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	<title>Tanias Hafi-Blog &#187; Erkenntnisse</title>
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	<description>Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger.  HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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		<title>Wieder mal eine Frage des Fokus</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 02:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich habe es schon mal zugegeben: ich neige zur Fehlerguckerei. Bei mir, aber auch bei anderen. Und seltsamerweise neige ich vor allem in der Reiterwelt zum Fehlergucken. Immer wieder fällt mir bei anderen auf, was ich für doof, falsch oder schlecht halte.
Nun arbeite ich seit einiger Zeit ziemlich hart daran, meinen Fokus in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich habe es schon mal zugegeben: ich neige zur Fehlerguckerei. Bei mir, aber auch bei anderen. Und seltsamerweise neige ich vor allem in der Reiterwelt zum Fehlergucken. Immer wieder fällt mir bei anderen auf, was ich für doof, falsch oder schlecht halte.</p>
<p>Nun arbeite ich seit einiger Zeit ziemlich hart daran, meinen Fokus in dieser Hinsicht zu verändern. Ich habe nämlich festgestellt, dass mit meiner Fehlerguckerei etwas Ungutes in Gang gesetzt wird: Durch meine negative Wertung von anderen fühle ich mich selbst kein bisschen besser &#8211; im Gegenteil, je mehr Negatives ich bei anderen wahrnehme, desto unzufriedener und mäkliger bin ich auch mit mir selbst (es mag sein, dass die Wirkungsweise auch anders herum ist, ich also je härter ich zu mir selbst bin, desto mehr ich auf die Fehler anderer schaue &#8211; aber das ist letztlich egal, denn entscheidend ist, es zu durchbrechen). Und das hat natürlich wieder Auswirkung auf meine Pferde, die diese &#8220;negative Energie&#8221; spüren.</p>
<p>Inzwischen gelingt es mir immer öfter, bei anderen wahrzunehmen, was gut ist. Wie toll  viele Leute mit ihren Pferden umgehen, wie viel Liebe da oft ist und dass es Leute gibt, die vieles auch besser können als ich selbst. Und wisst Ihr was? Ich fühle mich so viel besser damit.</p>
<p>Ist es nicht seltsam, dass wir andere oft versuchen klein zu machen, um uns besser zu fühlen (unbewusst natürlich, das macht kaum jemand vorsätzlich), dass aber die Wirkung eine ganz andere ist? Dass man sich nämlich selbst dann noch kleiner und mickriger fühlt?</p>
<p>Probiert mal aus, <strong>ganz gezielt Positives an anderen Pferdeleuten wahrzunehmen</strong> &#8211; und seien es noch so kleine Momente. Spürt mal nach, wie es Euch damit geht und was Ihr mit diesem Fokus in die Welt gebt. Für mich hat sich durch diesen bewussten Wechsel meiner Sicht schon jetzt enorm viel zum Guten geändert &#8211; für mich, für andere und vor allem für meine Pferde.</p>
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		<title>Das Ja als Basis</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 02:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche schrieb ich darüber, dass ich im Zusammensein und vor allem in der Zusammenarbeit mit meinen Pferden ihr Ja möchte und das Thema möchte ich heute gerne noch einmal aufgreifen. Denn je mehr ich über dieses Thema nachdenke, desto bewusster wird mir, welch großen Stellenwert das Ja meiner Pferde inzwischen für mich hat. Tatsächlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/08/19/ja-sagen/" target="_blank">Letzte Woche</a> schrieb ich darüber, dass ich im Zusammensein und vor allem in der Zusammenarbeit mit meinen Pferden ihr Ja möchte und das Thema möchte ich heute gerne noch einmal aufgreifen. Denn je mehr ich über dieses Thema nachdenke, desto bewusster wird mir, welch großen Stellenwert das Ja meiner Pferde inzwischen für mich hat. Tatsächlich ist das Ja meiner Pferde heute für mich die <strong>Basis unserer Zusammenarbeit</strong>.</p>
<p>Anthonys Ja zu mir und unserer Arbeit ermöglichte mir in diesem Sommer z.B. unsere ersten Stoppelfeldausflüge (dazu bitte <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/07/29/lockende-stoppelfelder/" target="_blank">auch hier lesen</a>) &#8211; erst im Schritt, dann auch im Trab und als Krönung mit einem wundervoll ruhigen, gesetzten Galopp, bei dem er jeden Moment ganz bei mir war und zuhörte.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-808" title="ja1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja1.jpg" alt="" width="403" height="299" /></a></p>
<p>Ohne sein Ja zu spüren, hätte ich das so nicht gewagt.</p>
<p>Und das Ja von Aramis ermöglichte uns beiden das Reiten ohne Kopfstück auf dem Stoppelfeld (dazu schrieb ich <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2008/12/03/ein-groses-geschenk/" target="_blank">hier</a> schon mal was).</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-810" title="ja2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja21.jpg" alt="" width="403" height="262" /></a></p>
<p><span id="more-807"></span><br />
Ich freue mich über diese Portion Freiheit, die ich meinen Pferden so bieten kann &#8211; und die sie stolz, zufrieden und selbstbewusst werden lässt.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-811" title="ja3" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/ja3.jpg" alt="" width="403" height="339" /></a></p>
<p>Diese Freiheit wird aber nur durch das Ja möglich, auf das ich immer wieder hinarbeite.</p>
<p>Es wird viel über Sicherheit und Kontrolle im Umgang mit Pferden diskutiert. Aus meiner heutigen Sicht bietet mir das Ja meiner Pferde mehr Sicherheit und &#8220;Kontrolle&#8221; als es alle Hilfsmittel oder alle Unterwerfungsversuche gebracht haben. Nehme ich das Ja meiner Pferde als Basis für unsere Zusammenarbeit, dann habe ich einen exzellenten Gradmesser. Verliere ich ihr Ja, muss ich es mir erst wieder erarbeiten, denn ohne das Ja kommen wir nur wieder in Streits und Kämpfe und ohne das Ja wird der Umgang mit den Pferden unsicherer und gefährlicher.</p>
<p>Das Wichtigste dabei ist für mich diese Erkenntnis:  <strong>Ein Ja kann man nicht erzwingen</strong>. Ein Ja entsteht nicht durch Zügelzug,  Gerteneinsatz oder Sporenhilfen. Ein Ja entsteht durch Verstehen,  Kommunikation, liebevoller Konsequenz und der Bereitschaft, das Pferd in seinem Pferdsein und seiner  Persönlichkeit anzunehmen.</p>
<p>Und aus einem Ja entsteht dann wiederum das Kostbarste  überhaupt: <strong>Vertrauen</strong>.</p>
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		<title>Zu schade &#8230; oder vielleicht auch nicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 02:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erlebe immer wieder Momente mit meinen Pferden, bei denen ich es doch ein bisschen schade finde, dass ich sie mit niemanden außer ihnen teilen kann.
Wenn ich z.B. mit Aramis durch die Wälder streife und wir vollkommen auf einander  eingespielt sind und ich ihm zu 100% vertraue, dann denke ich manchmal: Oh, wenn das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erlebe immer wieder Momente mit meinen Pferden, bei denen ich es doch ein bisschen schade finde, dass ich sie mit niemanden außer ihnen teilen kann.</p>
<p>Wenn ich z.B. mit Aramis durch die Wälder streife und wir vollkommen auf einander  eingespielt sind und ich ihm zu 100% vertraue, dann denke ich manchmal: Oh, wenn das doch nur jemand sehen oder auch so empfinden könnte&#8230; Oder wenn ich die nächste Vertrauensstufe mit Anthony erklimme, denke ich: Ach, wenn doch jemand dabei wäre! Oder wenn mal wieder eine Lektion mit einem von ihnen in wunderbar leichter Perfektion klappt. Oder &#8230;, oder&#8230;</p>
<p>Der zweite Gedanke ist dann allerdings immer der, dass ich das genauso wahrscheinlich nicht erleben würden, wenn denn tatsächlich jemand dabei wäre! Wie heißt es so schön: der Beobachter verändert das Experiment. Und ich weiß ja, wie anders alles oft ist, wenn jemand Fotos macht oder einfach nur zusieht.</p>
<p>Ja, vielleicht sind die schönsten Momente mit unseren Pferden <strong>einfach wirklich nur für uns selbst bestimmt</strong>. Und so ist es, wenn man genau darüber nachdenkt, eigentlich gerade schön, dass man sie mit niemand anderen teilen kann, als mit dem Pferd selbst <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/04/allein.jpg" alt="allein.jpg" /></p>
<p>Oder, was denkt Ihr?</p>
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		<title>Falsche Frage, nächste Frage</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 02:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Pferdewelt hört man immer wieder folgende Frage: &#8220;Warum macht das Pferd (oder meist vielmehr &#8220;der Bock&#8221; oder &#8220;die Ziege&#8221;) das nicht?&#8221; Auch ich selbst habe mir diese Frage an die 30 Jahre lange gestellt.
Neulich, als meine Pferde die wunderschönsten Kringel für mich liefen, anstandslos alle Seitengänge zeigten, punktgenau angaloppierten und wieder durchparierten, kam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Pferdewelt hört man immer wieder folgende Frage: &#8220;Warum macht das Pferd (oder meist vielmehr &#8220;der Bock&#8221; oder &#8220;die Ziege&#8221;) das nicht?&#8221; Auch ich selbst habe mir diese Frage an die 30 Jahre lange gestellt.</p>
<p>Neulich, als meine Pferde die wunderschönsten Kringel für mich liefen, anstandslos alle Seitengänge zeigten, punktgenau angaloppierten und wieder durchparierten, kam mir eine andere Frage in den Sinn: <strong>Warum machen sie das eigentlich?</strong></p>
<p>Und diese Frage war ein richtiger kleiner Erleuchtungsblitz. Mir wurde klar, dass die Frage &#8220;Warum macht mein Pferd xyz nicht?&#8221; mich immer wieder in die falsche Richtung geführt hat. Ich wollte etwas und ärgerte mich, wenn es nicht klappte. Ich ging davon aus, dass ich eine Art Recht auf die Ausführung meiner Forderungen hatte. Meine Frage war immer mehr Vorwurf als alles andere, nach dem Motto: Das Pferd hat das zu tun, Punkt.</p>
<p>Als ich mich nun fragte, warum mein Pferd das eigentlich alles für mich tut, öffneten sich ganze Tore. Mir wurde bewusst, wie viel ich von meinen Pferden erwarte und dass die meisten meiner Erwartungen Menschenerwartungen sind.</p>
<p>Wir Menschen habe klare Vorstellungen davon, was ein Pferd tun soll &#8211; für ein Pferd ist nichts davon klar. Im Gegenteil &#8211; vieles (fast alles?) dürfte einem Pferd zunächst vollkommen seltsam vorkommen, denn von alleine würde es auf vieles gar nicht kommen! Für ein Pferd hat ja eine Reitbahn erst einmal keine besondere Bedeutung; genauso wenig wie Bahnfiguren oder Lektionen, wie Hilfen oder Übergänge usw. usw. Aber da uns klar ist, was getan werden soll, setzen wir diese Klarheit auch bei unseren Pferden voraus. Schließlich sagen wir ihnen ja, was sie tun sollen, nicht wahr? Wir zeigen es ihnen, bringen es ihnen bei und dann hat es bitteschön auch zu funktionieren.</p>
<p>Aber warum eigentlich?</p>
<p>Die Frage danach, warum ein Pferd für uns tut, was es unserer Ansicht nach tun soll, bringt uns zur Frage nach der <strong>Motivation</strong>. Und zur Frage danach, was wir tun können, unserem Pferd es leicht und vor allem möglich zu machen, unsere Forderungen zu erfüllen. Wir können dann versuchen, die ganze Sache mal aus Pferdesicht zu sehen &#8211; und zumindest mir ging es so, dass mir schlagartig klar wurde, was für ein Wunder es ist, dass diese großen, kräftigen Tiere uns nicht einfach den Stinkefinger zeigen.</p>
<p>Wie seht Ihr das?</p>
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		<title>So geht das!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 02:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mit Pferden zu tun hat, hat fast immer auch mit Menschen zu tun. Und meiner Erfahrung nach findet man in der Pferdewelt vor allem zwei Typen von Menschen: unsichere und die, die wissen, &#8220;wo es lang geht&#8221;. Die Menge der unsicheren Pferdemenschen scheint mir deutlich größer zu sein als die der &#8220;Wissenden&#8221; und so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mit Pferden zu tun hat, hat fast immer auch mit Menschen zu tun. Und meiner Erfahrung nach findet man in der Pferdewelt vor allem zwei Typen von Menschen: unsichere und die, die wissen, &#8220;wo es lang geht&#8221;. Die Menge der unsicheren Pferdemenschen scheint mir deutlich größer zu sein als die der &#8220;Wissenden&#8221; und so kommen auf jeden, der weiß wie es geht, viele, die hinterhereifern.</p>
<p>Von anderen Menschen zu lernen, ist etwas Tolles. Vorausgesetzt allerdings, dass das, was es zu lernen gibt, zu einem passt und  einen wirklich weiterbringt. Und genau da steckt der Teufel im Detail: Menschen, die vorgeben zu wissen, wie etwas geht, zeichnen sich relativ selten durch eine Fähigkeit zum Differenzieren aus. Sie haben für sich eine Lösung gefunden und DIE ist dann richtig. Punkt.</p>
<p>Nun haben wir es aber in der Pferdewelt mit Persönlichkeiten zu tun &#8211; auf der Menschen- wie auch auf der Pferdeseite. Und jede Persönlichkeit ist anders. Jeder Mensch und jedes Pferd.</p>
<p>Ich habe für diese Erkenntnisse, die ich hier mal eben in einigen Sätzen niederschreiben kann, viele, viele Jahre gebraucht. Da, wo ich heute stehe, betrachte ich jeden, der vorgibt etwas &#8220;sicher&#8221; zu wissen, skeptisch. Und ich betrachte Leute skeptisch, die von der &#8220;einzig richtigen&#8221; Reitweise oder von &#8220;der ultimativen&#8221; Methode reden. Und Leute, die zu mir sagen: &#8220;Du musst&#8230;&#8221; genauso wie Leute, die weder mich noch mein Pferd kennen, aber die zu wissen vorgeben, was für uns gut und richtig ist.</p>
<p>Das Problem ist, dass man schon eine gewisse Stärke braucht, um sich gegen ein &#8220;So geht das!&#8221; zu behaupten. Gerade wenn man unsicher ist, neigt man dazu, sich besonders kraftvoll vorgetragenen Überzeugungen anzuschließen. Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung kann ich aber auch unsicheren Menschen nur dazu raten, sich nicht dem Erstbesten anzuschließen, der eine Richtung vorgibt. Es gilt, jeden Rat und jeden Vorschlag erst einmal in Ruhe zu überdenken und zu prüfen, ob sich das richtig und gut für einen selbst anfühlt.</p>
<p>Ich habe in der Vergangenheit leider die größten Fehler gemacht, weil ich zu bereitwillig das tat, was mir andere anwiesen. Am meisten habe ich hingegen von Menschen gelernt, die so etwas zu mir sagten: &#8220;Ich weiß es auch nicht sicher, aber vielleicht kannst Du es mal so probieren&#8221;- deren Tipps waren in der Regel immer die besseren!</p>
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		<item>
		<title>Das Elend der Pferde&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 03:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;und der ganzen Welt &#8211; manchmal kann man das Gefühl bekommen, alles läuft falsch. Man sieht ein Horrorvideo im Internet, liest Berichte über Tierquälereien, sieht, wie im Stall ein Pferd verdroschen wird und möchte am liebsten alles hinwerfen. Und was macht man dann? Oft klickt man sich zum nächsten miesen Video durch, liest die nächste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und der ganzen Welt &#8211; manchmal kann man das Gefühl bekommen, alles läuft falsch. Man sieht ein Horrorvideo im Internet, liest Berichte über Tierquälereien, sieht, wie im Stall ein Pferd verdroschen wird und möchte am liebsten alles hinwerfen. Und was macht man dann? Oft klickt man sich zum nächsten miesen Video durch, liest die nächste schlechte Nachricht oder gerät auch noch mit dem eigenen Pferd aneinander, weil man so frustriert ist.</p>
<p>Ein anderer Weg &#8211; und ein für mich sehr viel sinnvollerer &#8211; ist der, sich gut zu überlegen und bewusst zu entscheiden, womit man sich belasten will und womit nicht.</p>
<p>Ich war früher aktiv im Tierschutz und habe mir so ziemlich jede schlimme Nachricht über gequälte Kreaturen gegeben. Mit dem Ergebnis, dass ich fast daran zerbrochen wäre. Heute entscheide ich sehr bewusst, was ich mir anschaue und auch, was ich mir anhöre. Ich muss mir nicht das 100ste Rollkurvideo anschauen oder die verhungerten Pferde, die gerade noch gerettet wurden. Ich muss nicht gezielt bei Youtube nach schlimmen Szenen suchen und ich muss auch nicht auf solche Veranstaltungen gehen, von denen ich weiß, dass dort mit Pferden etwas gemacht wird, was ich für falsch halte. Und ich kann andere freundlich darum bitten, mir nicht die neueste Geschichte über misshandelte Pferde oder Erziehungsmethoden zu erzählen, die schrecklich sind.</p>
<p>Es ist meine Entscheidung &#8211; jedes Mal neu.<br />
<span id="more-650"></span></p>
<p>Wir machen uns viel zu selten bewusst, das sowohl unsere Aufmerksamkeit als auch unsere Energie klar begrenzte Ressourcen sind. Sprich, wenn ich mir Horrorvideos anschaue, gebe ich Energie in das, was dort mit dem Pferd passiert. Ich könnte diese Energie auch darin verwenden, etwas praktisch Gutes für Pferde zu tun.</p>
<p>Für mich war es sehr entscheidend, als ich mir klarmachte, dass von meiner Bestürzung nichts besser wird. Wenn ich aber meine Energie nutze, um aktiv zu werden, vielleicht schon. <strong>Geschockt zu sein, lähmt &#8211; Veränderung aber braucht Aktion</strong>. Und seit ich sehr bewusst darauf achte, mich nicht unnötig mit &#8220;schlimmen Sachen&#8221; zu befassen, kann ich meine Energie deutlich besser nutzen (z.B. für meine Arbeit hier bei &#8220;Wege zum Pferd&#8221; u.ä.).</p>
<p>Und für alle, die sich  nun fragen, was man denn schon groß tun kann, weil man doch eh nicht viel ausrichten kann, habe ich auch gleich eine Antwort: Als ersten Schritt kann ich damit beginnen, eine Liste zu machen von Dingen, die ich tun kann, wie z.B.:</p>
<ul>
<li>Bei mir selbst anfangen.</li>
<li>Immer wieder bereit sein, etwas dazu zu lernen.</li>
<li>Fragen stellen, wenn mir etwas nicht klar ist oder ich kein gutes Gefühl habe.</li>
<li>Nein sagen, wenn ich etwas tun soll, was mir falsch erscheint.</li>
<li>Helfen, wenn mich jemand darum bittet.</li>
<li>Positive Beispiele verbreiten.</li>
<li>Neue Wege einschlagen.</li>
<li>Es ansprechen, wenn Schlimmes passiert und Alternativen aufzeigen, anstatt nur zuzuschauen.</li>
<li>In Diskussionen den Fokus auf das legen, was wir besser machen können.</li>
<li>Wahrnehmen, was alles gut läuft und darüber mit anderen reden.</li>
<li>Mich immer wieder an meinem eigenen Pferd freuen und hier meinen Fokus auf das legen, was schön ist.</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Was fällt Euch noch ein?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>So kurz?</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/02/25/so-kurz/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 02:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mich mit meinen Pferden arbeiten sieht, dem wird auffallen, dass meine Einheiten oft sehr kurz sind.
Früher waren meine Reiteinheiten durchaus eine Stunde lang und Longeneinheiten auch schon mal über 30 min. Ich hatte damals immer eine Uhr bei mir, damit ich auch &#8220;lange genug arbeite&#8221;, weil ich glaubte, dass das wichtig seit. Heute mache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mich mit meinen Pferden arbeiten sieht, dem wird auffallen, dass meine Einheiten oft sehr kurz sind.</p>
<p>Früher waren meine Reiteinheiten durchaus eine Stunde lang und Longeneinheiten auch schon mal über 30 min. Ich hatte damals immer eine Uhr bei mir, damit ich auch &#8220;lange genug arbeite&#8221;, weil ich glaubte, dass das wichtig seit. Heute mache ich fast immer deutlich eher Schluss. Reiteinheiten in der Bahn überschreiten selten eine halbe Stunde, eher liegen sie bei 20 min. Beim Longieren höre ich spätestens nach 20 min. auf und bei der Freiarbeit kann es manchmal auch nach wenigen Minuten sei.</p>
<p>Ich habe mir nicht ausdrücklich vorgenommen, kürzer zu arbeiten, sondern das hat sich aus dem Miteinander mit meinen Pferden so ergeben. Es gibt zwei Gründe für mich mit der Arbeit aufzuhören bzw. etwas anderes zu machen:</p>
<ul>
<li><strong>Mein Pferd macht alles, was ich will -</strong> Wenn in einer Reit-, Longen- oder Bodenarbeitseinheit mein Pferd alles macht, was ich möchte, wenn es also brav allen Hilfen folgt und eifrig meine Wünsche erfüllt, gibt es für mich keinen Grund, mehr zu fordern. Im Gegenteil: dieses Engagement belohne ich nicht nur mit einem Keks und viel Lob, sondern auch damit, dass die Einheit dann eben ggf. auch sehr schnell beendet ist. Was kann ich mehr wünschen, als ein eifriges Pferd? Und diesen Eifer bewahre ich mir, indem ich eine solch tolle Leistung nicht ausnutze und immer noch mehr fordere, sondern einfach nur zufrieden bin und meinem Pferd das auch zeige!</li>
<li><strong>Die Konzentration bzw. die Lust meines Pferdes lässt nach -</strong> In der Freiarbeit wird sehr schnell deutlich, wenn ein Pferd keine Lust mehr hat oder wenn es abgelenkt ist &#8211; in diesem Fall kann man nämlich als Mensch nicht mehr allzu viel machen. Diese Arbeit hat mich wie keine andere aufmerksam werden lassen, inwieweit meine Pferde noch bei der Sache sind. Auch die Ausbildung von Anthony hat mich in dieser Hinsicht geschult, denn seine Konzentrationsfähigkeit war natürlich zu Beginn nur sehr gering. Und so ist es inzwischen für mich ganz natürlich darauf zu achten, ob meine Pferde noch gut bei der Sache sind oder ob sie sich langsam verabschieden. Ich reagiere möglichst bevor das passiert.</li>
</ul>
<p>Kurze Arbeitseinheiten haben sich für mich auf ganzer Linie bewährt. Ich habe bisher noch keinen Nachteil, sondern nur Vorteile davon gefunden. Nicht einmal was den Muskelaufbau angeht, scheinen die kurzen Einheiten zu schaden, denn ich werde immer wieder auf die gute Muskulatur meiner Pferde angesprochen. Das Fazit lautet für mich also ganz klar: <strong>Weniger ist mehr! </strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lehrreiche Wochen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 02:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach meinen Pferden bin nun auch ich umgezogen. So ein Umzug ist anstrengend, stressig und kräftezehrend. Und er kann ausgesprochen lehrreich sein, wenn man einen guten Lehrer hat!  
Ich habe hier in meinem Blog schon öfters darüber geschrieben, dass es wenig Sinn macht, unter Zeitdruck mit seinem Pferd arbeiten zu wollen und wie wichtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinen Pferden bin nun auch ich umgezogen. So ein Umzug ist anstrengend, stressig und kräftezehrend. Und er kann ausgesprochen lehrreich sein, wenn man einen guten Lehrer hat! <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich habe hier in meinem Blog schon öfters darüber geschrieben, dass es wenig Sinn macht, unter Zeitdruck mit seinem Pferd arbeiten zu wollen und wie wichtig es ist, die eigenen Stimmungen zu reflektieren. Tja, und dann kommt der Alltag mit seinen Herausforderungen (wie z.B. ein Umzug) und man ist gestresst und man hat Zeitdruck und einem fehlt die Kraft zur Reflexion &#8211; und schwups findet man sich in Situationen wieder, die man doch eigentlich vermeiden wollte. In Situationen, in denen man genervt und ungeduldig ist und droht, unfair zu werden.</p>
<p>Mir ist es in den letzten Woche einige Male so gegangen. Ich hatte wenig Zeit und noch weniger Kraft, aber dennoch den Anspruch, etwas mit den Jungs zu machen. Aramis, mein Stress-Seizmograph, reagiert da immer sehr zuverlässig: je gestresster ich bin, desto zäher wird er. Je genervter ich reagiere, desto büffliger wird er.</p>
<p>Aber &#8211; und das ist neu und deshalb ist es mir einen Blogbeitrag wert: im Gegensatz zu früher, kann ich diesen Mechanismus inzwischen sehen und darauf reagieren! Sprich: ich kann durch sein Verhalten mein eigenes erkennen und dann die automatischen Mechanismen unterbrechen. D.h., ich habe es in diesen Wochen immer wieder geschafft, mich selbst zu korrigieren, bevor ich fies und ungerecht zu meinem Pferd geworden bin.</p>
<p>Diese Reflektion war anstrengend und ich habe manches Mal geflucht, wenn Aramis mir mal wieder eine Lektion erteilt hat, denn alles wäre doch so einfach gewesen, wenn er nur ein bisschen kooperativer gewesen wäre, nicht wahr? Ich meine, er kennt mich doch auch und wenn er schon merkt, dass ich genervt bin, könnte er doch einfach mal mitmachen, oder? Und genau, wenn ich in diese Richtung dachte, wurde Aramis&#8217; Lektion für mich noch deutlicher, dann verweigerte er sich noch mehr und ließ mich mit meinem Hadern und mit meinem &#8220;Warum kann er nur nicht&#8230;&#8221; im Regen stehen.</p>
<p>Einen guten Lehrer macht aus, dass er richtiges Verhalten sofort bestätigt und mein Pferd ist ein guter Lehrer. Wenn es mir gelang, meinen Stress loszulassen, mein Genervtsein abzulegen und den Druck herauszunehmen, den ich mir, ihm und der Welt machte, hatte ich sofort ein fein reagierendes Pferd, das zu allem bereit war. Aber nur dann.</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schnute.jpg" alt="schnute.jpg" /></p>
<p>Wenn wir bereit sind, zuzuhören, sind unsere Pferde einfach die besten Lehrer überhaupt!</p>
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		<title>Expertin in allen Feldern?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 02:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsicht &#8211; der folgende Blogbeitrag kann Euer Leben etwas ungemütlicher machen. Also nicht unbedingt weiterlesen, wenn Ihr gerade eh schon genug um die Ohren habt und keine zusätzlichen Baustellen in Eurem Leben braucht!
Ihr lest weiter? Gut, dann seid Ihr mir in dieser Hinsicht ähnlich, denn auch ich entscheide mich immer wieder dazu, mich auch mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorsicht &#8211; der folgende Blogbeitrag kann Euer Leben etwas ungemütlicher machen. Also nicht unbedingt weiterlesen, wenn Ihr gerade eh schon genug um die Ohren habt und keine zusätzlichen Baustellen in Eurem Leben braucht!</p>
<p>Ihr lest weiter? Gut, dann seid Ihr mir in dieser Hinsicht ähnlich, denn auch ich entscheide mich immer wieder dazu, mich auch mit unbequemen Dingen zu befassen, wenn es um meine Pferde geht. Und genau deshalb habe ich diesen Beitrag geschrieben &#8211; aus einer Art Frust heraus, aber gleichzeitig auch, um Euch Mut zu machen. Aber&#8230;, der Reihe nach.</p>
<p>Zuerst eine Frage: Wie viele Experten lasst Ihr an Eure Pferde? Ich nehme an, mindestens einen Tierarzt und einen Hufmenschen. Manche sicher auch Physiotherapeuten und Sattler. Viele auch Bereiter und Ausbilder. Egal, wie viele Experten es sind, wir alle erhoffen uns, dass diese Menschen wissen, was sie tun und unserem Pferd nicht nur nicht schaden, sondern guttun.</p>
<p>Nur, wie sicher können wir uns da sein?<br />
<span id="more-545"></span></p>
<p>Ich stelle immer wieder fest, dass allein, um ansatzweise beurteilen zu können, ob das, was Experten da mit meinem Pferd machen, gut ist oder ob deren Vorschläge sinnvoll sind, ich ein gewisses Grundwissen brauche. Und wenn ich auch noch halbwegs schlaue Fragen stellen will, muss ich noch mehr Ahnung haben, denn gute Fragen kann nur jemand stellen, der schon ein bisschen etwas über ein Thema weiß. Tja, und das bringt mich immer wieder in ein Dilemma, nämlich das, die Zeit und Energie aufzubringen, die es kostet, mich immer wieder mit neuen Themen zu befassen. Und das &#8211; wenn möglich &#8211; nicht nur allzu oberflächlich, sondern im Grunde so intensiv, wie es mir möglich ist.</p>
<p>An manchen Tagen hadere ich sehr damit und schimpfe auf die &#8220;sogenannten Experten&#8221;, dann für alle nur als &#8220;Pfuscher&#8221; erscheinen (ich überzeichne, aber ich denke, Ihr wisst, was ich meine). An anderen Tagen hingegen bin ich sehr dankbar dafür, auf diese Weise immer wieder meinen Horizont zu erweitern und ständig zuzulernen. An solchen Tagen sehe ich, dass auch Experten nur Menschen sind und kann ihnen verzeihen, dass auch sie Fehler machen. An diesen Tagen ist mir klar, dass ich zwar Aufgaben, wie z.B. die Hufpflege, die Sattelanpassung oder eine medizinische Behandlung abgegeben kann, nicht aber aber meine <strong>Verantwortung</strong> für mein Pferd. Die habe ich immer.</p>
<p>Ich schätze, dass mich nun so mancher Fachmensch für diesen Beitrag lynchen möchte, denn Pferdebesitzer mit Halbwissen sind meist ziemlich anstrengend. Aber leider ist es meiner Erfahrung nach nötig, sich dieses (Halb)Wissen anzueignen und eben in der Folge dann auch unbequem zu sein, eben weil es unter den Experten solche und solche gibt und weil es überall verschiedene Wege und unterschiedliche Methoden gibt und ich nur mit einem Basiswissen ausgestattet entscheiden kann. Die letztliche Entscheidung liegt ja immer bei mir als Eigentümerin des Pferdes. Natürlich kann ich selbst dann, wenn ich mir Wissen aneigne, keinen der Experten ersetzen (das ist auch gar nicht mein Ziel), aber ich kann dann wenigstens meiner Verantwortung für mein Pferd etwas besser nachkommen bei dem Versuch, die <strong>richtigen</strong> Entscheidungen zu treffen. Und so lautet die Antwort auf meine in der Überschrift zu diesem Beitrag gestellte Frage: Ja, ein bisschen muss ich mich wohl wirklich zum Experten in allen Feldern entwickeln.</p>
<p>Oder seht Ihr das anders?</p>
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		<title>Nur nicht den Humor verlieren</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 02:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Umgang mit Pferden wollen die meisten von uns alles richtig machen. Das ist verständlich, aber oft hinderlich, denn wir wollen das oft so sehr, dass wir darüber sehr schnell ziemlich verbissen werden können. Und dann verlieren wir etwas ganz Wichtiges: unseren Humor. Das ist mir zumindest bei mir selbst aufgefallen.
Wenn ich so an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Umgang mit Pferden wollen die meisten von uns alles richtig machen. Das ist verständlich, aber oft hinderlich, denn wir wollen das oft so sehr, dass wir darüber sehr schnell ziemlich verbissen werden können. Und dann verlieren wir etwas ganz Wichtiges: unseren Humor. Das ist mir zumindest bei mir selbst aufgefallen.</p>
<p>Wenn ich so an die ersten zwei Jahre mit meinem Jungpferd Anthony denke, dann kann ich im Nachhinein erkennen, wie verbiestert ich leider oft war. Klappte was nicht, war ich frustriert, ging etwas schief, war das fast schon eine Katastrophe&#8230;Inzwischen habe ich mir da eine ganz andere Lockerheit angeeignet. Wenn was nicht klappt, dann ist es halt so und bei den meisten Sachen, die schief gehen, kann ich herzlich lachen. Und so ist unser drittes gemeinsames Jahr durch viel mehr Spaß und freudigem Miteinander geprägt als durch meinen (Über)Anspruch auch ja alles richtig zu machen.</p>
<p>Die Fortschritte, die wir &#8211; trotz aller Fehler! &#8211; gemacht haben sind enorm: Ich habe inzwischen ein motiviertes, freundliches Pferdchen, das schon richtig viel kann. Das macht mich stolz, aber lässt so manchen meiner Ausraster in der Vergangenheit (ob emotional oder real)  allerdings noch abstruser und vor allem unnötiger erscheinen.</p>
<p>Die Angst davor, etwas falsch zu machen, saß mir die erste Zeit regelrecht im Nacken. Die Angst einen Fehler zu machen, der mit ein &#8220;Problempferd&#8221; bescheren würde. Die Angst, etwas so falsch zu machen, dass es nicht mehr wieder gutzumachen wäre. In der Rückschau sind mir die größten Fehler aber <strong>genau aus dieser Angst heraus</strong> passiert! All die vielen kleinen Fehler, die ich gemacht habe, waren nie wirklich schlimm gewesen. Schlimm war aber die Ungerechtigkeit, mit der ich immer wieder reagiert habe, wenn ich fürchtete, dass etwas schief ging.</p>
<p>Angst ist ein schlechter Ratgeber im Umgang mit Pferden &#8211; ob es nun die Angst vor dem Pferd ist oder eben auch die Angst davor Fehler zu machen. Humor hingegen ist mir zu einem exzellenten Co-Trainer geworden. Je schneller ich in einer blöden Situation oder bei einem Fehler lachen kann, desto schneller löst sich meistens alles in Wohlgefallen auf.</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2009/09/humor2.jpg" alt="humor2.jpg" /></p>
<p>Und mal ganz ehrlich: viele Pferde haben einen ganz fantastischen Humor! Wir müssen nur locker genug sein, ihn wahrzunehmen.</p>
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