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	<title>Tanias Hafi-Blog &#187; Erkenntnisse</title>
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	<description>Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger.  HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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		<title>Drei Lernaufgaben</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 02:56:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Dominique Barbier schreibt in seinem Buch &#8220;Die wahre Natur des Pferdes&#8220;:
&#8220;Pferde lehren uns, wie man ohne Aggression um etwas bittet,
wie man bedingungslos liebt
und wie man die zerstörerische Seite der Perfektion meidet.&#8221; 
Ich muss sagen, mich haben diese Worte tief getroffen. Oder besser gesagt: Sie haben mich betroffen gemacht, denn ich fühle mich getroffen.
Hier sind genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dominique Barbier schreibt in seinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/3930953730/ref=nosim?tag=wegzumpfe-21" target="_blank">Die wahre Natur des Pferdes</a>&#8220;:</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Pferde lehren uns, wie man ohne Aggression um etwas bittet,<br />
wie man bedingungslos liebt<br />
und wie man die zerstörerische Seite der Perfektion meidet.&#8221; </em></p>
<p>Ich muss sagen, mich haben diese Worte tief getroffen. Oder besser gesagt: Sie haben mich betroffen gemacht, denn ich fühle mich getroffen.</p>
<p>Hier sind genau meine Lernaufgaben auf den Punkt gebracht:</p>
<ul>
<li>Ohne Aggression bitten zu lernen,</li>
<li>bedingungslos zu lieben</li>
<li>und die zerstörerische Seite der Perfektion zu meiden.</li>
</ul>
<p>Punkt 1 habe ich leider prägend anders gelernt, denn mir wurde beigebracht, nicht zu bitten, sondern zu fordern, ja, sogar durchzusetzen &#8211; und zwar notfalls um jeden Preis. Ich arbeite intensiv daran, die Idee von der Bitte immer und immer wieder neu zu leben und nicht einfach zu fordern, nicht einfach durchzusetzen, nicht einfach zu erzwingen und ich bin besser geworden darin, über die letzten Jahre. Wenn ich wieder dazu neige, etwas mit zu viel Härte zu fordern, merke ich es inzwischen im Prozess und kann es unterbrechen. Ich hoffe, es gelingt mir, die Härte irgendwann ganz abzulegen.</p>
<p>Punkt 2 &#8211; die bedingungslose Liebe. Was für ein großes Thema! Sie gelingt mir dann, wenn ich nichts von meinen Pferden will. Wenn ich sie auf der Weide sehe und mir das Herz überfließt. Wenn ich mich immer wieder neu in ihre blonden Mähnen verliebe. Wenn ich in ihre weisen Augen schaue. Wenn ich meine Nase in ihr Fell tauche und ihren Duft einatme. Wenn mich mein Pferd durch den Wald trägt und wir im gemeinsamen Takt atmen und das Leben genießen. Dann liebe ich ohne Wenn und Aber. Punktuell verliere ich diese Liebe aber noch- und zwar immer dann, wenn ich etwas zu sehr will. Eine Lektion, ein Verhalten, ein Unterlassen. Dann bin ich nicht mehr in der Annahme, nicht mehr in der Güte oder Liebe, dann bin ich im Kampf. Es wird weniger, aber auch hierfür muss ich etwas tun.</p>
<p>Und der dritte Punkt &#8211; mein so vertrautes Laster: der Perfektionsdrang. Ein Thema, das ich nicht nur mit meinen Pferden immer wieder neu angehen muss, sondern auch mir selbst gegenüber. Denn, ja, die Sucht nach Perfektion kann zerstörerisch sein. Sie frisst alles an Respekt, Achtung und Liebe. Sie sieht nur das noch (unerreichbare) Ziel und verfolgt es gnadenlos. Ich will sie weiter meiden lernen, diese zerstörerische Seite der Perfektion. Wenn mir das gelingt, kann ich die erfüllende Seite der Perfektion sehen und fühlen: die Perfektion, die in dem liegt, was ist. In meinen wundervollen Pferden und dem Glück, meine Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/08/drei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1539" title="drei" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/08/drei.jpg" alt="" width="403" height="268" /></a></p>
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		<item>
		<title>Noch einige Gedanken zum Thema &#8220;Fehler machen&#8221;</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/09/08/noch-einige-gedanken-zum-thema-fehler-machen/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 07:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Woche ging es hier um die Frage, ob Pferde Fehler machen dürfen. Und beim weiteren Nachdenken über dieses Thema wurde mir bewusst, was mein größter Kritikpunkt an Reiterprüfungen und Turnieren ist. Darüber gab es nämlich gerade neulich eine Diskussion in unserem Forum und ich konnte noch nicht so recht auf den Punkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/09/01/durfen-pferde-fehler-machen/" target="_blank">In der letzten Woche</a> ging es hier um die Frage, ob Pferde Fehler machen dürfen. Und beim weiteren Nachdenken über dieses Thema wurde mir bewusst, was mein größter Kritikpunkt an Reiterprüfungen und Turnieren ist. Darüber gab es nämlich gerade neulich eine Diskussion in unserem Forum und ich konnte noch nicht so recht auf den Punkt bringen, was mir ganz konkret an Turnieren und Prüfungen solch ein Bauchweh bereitet.</p>
<p>Jetzt wird es mir klarer: Es ist der <strong>Anspruch, dass Pferde punktgenau zu funktionieren haben</strong>.</p>
<p>Wenn meine Prüfungsaufgabe vorsieht, dass mein Pferd an Punkt X angaloppiert, dann HAT es an diesem Punkt anzugaloppieren. Jedes frühere Angaloppieren oder jedes Zögern ist ein &#8220;Fehler&#8221; und wird abgestraft. Einmal durch die Punktrichter, aber eben auch vom Reiter seinen Pferd gegenüber. Das Ziel ist schließlich &#8220;korrektes&#8221; Reiten, nicht wahr? Nur wer sein Pferd &#8220;korrekt&#8221; reitet, macht es richtig &#8211; so die Theorie. Und in einem Springparcours gibt es nur eine richtige Reihenfolge der Sprünge und jeder muss sie so reiten, ob das nun sinnvoll für das Pferd ist oder nicht. Wenn ein Pferd dann all seinen Mut zusammennimmt und tatsächlich über den großen Sprung setzt, es aber die Stange streift, weil er einfach sehr hoch ist, dann gibt es kein Lob, sondern einen Fehlerpunkt.</p>
<p>Für mich ist ein System, dass solche angeblichen &#8220;Fehler&#8221;  abstraft, ein System, das lern- und entwicklungsfeindlich ist.  Denn zum Lernen und zur Entwicklung gehören Fehler dazu. Wenn ein Pferd  mal nicht an X angaloppiert, sondern 20 Meter später, dafür dann aber  wundervoll leicht und gesetzt in einen Bergaufgalopp springt, ist das  für mich viel mehr wert! Und wenn ein Reiter erkennt, dass ein Pferd am  Sprung verweigert, weil es ungut herankommt oder weil der Sprung zu hoch ist und  dann einfach eine Runde galoppiert und es über einen niedrigeren Sprung  springen lässt, dann gäbe das für mich einen Extra-Punkt für  Pferdeverstand anstatt den Reiter zu disqualifizieren.</p>
<p><span id="more-1561"></span>Ein Angaloppieren nicht an Punkt X ist doch nicht grundsätzlich ein Fehler, sondern es wird einer, wenn jemand vorher definiert hat, dass es &#8220;richtig&#8221; ist, an Punkt X anzugaloppieren. Aber richtig für wen? Wenn ein Reiter-Pferd-Paar noch einige Trabschritte mehr braucht, um korrekt anzugaloppieren, dann ist das doch nicht falsch, genau diese Schritte zu machen, sondern es ist schlau und pferdegerecht. Weil der Galopp dann eine Chance hat, schön zu werden. Und weil das viel mehr wert ist, als das Angaloppieren an einem bestimmten Punkt.</p>
<p>Und wenn ein Reiter das Gefühl bekommt, dass der vorgeschriebene Parcours ungünstig für das Pferd ist, dann ist es gut, das Pferd irgendwie über die Hindernisse zu jagen? Ich finde, es spricht für viel mehr Pferdeverstand, dann eigene Entscheidungen zu treffen. Aber in einem solchen Fall würde der Reiter abgestraft werden, Ende der Vorstellung.</p>
<p>Durch ein solches Fehler-Abstraf-System entstehen meiner Ansicht nach keine Reiter, die das Wohl ihres Pferdes an die erste Stelle stellen, sondern so entstehen Reiter, die über die Signale ihres Pferdes hinwegreiten. Die eher Anweisungen befolgen, als sie bereit sind, Fehlerpunkte zu kassieren. Denen die Punktezahl und das Schleifchen wichtiger sind als die verständnisvolle Kommunikation mit ihrem Pferd. Und genau das kritisiere ich am Turnier- und Prüfungssytem.</p>
<p>Ich habe in meiner Reiterlaufbahn am eigenen Leib aber auch in der  Beobachtung vieler anderer immer wieder erlebt, wie viel Frust, wie viel  Schmerz und wie viel Unschönes aus dem Anspruch entsteht, dass Pferde  zu funktionieren haben. Das beginnt ja schon im Unterricht, wo Reitschüler vehement aufgefordert werden, ihre Pferde punktgenau gefügig zu machen. Wer seine Hilfen so einsetzen will, dass sie wie  das Drücken eines Knopfes an einer Maschine immer zu demselben prompten  Ergebnis führen, verkennt, dass da ein lebendiges Wesen im Spiel ist. Dieses Denken führt dazu, dass Hilfen zu Befehlen werden und das Pferde gestraft und gezwungen werden. Ein partnerschaftliches Miteinander hört da auf, wo nur noch einer was sagen und der andere ausführen muss. Jedes &#8220;Muss&#8221; erzeugt Zwang und unter Zwang kann niemand strahlen.</p>
<p>Schönes Reiten ist für mich weniger &#8220;korrektes&#8221; Reiten im Sinne eines punktgenauen Anforderns von Reaktionen als vielmehr ein Reiten, das auf das jeweilige Pferd abgestimmt ist. Es ist eine beidseitige Kommunikation, die Raum für flexible Entscheidungen und individuelle Ausführungen offen lassen muss.</p>
<p>Ich würde mir wünschen, dass es in Turnieren weniger um punktgenaue Lektionsabfragen geht, als vielmehr um die Einschätzung des Gesamtbildes:</p>
<ul>
<li>Harmonieren Pferd und Reiter?</li>
<li>Bewegen sie sich beide gerne und freudig?</li>
<li>Wird das Pferd so geritten, dass es seiner Gesundheit förderlich ist?</li>
<li>Kann das Pferd sich entfalten, darf es zeigen, was es kann?</li>
<li>Werden Fehler einfach freundlich ignoriert und wird der Fokus gleich wieder auf etwas anderes gelegt?</li>
<li>Zeigt der Reiter, dass er auf sein Pferd eingeht und dass er sich Lektionen einfallen lässt, die es dem Pferd leichter machen, das zu erreichen, was ihm noch schwer fällt?</li>
<li>Arbeiten beide zusammen?</li>
</ul>
<p>Natürlich wären solche Darbietungen schwerer zu bewerten, aber mit solchen Schwerpunkten wären wir sicher schon ein gutes Stück weiter auf dem Weg zum Ziel einer flächendeckend pferdefreundlichen und gesundheitsfördernden Ausbildung.</p>
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		<title>Klugscheißer?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 02:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eine wundervolle Postkarte an meiner Pinnwand hängen, auf der steht:
&#8220;Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser.&#8221;
Und ich liebe diese Karte, denn wann immer mein Blick darauf fällt, muss ich lachen. Sie erinnert mich liebevoll an eine meiner Schwächen: nämlich dass ich automatisch davon ausgehe, vieles besser zu wissen als andere. Keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine wundervolle Postkarte an meiner Pinnwand hängen, auf der steht:</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser.&#8221;</em></p>
<p>Und ich liebe diese Karte, denn wann immer mein Blick darauf fällt, muss ich lachen. Sie erinnert mich liebevoll an eine meiner Schwächen: nämlich dass ich automatisch davon ausgehe, vieles besser zu wissen als andere. Keine Ahnung, wieso, aber irgendwie ist das eingebaut bei mir. Ein internes Programm, das mich annehmen lässt, dass ich grundsätzlich erstmal Recht habe (zumindest so lange, bis mir das Gegenteil bewiesen wird <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Ich teile diese doch sehr persönlichen Zeilen mit Euch, weil ich glaube, dass ich damit nicht ganz allein bin. Mindestens wenn es um das Thema Pferde geht, kenne ich jedenfalls viele, viele andere Leute, die offenbar genau ein solches &#8220;Ich weiß es besser&#8221;-Programm zu laufen haben und damit fröhlich in die Welt gehen, um andere zu belehren oder sich gegen hilfreiche Hinweise von außen zu wehren.</p>
<p>Genauso lange, wie mir dieses innere Programm nun bewusst ist, arbeite ich auch daran. Bewusst gemacht haben es mir tatsächlich vor allem meine Pferde, bzw. mein immer achtsamer werdender Umgang mit ihnen. Denn ich habe inzwischen unzählige Male an dem Punkt gestanden, an dem ich mich innerlich oder auch real bei anderen (und auch meinen Pferden) entschuldigen musste, deren Einschätzung, deren Rat oder deren Anregungen ich einfach in den Wind geschossen habe, denn &#8211; ja, Ihr wisst es &#8211; ich wusste es ja besser&#8230;</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/06/handpferd2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1424" title="bw" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/06/handpferd2.jpg" alt="" width="403" height="273" /></a><span id="more-1423"></span>Mein internes Klugscheißer-Programm gehört zu mir wie meine Nase. Aber ich achte immer mehr darauf, mich in dieser Hinsicht selbst zu relativieren. Immer dann, wenn ich merke, dass ich mal wieder dabei bin, mein Wissen, meine Ansichten oder meinen Weg als den einzig richtigen zu sehen, halte ich inne und denke nach. Und fühle nach. Frage mich, warum ich meine, dass ich hier im Recht bin und ob es nicht vielleicht auch ganz anders sein kann. Und was es bedeuten würde, wenn ich nicht Recht hätte. Und woher ich eigentlich wissen will, was richtig ist und ob ich mir denn wirklich sicher sein kann.</p>
<p>Häufig muss ich meine Aussagen dann relativieren. Oft muss ich einräumen, dass es auch anders sein kann, als ich es interpretiere bzw. dass andere Einschätzungen vielleicht auch richtig sein können. Und das eröffnet mir  neue Lernfelder und Erkenntnis-Chancen.</p>
<p>Oft aber bleibe ich auch bei meiner Einschätzung und sehe mich in ihr bestätigt. Auch das ist gut, denn ich habe mir meine Überzeugungen nicht leichtfertig, sondern durch viel Reflexion, viel Nachdenken und viele Lernschritte erarbeitet. Und so erlaube ich mir dann auch für meine Ansichten einzustehen und sie zu motivieren, wenn sie mir wichtig genug erscheinen.</p>
<p>Der Klugscheißer in mir hat mir in der Vergangenheit manches schwer gemacht und ich bin sicher vielen auf den Schlips getreten. Inzwischen nehme ich ihn mit Humor (und dabei hilft mir oben erwähnte Karte enorm) und ich habe die Hoffnung, er entwickelt sich irgendwann immer mehr zu einem Weisen, der in Gelassenheit ruhen kann und der erkennt, dass wir alle unser Bestes geben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mal wieder in den Spiegel geschaut&#8230;</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/02/03/mal-wieder-in-den-spiegel-geschaut/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 03:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich hatte ich mit Anthony mal wieder so eine Phase&#8230; Ich hätte ihm eigentlich gerne etwas Neues beigebracht, aber Anthony reagierte wie Anthony und sagte: &#8220;Nö, verstehe ich nicht und find&#8217; ich eh doof.&#8221;
Als ich dann Babette davon erzählte sagte ich: &#8220;Ich wünschte, er wäre ein bisschen offener für Neues, eben neugierig und gespannt darauf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hatte ich mit Anthony mal wieder so eine Phase&#8230; Ich hätte ihm eigentlich gerne etwas Neues beigebracht, aber Anthony reagierte wie Anthony und sagte: <em>&#8220;Nö, verstehe ich nicht und find&#8217; ich eh doof.&#8221;</em></p>
<p>Als ich dann Babette davon erzählte sagte ich: <em>&#8220;Ich wünschte, er wäre ein bisschen offener für Neues, eben neugierig und gespannt darauf, was ich vorhabe.&#8221;</em> Und schon während ich das sagte, dämmerte mir mal wieder eine gute Portion Selbsterkenntnis.</p>
<p><em>&#8220;Tania,&#8221;</em> dachte ich so bei mir <em>&#8220;könnte es sein, dass Anthony dir da ziemlich ähnlich ist?&#8221; </em></p>
<p>Tja, und mit diesem Gedanken fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin genauso! Wenn mir jemand etwas vorschlägt, mir zeigen oder beibringen will, verschränke ich die Arme (real wie symbolisch) und bin erst einmal nur eines: skeptisch. Nun kann Anthony nicht seine Arme verschränken, aber er zeigt mehr als deutlich, dass er eben auch genau das ist: skeptisch. Manchmal habe ich den Eindruck, ich könnte jeden Satz, den ich mit &#8220;Mein Pferd&#8230;&#8221; beginne, eigentlich in &#8220;Ich&#8230;&#8221; umformulieren <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und die Moral von der Geschicht&#8217;? Ich arbeite jetzt erstmal wieder ein bisschen an mir selbst, bevor ich von meinem Pferd erwarte, dass er sich begeistert auf Neues einlässt <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/an_skept.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1092" title="an_skept" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/an_skept.jpg" alt="" width="374" height="424" /></a></p>
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		<item>
		<title>Mist gebaut!?</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/11/04/mist-gebaut/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 02:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich zurückschaue, habe ich leider auch viel Mist gebaut, was den Umgang mit Pferden angeht. Manches unter Anleitung, vieles ging auf meine eigene Kappe.
Ich arbeite seit einigen Jahren sehr intensiv daran, automatische Reaktionen zu reduzieren, um nicht unfair zu meinen Pferden zu werden. Aber manchmal passiert es mir noch. Und das nehme ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich zurückschaue, habe ich leider auch viel Mist gebaut, was den Umgang mit Pferden angeht. Manches unter Anleitung, vieles ging auf meine eigene Kappe.</p>
<p>Ich arbeite seit einigen Jahren sehr intensiv daran, automatische Reaktionen zu reduzieren, um nicht unfair zu meinen Pferden zu werden. Aber manchmal passiert es mir noch. Und das nehme ich mir übel. Ich schimpfe dann mit mir, schäme mich und frage mich, wie ich mich hinstellen und so eine Webseite machen kann, auf der ich den Leuten was von Pferden erzähle, wo ich doch vor allem erstmal mir selbst etwas erzählen sollte&#8230;</p>
<p>Nun habe ich einen schlauen Mann und der wäscht mir manchmal auf eine gute Art den Kopf. Als ich neulich unfair zu den Jungs war und mich dafür wieder den ganzen Tag fertig gemacht habe, sagte er das:</p>
<p><em> &#8220;Viele Menschen glauben, dass wenn sie sich selbst für eine Sache nur hart genug bestrafen, dann stellen sie damit sicher, dass sie es nicht wieder tun. Ich glaube, das ist ein Irrtum. Wenn man sich einen Fehler selbst verzeihen kann und sich dann liebevoll vornimmt, es das nächste Mal besser zu machen, wird es einem viel leichter fallen, die Sache zu vermeiden.&#8221; </em></p>
<p>Damit könnte er recht haben, meint Ihr nicht?</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/verz1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-907" title="verz1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/verz1.jpg" alt="" width="403" height="311" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vom Nein ins Ja</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/10/28/vom-nein-ins-ja/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 02:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach meinen Artikeln zum Thema Ja (hier und hier) wurde ich gefragt, wie man konkret ein Nein eines Pferdes in ein Ja umwandeln kann. Es gibt aus meiner Sicht leider keine Technik oder Methode, die das sicherstellt, da können wir immer nur individuell in der jeweiligen Situation uns etwas einfallen lassen. Hier aber mal zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinen Artikeln zum Thema Ja (<a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/19/ja-sagen/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/26/dasjaalsbasis/" target="_blank">hier</a>) wurde ich gefragt, wie man konkret ein Nein eines Pferdes in ein Ja umwandeln kann. Es gibt aus meiner Sicht leider keine Technik oder Methode, die das sicherstellt, da können wir immer nur individuell in der jeweiligen Situation uns etwas einfallen lassen. Hier aber mal zur Inspiration eine kleine Begebenheit von Anthony und mir, die da ganz gut passt:</p>
<p>Es war mal wieder einer der Tage, an denen Anthony so aussah, als wäre dieser Tag einer der blödesten seines Lebens. Man sieht seine Stimmung nicht nur seinem Blick an, sondern vor allem auch seinem Maul. Die Maulspalte ist dann ganz verkniffen und die Haut um die Nüstern herum richtig gekräuselt. Und wenn er so aussieht, ist seine Laune nicht die beste <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Manchmal lasse ich ihn dann einfach in Ruhe &#8211; warum soll ich riskieren, dass er mich auch noch doof findet? An anderen Tagen überlege ich mir aber auch mal gerne, wie ich ihn vielleicht &#8220;knacken&#8221; kann &#8211; sprich: wie ich seine Laune verbessern kann. An diesem Tag entschied ich mich dazu, ein bisschen mit ihm spazieren zu gehen.</p>
<p>Anthony lief maulig neben mir her. Ich ging nicht drauf ein und lachte einfach freundlich. Hin und wieder fragte ich seine Lieblingsübung, den spanischen Schritt ab. Und siehe da, nach einigen Minuten waren die Falten ums Maul herum schon weniger und die Augen wurden runder. Wir waren nicht einmal eine halbe Stunde unterwegs &#8211; an Schlechte-Laune-Tagen halte ich die Einheiten bewusst kurz. Als ich ihn zurück zum Paddock brachte, blieb er am Tor stehen und machte sich groß. Sein Blick war offen und rund &#8211; keck sah er aus. <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Als ich dann später mit Aramis zurückkam, kam er gleich zu uns &#8211; fröhlich und freundlich. Ein schöner Erfolg: An diesem Tag habe ich ihn aus seinem Nein in ein Ja holen können.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/an_ja.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-929" title="an_ja" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/09/an_ja.jpg" alt="" width="403" height="296" /></a>Klar kann man über ein Nein seines Pferdes hinweggehen, aber ich bin überzeugt: viele solcher in ein Ja umgewandelten Neins führen zu einer immer besseren Beziehung miteinander.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Kompliment tut jedem gut</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 02:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem schrieb ist darüber, wie gut es tun kann, mal den eigenen Blick darauf zu richten, was andere im Umgang mit ihren Pferden gut machen. Heute gibt es dazu die Fortsetzung: nämlich einen Tipp für Fortgeschrittene  
Wenn Ihr gerade dabei seid, an anderen Pferdeleuten etwas Positives zu sehen, dann sprecht es auch einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/09/02/wieder-mal-eine-frage-des-fokus/" target="_blank">Vor kurzem</a> schrieb ist darüber, wie gut es tun kann, mal den eigenen Blick darauf zu richten, was andere im Umgang mit ihren Pferden gut machen. Heute gibt es dazu die Fortsetzung: nämlich einen Tipp für Fortgeschrittene <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn Ihr gerade dabei seid, an anderen Pferdeleuten etwas Positives zu sehen, dann sprecht es auch einfach mal aus! Sagt jemanden, dass sein Sitz toll ist oder dass Ihr die Ruhe bewundert, mit der die Person das Pferd führt, das sich gerade aufregt. Sagt, wenn Ihr das Pferd besonders hübsch findet oder Euch auffällt, wie freudig es immer zum Zaun kommt, wenn die Besitzerin auftaucht.</p>
<p>Komplimente verunsichern leider immer ein bisschen und das auf beiden Seiten. Man will nicht als &#8220;Schleimer&#8221; dastehen und wenn man ein Kompliment bekommt, neigt man schnell dazu, es einfach vom Tisch zu wischen.</p>
<p>Zu schade!</p>
<p>Ehrliches Lob und Komplimente sind eine tolle Sache &#8211; denn sie tun gut! Sie zaubern ein Lächeln auf unsere Lippen und machen gute Laune. Deshalb ist es schön, wenn man etwas Positives nicht nur denkt, sondern auch ausspricht &#8211; ja, auch ruhig mal einer fremden Person gegenüber. Das kostet vielleicht ein bisschen Mut und auch wenn die Person es vielleicht nicht zeigen kann &#8211; ein ernst gemeintes Kompliment macht ein fröhliches, warmes Gefühl im Bauch. Und davon profitiert dann immer auch das Pferd <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wieder mal eine Frage des Fokus</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 02:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich habe es schon mal zugegeben: ich neige zur Fehlerguckerei. Bei mir, aber auch bei anderen. Und seltsamerweise neige ich vor allem in der Reiterwelt zum Fehlergucken. Immer wieder fällt mir bei anderen auf, was ich für doof, falsch oder schlecht halte.
Nun arbeite ich seit einiger Zeit ziemlich hart daran, meinen Fokus in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich habe es schon mal zugegeben: ich neige zur Fehlerguckerei. Bei mir, aber auch bei anderen. Und seltsamerweise neige ich vor allem in der Reiterwelt zum Fehlergucken. Immer wieder fällt mir bei anderen auf, was ich für doof, falsch oder schlecht halte.</p>
<p>Nun arbeite ich seit einiger Zeit ziemlich hart daran, meinen Fokus in dieser Hinsicht zu verändern. Ich habe nämlich festgestellt, dass mit meiner Fehlerguckerei etwas Ungutes in Gang gesetzt wird: Durch meine negative Wertung von anderen fühle ich mich selbst kein bisschen besser &#8211; im Gegenteil, je mehr Negatives ich bei anderen wahrnehme, desto unzufriedener und mäkliger bin ich auch mit mir selbst (es mag sein, dass die Wirkungsweise auch anders herum ist, ich also je härter ich zu mir selbst bin, desto mehr ich auf die Fehler anderer schaue &#8211; aber das ist letztlich egal, denn entscheidend ist, es zu durchbrechen). Und das hat natürlich wieder Auswirkung auf meine Pferde, die diese &#8220;negative Energie&#8221; spüren.</p>
<p>Inzwischen gelingt es mir immer öfter, bei anderen wahrzunehmen, was gut ist. Wie toll  viele Leute mit ihren Pferden umgehen, wie viel Liebe da oft ist und dass es Leute gibt, die vieles auch besser können als ich selbst. Und wisst Ihr was? Ich fühle mich so viel besser damit.</p>
<p>Ist es nicht seltsam, dass wir andere oft versuchen klein zu machen, um uns besser zu fühlen (unbewusst natürlich, das macht kaum jemand vorsätzlich), dass aber die Wirkung eine ganz andere ist? Dass man sich nämlich selbst dann noch kleiner und mickriger fühlt?</p>
<p>Probiert mal aus, <strong>ganz gezielt Positives an anderen Pferdeleuten wahrzunehmen</strong> &#8211; und seien es noch so kleine Momente. Spürt mal nach, wie es Euch damit geht und was Ihr mit diesem Fokus in die Welt gebt. Für mich hat sich durch diesen bewussten Wechsel meiner Sicht schon jetzt enorm viel zum Guten geändert &#8211; für mich, für andere und vor allem für meine Pferde.</p>
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		<title>Das Ja als Basis</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/26/dasjaalsbasis/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 02:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche schrieb ich darüber, dass ich im Zusammensein und vor allem in der Zusammenarbeit mit meinen Pferden ihr Ja möchte und das Thema möchte ich heute gerne noch einmal aufgreifen. Denn je mehr ich über dieses Thema nachdenke, desto bewusster wird mir, welch großen Stellenwert das Ja meiner Pferde inzwischen für mich hat. Tatsächlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/19/ja-sagen/" target="_blank">Letzte Woche</a> schrieb ich darüber, dass ich im Zusammensein und vor allem in der Zusammenarbeit mit meinen Pferden ihr Ja möchte und das Thema möchte ich heute gerne noch einmal aufgreifen. Denn je mehr ich über dieses Thema nachdenke, desto bewusster wird mir, welch großen Stellenwert das Ja meiner Pferde inzwischen für mich hat. Tatsächlich ist das Ja meiner Pferde heute für mich die <strong>Basis unserer Zusammenarbeit</strong>.</p>
<p>Anthonys Ja zu mir und unserer Arbeit ermöglichte mir in diesem Sommer z.B. unsere ersten Stoppelfeldausflüge (dazu bitte <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/07/29/lockende-stoppelfelder/" target="_blank">auch hier lesen</a>) &#8211; erst im Schritt, dann auch im Trab und als Krönung mit einem wundervoll ruhigen, gesetzten Galopp, bei dem er jeden Moment ganz bei mir war und zuhörte.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-808" title="ja1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja1.jpg" alt="" width="403" height="299" /></a></p>
<p>Ohne sein Ja zu spüren, hätte ich das so nicht gewagt.</p>
<p>Und das Ja von Aramis ermöglichte uns beiden das Reiten ohne Kopfstück auf dem Stoppelfeld (dazu schrieb ich <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2008/12/03/ein-groses-geschenk/" target="_blank">hier</a> schon mal was).</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-810" title="ja2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja21.jpg" alt="" width="403" height="262" /></a></p>
<p><span id="more-807"></span><br />
Ich freue mich über diese Portion Freiheit, die ich meinen Pferden so bieten kann &#8211; und die sie stolz, zufrieden und selbstbewusst werden lässt.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-811" title="ja3" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja3.jpg" alt="" width="403" height="339" /></a></p>
<p>Diese Freiheit wird aber nur durch das Ja möglich, auf das ich immer wieder hinarbeite.</p>
<p>Es wird viel über Sicherheit und Kontrolle im Umgang mit Pferden diskutiert. Aus meiner heutigen Sicht bietet mir das Ja meiner Pferde mehr Sicherheit und &#8220;Kontrolle&#8221; als es alle Hilfsmittel oder alle Unterwerfungsversuche gebracht haben. Nehme ich das Ja meiner Pferde als Basis für unsere Zusammenarbeit, dann habe ich einen exzellenten Gradmesser. Verliere ich ihr Ja, muss ich es mir erst wieder erarbeiten, denn ohne das Ja kommen wir nur wieder in Streits und Kämpfe und ohne das Ja wird der Umgang mit den Pferden unsicherer und gefährlicher.</p>
<p>Das Wichtigste dabei ist für mich diese Erkenntnis:  <strong>Ein Ja kann man nicht erzwingen</strong>. Ein Ja entsteht nicht durch Zügelzug,  Gerteneinsatz oder Sporenhilfen. Ein Ja entsteht durch Verstehen,  Kommunikation, liebevoller Konsequenz und der Bereitschaft, das Pferd in seinem Pferdsein und seiner  Persönlichkeit anzunehmen.</p>
<p>Und aus einem Ja entsteht dann wiederum das Kostbarste  überhaupt: <strong>Vertrauen</strong>.</p>
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		<title>Zu schade &#8230; oder vielleicht auch nicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 02:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erlebe immer wieder Momente mit meinen Pferden, bei denen ich es doch ein bisschen schade finde, dass ich sie mit niemanden außer ihnen teilen kann.
Wenn ich z.B. mit Aramis durch die Wälder streife und wir vollkommen auf einander  eingespielt sind und ich ihm zu 100% vertraue, dann denke ich manchmal: Oh, wenn das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erlebe immer wieder Momente mit meinen Pferden, bei denen ich es doch ein bisschen schade finde, dass ich sie mit niemanden außer ihnen teilen kann.</p>
<p>Wenn ich z.B. mit Aramis durch die Wälder streife und wir vollkommen auf einander  eingespielt sind und ich ihm zu 100% vertraue, dann denke ich manchmal: Oh, wenn das doch nur jemand sehen oder auch so empfinden könnte&#8230; Oder wenn ich die nächste Vertrauensstufe mit Anthony erklimme, denke ich: Ach, wenn doch jemand dabei wäre! Oder wenn mal wieder eine Lektion mit einem von ihnen in wunderbar leichter Perfektion klappt. Oder &#8230;, oder&#8230;</p>
<p>Der zweite Gedanke ist dann allerdings immer der, dass ich das genauso wahrscheinlich nicht erleben würden, wenn denn tatsächlich jemand dabei wäre! Wie heißt es so schön: der Beobachter verändert das Experiment. Und ich weiß ja, wie anders alles oft ist, wenn jemand Fotos macht oder einfach nur zusieht.</p>
<p>Ja, vielleicht sind die schönsten Momente mit unseren Pferden <strong>einfach wirklich nur für uns selbst bestimmt</strong>. Und so ist es, wenn man genau darüber nachdenkt, eigentlich gerade schön, dass man sie mit niemand anderen teilen kann, als mit dem Pferd selbst <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/04/allein.jpg" alt="allein.jpg" /></p>
<p>Oder, was denkt Ihr?</p>
]]></content:encoded>
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