung zu stur oder zu frech, zu wild oder zu unerzogen, sie waren ausgebufft, testeten mich oder forderten mich heraus. Es kam immer wieder zu z.T. hässlichen Auseinandersetzungen, die mir zwar leid taten, die aber aus meiner damaligen Sicht &#8220;vom Pferd gesucht&#8221; waren, schließlich hatte es mich provoziert. Und so dachte ich oft so etwas wie:</p>
<ul>
<li><em>&#8220;Ich habe doch keine Wahl, Erziehung muss schließlich sein.&#8221;<br />
</em></li>
<li><em>&#8220;Man darf sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen.&#8221;<br />
</em></li>
<li><em>&#8220;Wenn ich das durchgehen lasse, nutzt der das aus.<br />
</em></li>
<li><em>&#8220;Warum macht der Gaul auch immer nur solch einen Mist, der weiß es doch besser!&#8221;</em></li>
<li>usw<em>.<br />
</em></li>
</ul>
<p>Vielleicht kommen Euch solche Gedanken bekannt vor.</p>
<p>In dieser Zeit hatte ich massive Schuldgefühle. Mir taten meine Ausbrüche, die Auseinandersetzungen und meine &#8220;Erziehungsmaßnahmen&#8221; regelmäßig nicht nur leid, sondern ich schämte mich oft sehr. In manch stillen Stunden dachte ich sogar daran, die Reiterei aufzugeben, so schlecht fühlte ich mich.</p>
<p>Und nun kommt der Clou: Meine Schuldgefühle konnte ich erst dadurch überwinden, dass ich mir klar machte, dass tatsächlich ICH das Problem bin und eben nicht mein Pferd. Das klingt paradox, ist aber eigentlich ganz logisch: Mit der Akzeptanz, dass die Auseinandersetzungen nicht die Schuld meines Pferdes sind, sondern aus meinem eigenen Unvermögen entstehen, dass also ich immer wieder Situationen erschaffe, die unschön enden, begann ich zu ahnen, dass ich MICH zu ändern versuchen könnte und damit vielleicht auch die Situationen verändern könnte.</p>
<p><span id="more-1723"></span></p>
<p>Indem ich anfing, wirklich an mir zu arbeiten, konnte ich endlich den Teufelskreis aus <em>&#8220;Ich fühl mich mies dabei, aber ich muss es tun.&#8221; </em>durchbrechen, denn nichts von dem, was ich glaubte, was unbedingt sein musste, musste wirklich sein! Ich musste meine Pferde nicht strafen, ich musste mich nicht durchsetzen, ich musste nicht &#8220;Boss&#8221; sein. Alles, was ich tun musste, war:</p>
<ul>
<li>war mich damit auseinandersetzen, was ich da eigentlich für ein Wesen vor mir habe,</li>
<li>was dieses Wesen braucht,</li>
<li>was es bewegt (im realen, wie im übertragenen Sinn),</li>
<li>was es überfordert, was es ängstigt und was ihm Stress bereitet,</li>
<li>was nötig ist, damit es sich entspannen und wohlfühlen kann,</li>
<li>was nötig ist, damit es mich verstehen kann,</li>
<li>wie ich es motivieren kann</li>
<li>und vor allem, wie ich es schaffe, dass es mir vertrauen kann.</li>
</ul>
<p>Wir Menschen treffen die Entscheidung, Pferde zu halten und Pferde nutzen zu wollen. Damit muten ihnen vieles zu, das nicht ihrer Art und ihrem Wesen entspricht (das fängt bei der Haltung an, geht über das, was wir im Umgang von ihnen wollen bis hin zu den oft hohen Erwartungen, die wir &#8220;nutztechnisch&#8221; an sie haben). Natürlich kann uns dieser Gedanke Schuldgefühle machen, aber es gibt etwas viel Konstruktiveres, nämlich aus dieser Erkenntnis etwas ganz Entscheidendes zu entwickeln: und zwar <strong>Verständnis</strong> für unser Pferd.</p>
<p>Wenn unser Verständnis für unser Pferd die Basis wird, sehen wir, dass das meiste von dem, was wir von unseren Pferden verlangen oder ihnen auch zumuten, nicht ihrer Art entspricht und dass all das, was wir mit ihnen machen, nur möglich ist, da sie so anpassungsfähig und friedfertig sind. Damit verkläre ich Pferde nicht, sondern ich würdige den großen Part, den sie dazu beitragen, dass wir sie überhaupt so nutzen können, wie wir es tun; würden Pferde keine Bereitschaft mitbringen, sich auf uns einzulassen, könnten wir sie mit aller Gewalt nicht dazu bringen, da sie schlicht und einfach viel stärker sind als wir.</p>
<p>An dem Punkt, an dem ich akzeptierte, das ich durch meine Forderungen und Erwartungen automatisch &#8220;problematisch&#8221; für meine Pferde bin (da ich eben vieles von ihnen verlange, was ihrer Natur entgegenläuft), konnte ich mein mieses Gefühl, meine Schuldgefühle und meine falschen Ansätze mehr und mehr zu Gunsten einer Vorgehensweise loslassen, die mir ermöglicht, immer weniger ein Problem zu sein. Und zwar in dem ich immer pferdegerechter handele. Seitdem habe ich immer weniger Auseinandersetzungen und immer weniger Grund für Schuldgefühle.</p>
<p>Und so bleibe ich bei der Aussage, dass immer der Mensch das Problem ist, weil genau darin die Lösung liegt. <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2012/04/DSC_0169_2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1732" title="DSC_0169_2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2012/04/DSC_0169_2.jpg" alt="" width="403" height="273" /></a></p>
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		<item>
		<title>Drei Lernaufgaben</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/09/15/drei-lernaufgaben/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 02:56:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Dominique Barbier schreibt in seinem Buch &#8220;Die wahre Natur des Pferdes&#8220;: &#8220;Pferde lehren uns, wie man ohne Aggression um etwas bittet, wie man bedingungslos liebt und wie man die zerstörerische Seite der Perfektion meidet.&#8221; Ich muss sagen, mich haben diese Worte tief getroffen. Oder besser gesagt: Sie haben mich betroffen gemacht, denn ich fühle mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dominique Barbier schreibt in seinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/3930953730/ref=nosim?tag=wegzumpfe-21" target="_blank">Die wahre Natur des Pferdes</a>&#8220;:</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Pferde lehren uns, wie man ohne Aggression um etwas bittet,<br />
wie man bedingungslos liebt<br />
und wie man die zerstörerische Seite der Perfektion meidet.&#8221; </em></p>
<p>Ich muss sagen, mich haben diese Worte tief getroffen. Oder besser gesagt: Sie haben mich betroffen gemacht, denn ich fühle mich getroffen.</p>
<p>Hier sind genau meine Lernaufgaben auf den Punkt gebracht:</p>
<ul>
<li>Ohne Aggression bitten zu lernen,</li>
<li>bedingungslos zu lieben</li>
<li>und die zerstörerische Seite der Perfektion zu meiden.</li>
</ul>
<p>Punkt 1 habe ich leider prägend anders gelernt, denn mir wurde beigebracht, nicht zu bitten, sondern zu fordern, ja, sogar durchzusetzen &#8211; und zwar notfalls um jeden Preis. Ich arbeite intensiv daran, die Idee von der Bitte immer und immer wieder neu zu leben und nicht einfach zu fordern, nicht einfach durchzusetzen, nicht einfach zu erzwingen und ich bin besser geworden darin, über die letzten Jahre. Wenn ich wieder dazu neige, etwas mit zu viel Härte zu fordern, merke ich es inzwischen im Prozess und kann es unterbrechen. Ich hoffe, es gelingt mir, die Härte irgendwann ganz abzulegen.</p>
<p>Punkt 2 &#8211; die bedingungslose Liebe. Was für ein großes Thema! Sie gelingt mir dann, wenn ich nichts von meinen Pferden will. Wenn ich sie auf der Weide sehe und mir das Herz überfließt. Wenn ich mich immer wieder neu in ihre blonden Mähnen verliebe. Wenn ich in ihre weisen Augen schaue. Wenn ich meine Nase in ihr Fell tauche und ihren Duft einatme. Wenn mich mein Pferd durch den Wald trägt und wir im gemeinsamen Takt atmen und das Leben genießen. Dann liebe ich ohne Wenn und Aber. Punktuell verliere ich diese Liebe aber noch- und zwar immer dann, wenn ich etwas zu sehr will. Eine Lektion, ein Verhalten, ein Unterlassen. Dann bin ich nicht mehr in der Annahme, nicht mehr in der Güte oder Liebe, dann bin ich im Kampf. Es wird weniger, aber auch hierfür muss ich etwas tun.</p>
<p>Und der dritte Punkt &#8211; mein so vertrautes Laster: der Perfektionsdrang. Ein Thema, das ich nicht nur mit meinen Pferden immer wieder neu angehen muss, sondern auch mir selbst gegenüber. Denn, ja, die Sucht nach Perfektion kann zerstörerisch sein. Sie frisst alles an Respekt, Achtung und Liebe. Sie sieht nur das noch (unerreichbare) Ziel und verfolgt es gnadenlos. Ich will sie weiter meiden lernen, diese zerstörerische Seite der Perfektion. Wenn mir das gelingt, kann ich die erfüllende Seite der Perfektion sehen und fühlen: die Perfektion, die in dem liegt, was ist. In meinen wundervollen Pferden und dem Glück, meine Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/08/drei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1539" title="drei" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/08/drei.jpg" alt="" width="403" height="268" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Noch einige Gedanken zum Thema &#8220;Fehler machen&#8221;</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/09/08/noch-einige-gedanken-zum-thema-fehler-machen/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 07:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Woche ging es hier um die Frage, ob Pferde Fehler machen dürfen. Und beim weiteren Nachdenken über dieses Thema wurde mir bewusst, was mein größter Kritikpunkt an Reiterprüfungen und Turnieren ist. Darüber gab es nämlich gerade neulich eine Diskussion in unserem Forum und ich konnte noch nicht so recht auf den Punkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/09/01/durfen-pferde-fehler-machen/" target="_blank">In der letzten Woche</a> ging es hier um die Frage, ob Pferde Fehler machen dürfen. Und beim weiteren Nachdenken über dieses Thema wurde mir bewusst, was mein größter Kritikpunkt an Reiterprüfungen und Turnieren ist. Darüber gab es nämlich gerade neulich eine Diskussion in unserem Forum und ich konnte noch nicht so recht auf den Punkt bringen, was mir ganz konkret an Turnieren und Prüfungen solch ein Bauchweh bereitet.</p>
<p>Jetzt wird es mir klarer: Es ist der <strong>Anspruch, dass Pferde punktgenau zu funktionieren haben</strong>.</p>
<p>Wenn meine Prüfungsaufgabe vorsieht, dass mein Pferd an Punkt X angaloppiert, dann HAT es an diesem Punkt anzugaloppieren. Jedes frühere Angaloppieren oder jedes Zögern ist ein &#8220;Fehler&#8221; und wird abgestraft. Einmal durch die Punktrichter, aber eben auch vom Reiter seinen Pferd gegenüber. Das Ziel ist schließlich &#8220;korrektes&#8221; Reiten, nicht wahr? Nur wer sein Pferd &#8220;korrekt&#8221; reitet, macht es richtig &#8211; so die Theorie. Und in einem Springparcours gibt es nur eine richtige Reihenfolge der Sprünge und jeder muss sie so reiten, ob das nun sinnvoll für das Pferd ist oder nicht. Wenn ein Pferd dann all seinen Mut zusammennimmt und tatsächlich über den großen Sprung setzt, es aber die Stange streift, weil er einfach sehr hoch ist, dann gibt es kein Lob, sondern einen Fehlerpunkt.</p>
<p>Für mich ist ein System, dass solche angeblichen &#8220;Fehler&#8221;  abstraft, ein System, das lern- und entwicklungsfeindlich ist.  Denn zum Lernen und zur Entwicklung gehören Fehler dazu. Wenn ein Pferd  mal nicht an X angaloppiert, sondern 20 Meter später, dafür dann aber  wundervoll leicht und gesetzt in einen Bergaufgalopp springt, ist das  für mich viel mehr wert! Und wenn ein Reiter erkennt, dass ein Pferd am  Sprung verweigert, weil es ungut herankommt oder weil der Sprung zu hoch ist und  dann einfach eine Runde galoppiert und es über einen niedrigeren Sprung  springen lässt, dann gäbe das für mich einen Extra-Punkt für  Pferdeverstand anstatt den Reiter zu disqualifizieren.</p>
<p><span id="more-1561"></span>Ein Angaloppieren nicht an Punkt X ist doch nicht grundsätzlich ein Fehler, sondern es wird einer, wenn jemand vorher definiert hat, dass es &#8220;richtig&#8221; ist, an Punkt X anzugaloppieren. Aber richtig für wen? Wenn ein Reiter-Pferd-Paar noch einige Trabschritte mehr braucht, um korrekt anzugaloppieren, dann ist das doch nicht falsch, genau diese Schritte zu machen, sondern es ist schlau und pferdegerecht. Weil der Galopp dann eine Chance hat, schön zu werden. Und weil das viel mehr wert ist, als das Angaloppieren an einem bestimmten Punkt.</p>
<p>Und wenn ein Reiter das Gefühl bekommt, dass der vorgeschriebene Parcours ungünstig für das Pferd ist, dann ist es gut, das Pferd irgendwie über die Hindernisse zu jagen? Ich finde, es spricht für viel mehr Pferdeverstand, dann eigene Entscheidungen zu treffen. Aber in einem solchen Fall würde der Reiter abgestraft werden, Ende der Vorstellung.</p>
<p>Durch ein solches Fehler-Abstraf-System entstehen meiner Ansicht nach keine Reiter, die das Wohl ihres Pferdes an die erste Stelle stellen, sondern so entstehen Reiter, die über die Signale ihres Pferdes hinwegreiten. Die eher Anweisungen befolgen, als sie bereit sind, Fehlerpunkte zu kassieren. Denen die Punktezahl und das Schleifchen wichtiger sind als die verständnisvolle Kommunikation mit ihrem Pferd. Und genau das kritisiere ich am Turnier- und Prüfungssytem.</p>
<p>Ich habe in meiner Reiterlaufbahn am eigenen Leib aber auch in der  Beobachtung vieler anderer immer wieder erlebt, wie viel Frust, wie viel  Schmerz und wie viel Unschönes aus dem Anspruch entsteht, dass Pferde  zu funktionieren haben. Das beginnt ja schon im Unterricht, wo Reitschüler vehement aufgefordert werden, ihre Pferde punktgenau gefügig zu machen. Wer seine Hilfen so einsetzen will, dass sie wie  das Drücken eines Knopfes an einer Maschine immer zu demselben prompten  Ergebnis führen, verkennt, dass da ein lebendiges Wesen im Spiel ist. Dieses Denken führt dazu, dass Hilfen zu Befehlen werden und das Pferde gestraft und gezwungen werden. Ein partnerschaftliches Miteinander hört da auf, wo nur noch einer was sagen und der andere ausführen muss. Jedes &#8220;Muss&#8221; erzeugt Zwang und unter Zwang kann niemand strahlen.</p>
<p>Schönes Reiten ist für mich weniger &#8220;korrektes&#8221; Reiten im Sinne eines punktgenauen Anforderns von Reaktionen als vielmehr ein Reiten, das auf das jeweilige Pferd abgestimmt ist. Es ist eine beidseitige Kommunikation, die Raum für flexible Entscheidungen und individuelle Ausführungen offen lassen muss.</p>
<p>Ich würde mir wünschen, dass es in Turnieren weniger um punktgenaue Lektionsabfragen geht, als vielmehr um die Einschätzung des Gesamtbildes:</p>
<ul>
<li>Harmonieren Pferd und Reiter?</li>
<li>Bewegen sie sich beide gerne und freudig?</li>
<li>Wird das Pferd so geritten, dass es seiner Gesundheit förderlich ist?</li>
<li>Kann das Pferd sich entfalten, darf es zeigen, was es kann?</li>
<li>Werden Fehler einfach freundlich ignoriert und wird der Fokus gleich wieder auf etwas anderes gelegt?</li>
<li>Zeigt der Reiter, dass er auf sein Pferd eingeht und dass er sich Lektionen einfallen lässt, die es dem Pferd leichter machen, das zu erreichen, was ihm noch schwer fällt?</li>
<li>Arbeiten beide zusammen?</li>
</ul>
<p>Natürlich wären solche Darbietungen schwerer zu bewerten, aber mit solchen Schwerpunkten wären wir sicher schon ein gutes Stück weiter auf dem Weg zum Ziel einer flächendeckend pferdefreundlichen und gesundheitsfördernden Ausbildung.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Klugscheißer?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 02:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eine wundervolle Postkarte an meiner Pinnwand hängen, auf der steht: &#8220;Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser.&#8221; Und ich liebe diese Karte, denn wann immer mein Blick darauf fällt, muss ich lachen. Sie erinnert mich liebevoll an eine meiner Schwächen: nämlich dass ich automatisch davon ausgehe, vieles besser zu wissen als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine wundervolle Postkarte an meiner Pinnwand hängen, auf der steht:</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser.&#8221;</em></p>
<p>Und ich liebe diese Karte, denn wann immer mein Blick darauf fällt, muss ich lachen. Sie erinnert mich liebevoll an eine meiner Schwächen: nämlich dass ich automatisch davon ausgehe, vieles besser zu wissen als andere. Keine Ahnung, wieso, aber irgendwie ist das eingebaut bei mir. Ein internes Programm, das mich annehmen lässt, dass ich grundsätzlich erstmal Recht habe (zumindest so lange, bis mir das Gegenteil bewiesen wird <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Ich teile diese doch sehr persönlichen Zeilen mit Euch, weil ich glaube, dass ich damit nicht ganz allein bin. Mindestens wenn es um das Thema Pferde geht, kenne ich jedenfalls viele, viele andere Leute, die offenbar genau ein solches &#8220;Ich weiß es besser&#8221;-Programm zu laufen haben und damit fröhlich in die Welt gehen, um andere zu belehren oder sich gegen hilfreiche Hinweise von außen zu wehren.</p>
<p>Genauso lange, wie mir dieses innere Programm nun bewusst ist, arbeite ich auch daran. Bewusst gemacht haben es mir tatsächlich vor allem meine Pferde, bzw. mein immer achtsamer werdender Umgang mit ihnen. Denn ich habe inzwischen unzählige Male an dem Punkt gestanden, an dem ich mich innerlich oder auch real bei anderen (und auch meinen Pferden) entschuldigen musste, deren Einschätzung, deren Rat oder deren Anregungen ich einfach in den Wind geschossen habe, denn &#8211; ja, Ihr wisst es &#8211; ich wusste es ja besser&#8230;</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/06/handpferd2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1424" title="bw" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/06/handpferd2.jpg" alt="" width="403" height="273" /></a><span id="more-1423"></span>Mein internes Klugscheißer-Programm gehört zu mir wie meine Nase. Aber ich achte immer mehr darauf, mich in dieser Hinsicht selbst zu relativieren. Immer dann, wenn ich merke, dass ich mal wieder dabei bin, mein Wissen, meine Ansichten oder meinen Weg als den einzig richtigen zu sehen, halte ich inne und denke nach. Und fühle nach. Frage mich, warum ich meine, dass ich hier im Recht bin und ob es nicht vielleicht auch ganz anders sein kann. Und was es bedeuten würde, wenn ich nicht Recht hätte. Und woher ich eigentlich wissen will, was richtig ist und ob ich mir denn wirklich sicher sein kann.</p>
<p>Häufig muss ich meine Aussagen dann relativieren. Oft muss ich einräumen, dass es auch anders sein kann, als ich es interpretiere bzw. dass andere Einschätzungen vielleicht auch richtig sein können. Und das eröffnet mir  neue Lernfelder und Erkenntnis-Chancen.</p>
<p>Oft aber bleibe ich auch bei meiner Einschätzung und sehe mich in ihr bestätigt. Auch das ist gut, denn ich habe mir meine Überzeugungen nicht leichtfertig, sondern durch viel Reflexion, viel Nachdenken und viele Lernschritte erarbeitet. Und so erlaube ich mir dann auch für meine Ansichten einzustehen und sie zu motivieren, wenn sie mir wichtig genug erscheinen.</p>
<p>Der Klugscheißer in mir hat mir in der Vergangenheit manches schwer gemacht und ich bin sicher vielen auf den Schlips getreten. Inzwischen nehme ich ihn mit Humor (und dabei hilft mir oben erwähnte Karte enorm) und ich habe die Hoffnung, er entwickelt sich irgendwann immer mehr zu einem Weisen, der in Gelassenheit ruhen kann und der erkennt, dass wir alle unser Bestes geben.</p>
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		<title>Mal wieder in den Spiegel geschaut&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 03:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich hatte ich mit Anthony mal wieder so eine Phase&#8230; Ich hätte ihm eigentlich gerne etwas Neues beigebracht, aber Anthony reagierte wie Anthony und sagte: &#8220;Nö, verstehe ich nicht und find&#8217; ich eh doof.&#8221; Als ich dann Babette davon erzählte sagte ich: &#8220;Ich wünschte, er wäre ein bisschen offener für Neues, eben neugierig und gespannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hatte ich mit Anthony mal wieder so eine Phase&#8230; Ich hätte ihm eigentlich gerne etwas Neues beigebracht, aber Anthony reagierte wie Anthony und sagte: <em>&#8220;Nö, verstehe ich nicht und find&#8217; ich eh doof.&#8221;</em></p>
<p>Als ich dann Babette davon erzählte sagte ich: <em>&#8220;Ich wünschte, er wäre ein bisschen offener für Neues, eben neugierig und gespannt darauf, was ich vorhabe.&#8221;</em> Und schon während ich das sagte, dämmerte mir mal wieder eine gute Portion Selbsterkenntnis.</p>
<p><em>&#8220;Tania,&#8221;</em> dachte ich so bei mir <em>&#8220;könnte es sein, dass Anthony dir da ziemlich ähnlich ist?&#8221; </em></p>
<p>Tja, und mit diesem Gedanken fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin genauso! Wenn mir jemand etwas vorschlägt, mir zeigen oder beibringen will, verschränke ich die Arme (real wie symbolisch) und bin erst einmal nur eines: skeptisch. Nun kann Anthony nicht seine Arme verschränken, aber er zeigt mehr als deutlich, dass er eben auch genau das ist: skeptisch. Manchmal habe ich den Eindruck, ich könnte jeden Satz, den ich mit &#8220;Mein Pferd&#8230;&#8221; beginne, eigentlich in &#8220;Ich&#8230;&#8221; umformulieren <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und die Moral von der Geschicht&#8217;? Ich arbeite jetzt erstmal wieder ein bisschen an mir selbst, bevor ich von meinem Pferd erwarte, dass er sich begeistert auf Neues einlässt <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/an_skept.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1092" title="an_skept" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/an_skept.jpg" alt="" width="374" height="424" /></a></p>
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		<title>Mist gebaut!?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 02:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich zurückschaue, habe ich leider auch viel Mist gebaut, was den Umgang mit Pferden angeht. Manches unter Anleitung, vieles ging auf meine eigene Kappe. Ich arbeite seit einigen Jahren sehr intensiv daran, automatische Reaktionen zu reduzieren, um nicht unfair zu meinen Pferden zu werden. Aber manchmal passiert es mir noch. Und das nehme ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich zurückschaue, habe ich leider auch viel Mist gebaut, was den Umgang mit Pferden angeht. Manches unter Anleitung, vieles ging auf meine eigene Kappe.</p>
<p>Ich arbeite seit einigen Jahren sehr intensiv daran, automatische Reaktionen zu reduzieren, um nicht unfair zu meinen Pferden zu werden. Aber manchmal passiert es mir noch. Und das nehme ich mir übel. Ich schimpfe dann mit mir, schäme mich und frage mich, wie ich mich hinstellen und so eine Webseite machen kann, auf der ich den Leuten was von Pferden erzähle, wo ich doch vor allem erstmal mir selbst etwas erzählen sollte&#8230;</p>
<p>Nun habe ich einen schlauen Mann und der wäscht mir manchmal auf eine gute Art den Kopf. Als ich neulich unfair zu den Jungs war und mich dafür wieder den ganzen Tag fertig gemacht habe, sagte er das:</p>
<p><em> &#8220;Viele Menschen glauben, dass wenn sie sich selbst für eine Sache nur hart genug bestrafen, dann stellen sie damit sicher, dass sie es nicht wieder tun. Ich glaube, das ist ein Irrtum. Wenn man sich einen Fehler selbst verzeihen kann und sich dann liebevoll vornimmt, es das nächste Mal besser zu machen, wird es einem viel leichter fallen, die Sache zu vermeiden.&#8221; </em></p>
<p>Damit könnte er recht haben, meint Ihr nicht?</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/verz1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-907" title="verz1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/verz1.jpg" alt="" width="403" height="311" /></a></p>
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		<title>Vom Nein ins Ja</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 02:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach meinen Artikeln zum Thema Ja (hier und hier) wurde ich gefragt, wie man konkret ein Nein eines Pferdes in ein Ja umwandeln kann. Es gibt aus meiner Sicht leider keine Technik oder Methode, die das sicherstellt, da können wir immer nur individuell in der jeweiligen Situation uns etwas einfallen lassen. Hier aber mal zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinen Artikeln zum Thema Ja (<a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/19/ja-sagen/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/26/dasjaalsbasis/" target="_blank">hier</a>) wurde ich gefragt, wie man konkret ein Nein eines Pferdes in ein Ja umwandeln kann. Es gibt aus meiner Sicht leider keine Technik oder Methode, die das sicherstellt, da können wir immer nur individuell in der jeweiligen Situation uns etwas einfallen lassen. Hier aber mal zur Inspiration eine kleine Begebenheit von Anthony und mir, die da ganz gut passt:</p>
<p>Es war mal wieder einer der Tage, an denen Anthony so aussah, als wäre dieser Tag einer der blödesten seines Lebens. Man sieht seine Stimmung nicht nur seinem Blick an, sondern vor allem auch seinem Maul. Die Maulspalte ist dann ganz verkniffen und die Haut um die Nüstern herum richtig gekräuselt. Und wenn er so aussieht, ist seine Laune nicht die beste <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Manchmal lasse ich ihn dann einfach in Ruhe &#8211; warum soll ich riskieren, dass er mich auch noch doof findet? An anderen Tagen überlege ich mir aber auch mal gerne, wie ich ihn vielleicht &#8220;knacken&#8221; kann &#8211; sprich: wie ich seine Laune verbessern kann. An diesem Tag entschied ich mich dazu, ein bisschen mit ihm spazieren zu gehen.</p>
<p>Anthony lief maulig neben mir her. Ich ging nicht drauf ein und lachte einfach freundlich. Hin und wieder fragte ich seine Lieblingsübung, den spanischen Schritt ab. Und siehe da, nach einigen Minuten waren die Falten ums Maul herum schon weniger und die Augen wurden runder. Wir waren nicht einmal eine halbe Stunde unterwegs &#8211; an Schlechte-Laune-Tagen halte ich die Einheiten bewusst kurz. Als ich ihn zurück zum Paddock brachte, blieb er am Tor stehen und machte sich groß. Sein Blick war offen und rund &#8211; keck sah er aus. <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Als ich dann später mit Aramis zurückkam, kam er gleich zu uns &#8211; fröhlich und freundlich. Ein schöner Erfolg: An diesem Tag habe ich ihn aus seinem Nein in ein Ja holen können.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/an_ja.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-929" title="an_ja" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/an_ja.jpg" alt="" width="403" height="296" /></a>Klar kann man über ein Nein seines Pferdes hinweggehen, aber ich bin überzeugt: viele solcher in ein Ja umgewandelten Neins führen zu einer immer besseren Beziehung miteinander.</p>
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		<title>Ein Kompliment tut jedem gut</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 02:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem schrieb ist darüber, wie gut es tun kann, mal den eigenen Blick darauf zu richten, was andere im Umgang mit ihren Pferden gut machen. Heute gibt es dazu die Fortsetzung: nämlich einen Tipp für Fortgeschrittene Wenn Ihr gerade dabei seid, an anderen Pferdeleuten etwas Positives zu sehen, dann sprecht es auch einfach mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/09/02/wieder-mal-eine-frage-des-fokus/" target="_blank">Vor kurzem</a> schrieb ist darüber, wie gut es tun kann, mal den eigenen Blick darauf zu richten, was andere im Umgang mit ihren Pferden gut machen. Heute gibt es dazu die Fortsetzung: nämlich einen Tipp für Fortgeschrittene <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn Ihr gerade dabei seid, an anderen Pferdeleuten etwas Positives zu sehen, dann sprecht es auch einfach mal aus! Sagt jemanden, dass sein Sitz toll ist oder dass Ihr die Ruhe bewundert, mit der die Person das Pferd führt, das sich gerade aufregt. Sagt, wenn Ihr das Pferd besonders hübsch findet oder Euch auffällt, wie freudig es immer zum Zaun kommt, wenn die Besitzerin auftaucht.</p>
<p>Komplimente verunsichern leider immer ein bisschen und das auf beiden Seiten. Man will nicht als &#8220;Schleimer&#8221; dastehen und wenn man ein Kompliment bekommt, neigt man schnell dazu, es einfach vom Tisch zu wischen.</p>
<p>Zu schade!</p>
<p>Ehrliches Lob und Komplimente sind eine tolle Sache &#8211; denn sie tun gut! Sie zaubern ein Lächeln auf unsere Lippen und machen gute Laune. Deshalb ist es schön, wenn man etwas Positives nicht nur denkt, sondern auch ausspricht &#8211; ja, auch ruhig mal einer fremden Person gegenüber. Das kostet vielleicht ein bisschen Mut und auch wenn die Person es vielleicht nicht zeigen kann &#8211; ein ernst gemeintes Kompliment macht ein fröhliches, warmes Gefühl im Bauch. Und davon profitiert dann immer auch das Pferd <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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