Tanias Hafi-Blog : Kategorie ‘Gesundheit‘

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Ein Tipp für die 1. Hilfe: Keine Papiertaschentücher in Wunden!

Vor einiger Zeit habe ich mal einen 1.-Hilfe-Kurs für Pferde besucht. Eine gute Sache, so ein Kurs und ich kann es jedem nur empfehlen! Falls so etwas bei Euch nicht angeboten wird, kann man das auch gut organisieren – einfach mal einen Tierarzt oder ein Tierärztin nach Möglichkeiten ansprechen.

Mitgebracht habe ich Euch heute daraus einen Tipp, der mir so bisher tatsächlich nicht bewusst war, wenngleich man mit etwas Nachdenken von selbst drauf kommen kann:

Und zwar darf man keine Papiertaschentücher auf Wunden legen! Die lösen sich nämlich auf und die Fusseln bekommt man nicht mehr aus der Wunde.

Wenn z.B. ein Druckverband nötig ist und man keine Kompressen hat, die dafür natürlich besser geeignet sind, sondern nur eine Packung Taschentücher, sollte man immer die ganze Packung (also mit dem Plastik drumherum) nutzen und diese auf die Wunde legen, aber nie die Taschentücher selbst.

Auf dass Ihr diesen Tipp nie braucht!

24. Juni 2010 von Tania • Kategorie: Gesundheit 4 Kommentare »

Effektives Hinterhandtraining leicht gemacht

Aramis hat es leider immer mal wieder im Kreuz. Seine Hinterhand ist eh seine Schwachstelle, aber er scheint sich im Spiel dann auch regelmäßig zu überschätzen, so dass es ihm dann im Rücken zwackt. Also ist meine Osteopathin schon Dauergast bei uns …

Nun gibt es eine Übung, die ich eigentlich immer wieder mit ihm machen soll und das ist diese: ich soll ihn an einem Hang ganz langsam bergauf und bergab führen. Das mit dem “langsam” ist dabei gar nicht so einfach, denn am Hang zu klettern ist ja anstrengend und wie auch wir Menschen bringt es deshalb ein Pferd ebenfalls gerne schnell hinter sich.

Mir fiel da aber etwas Schlaues ein: Was passiert, wenn ich mein Pferd nicht am Hang führe, sondern ihn grasen lasse? Genau das, was ich mir erhofft hatte: er bewegt sich vorbildlich langsam sowohl bergauf als auch bergab:

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Man kann richtig sehen, wie die Muskeln arbeiten – besser bekomme ich das geführt nie und nimmer hin! :-)

6. Mai 2010 von Tania • Kategorie: Gesundheit 11 Kommentare »

Pfundskerle – oder: Die Jungs haben Idealgewicht

Das Gewicht meiner Pferde ist immer wieder ein Thema für mich, seitdem mir klar geworden ist, wie gefährlich Übergewicht sein kann. Nun ist ja das Wiegen eines Pferdes nicht ganz so einfach. Hängerfahrten zur nächsten Großwaage sind meist aufwändig und auch nicht wirklich genau. Gut, dass sich da findige Leute eine mobile Pferdewaage ausgedacht haben.

Ich hatte Aramis 2003 schon einmal von denen wiegen lassen und war damals höchst erstaunt gewesen. Ich hatte mich um 100 Kilo verschätzt – Aramis brachte damals 604 Kilo auf die Waage. Seine Figur hatte sich nun mehrfach ziemlich verändert – einmal durch das deutlich größeres Gelände, das uns nach meinem Umzug zur Verfügung stand und Aramis ordentlich Muskeln bescherte, aber auch durch eine teilweise zu üppige Fütterung. 2007 standen wir knapp vor einer Hufrehe und danach war strikte Diät angesagt. Seit zwei Jahren habe ich nun immer mit Argusaugen auf sein Gewicht geachtet, war aber doch vom reinen Augenmaß her oft ziemlich unsicher – manchmal wirkt er wieder zu dick, dann wieder zu dünn…

Und was Anthony Gewicht angeht, habe ich ihn immer im Vergleich zu Aramis eingeschätzt. Aber es sind schon auch ziemliche Unterschiede in der Verteilung, so dass ein Vergleich nicht so einfach ist und ich eigentlich auch nicht so recht wusste, ob er nun ok so ist oder auch ein etwas zu viel drauf hat.

Also habe ich die Jungs nun endlich wiegen lassen.

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10. September 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 5 Kommentare »

Klangwelten oder: Schon mal Ihr Pferd angehört?

Ich habe vor einiger Zeit einen 1-Hilfe-Kurs für Pferde besucht. Ganz abgesehen davon, dass so etwas grundsätzlich sehr sinnvoll ist, so habe ich dort regelrecht eine neue Welt entdeckt.

In diesem Kurs durfte ich mit einem Stethoskop ein Pferd abhören. Und das war tatsächlich wie das Eintauchen in eine andere Welt. In eine Klangwelt, die mir bisher komplett verschlossen war. Einmal ein Pferdeherz schlagen zu hören – das ist einfach unglaublich. Und all die unterschiedlichen Darmgeräusche zu hören, dieses Gluckern und Glucksen – das war absolut faszinierend. Hat ein bisschen was von Tauchen :-) .

Ich habe mir postwendend nach dem Kurs ein Stethoskop zugelegt. Und das nicht nur aus reiner Faszination heraus, sondern auch, weil es sehr sinnvoll ist, sich mal mit den Geräuschen zu befassen, die normalerweise in einem Pferd zu hören sind. Dann nämlich kann man Fehlentwicklungen viel besser erkennen, was besonders bei Koliksymptomen hilfreich ist.

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Ich hätte nie gedacht, das Stethoskope so erschwinglich sind, schon für unter 20,- EUR kann man ein vollkommen ausreichendes Modell kaufen. Für mich waren Stethoskope immer etwas, was nur Ärzte haben. Inzwischen würde ich sagen, so ein Stethoskop gehört eigentlich in jeden Stall.

23. Juli 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 2 Kommentare »

Ob jung, ob alt: Regelmäßig Zähne machen lassen!

Im letzten Frühjahr schrieb ich voller Enthusiasmus einen Blogbeitrag zum Thema Zähne. Damals hatte ich erkannt, wie wichtig es ist, einen Zahnspezialisten zu holen. Und damals schrieb ich aber auch, dass ich mich als Zahnarztphobikerin naturgemäß schwer mit dem Thema tue. Nun habe ich leider noch eine Lektion erhalten…

Während ich Aramis nun regelmäßig korrigieren ließ, dachte ich mir bei meinem Youngster Anthony, dass so ein Jungpferd ja wohl noch keine großen Zahnprobleme haben kann. Und genau damit habe ich mich gewaltig geirrt.

Anthonys Zähne wurden bisher einmal, relativ bald nachdem ich ihn bekam, angeschaut. Anlass waren die Wolfszähne gewesen, die gezogen werden mussten. Die Untersuchung brachte zu diesem Zeitpunkt keine Haken o.ä. und damit ließ ich die Sache dann ruhen. Einen Anlass, den Kleinen auch dem speziellen Zahnarzt vorzustellen, sah ich nicht – bis er nun für Aramis eh wiederkam und ich da nun gleich beide Pferde begutachten ließ.

Das Ergebnis der Untersuchung war ziemlich erschreckend: Anthony hatte auf beiden Seiten scharfe Haken. Die Schleimhaut des Mauls war auf beiden Seiten verletzt, rechts deutlich schlimmer als links. Mir wurde auch gesagt, dass solche scharfen Haken gerade bei Jungpferden typisch seien und es wird empfohlen gerade Jungpferde zweimal im Jahr korrigieren zu lassen! Wie ich mich dabei fühlte, als ich das erfuhr, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen…
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7. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 5 Kommentare »

Noch mal gut gegangen…

Babette hat in ihrem letzten Blogbeitrag das wichtige Thema “Hufrehe” angesprochen. Leider habe ich auch damit inzwischen Erfahrungen gesammelt. Ich möchte hier ein bisschen darüber schreiben, vielleicht kann auch dieser Beitrag etwas dazu tun, dass die Sache manch einem Pferd erspart bleibt.

Aramis hatte im Jahr 2006 ziemlich zugenommen und über den Winter ins Jahr 2007 hatten wir nicht wirklich darauf geachtet, dass er abspeckt. So ging er die Weidezeit 2007 mit einer ganz schönen Portion Übergewicht an. In diesem Frühjahr hatte ich außerdem beide Pferde gegen Haarlinge behandelt, was eine Belastung des Stoffwechsels durch Gifte bedeutete. Zusätzlich fütterte ich ein Zusatzfutter, das mir empfohlen worden war. Zu alledem kamen noch extreme Wetterverhältnisse. Als Krönung des Ganzen ließ ich ausgerechnet in diesem Jahr meine sonst so große Vorsicht bezüglich eines langsamen Anweidens etwas außer Acht und beschleunigte deutlich schneller als all die Jahre zuvor und durch eine Unterbrechung des Anweidens auf der Koppel und Zufüttern von geschnittenem Gras verloren wir für drei Tage den Überblick über die tatsächlich zugefütterte Menge Gras.

Welcher dieser Faktoren letztlich auslösend war, sei dahingestellt – ich vermute, dass es eine Kombination aus allem war. Wenn ich im Nachhinein diese Aufzählung lese, kann ich nur den Kopf über mich schütteln – aber das nützt ja heute auch nichts mehr.
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2. April 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 5 Kommentare »

Augenverletzungen immer ernst nehmen!

Mitte letzter Woche fand ich Aramis am Morgen mit einem dicken Auge. Das obere Lid und der Teil darüber waren stark geschwollen, aber das Auge war noch offen. So sah es zwar schon dick aus, aber auch noch nicht so beängstigend. Ich konnte jedenfalls keine Verletzung sehen.

Einen Moment lang überlegte ich, ob ich vielleicht erst einmal abwarten soll und die Tierärztin erst rufe, wenn es am nächsten Tag noch nicht besser ist. Ich rief kurz Babette an (immer gut, wenn man jemanden hat, mit dem man sich beratschlagen kann) und sie empfahl mir, auf jeden Fall die Ärztin zu rufen, denn: mit Augenverletzungen ist nicht zu spaßen.

Was ich nämlich bisher nicht wusste: dass man Verletzungen der Hornhaut oder gar der so genannten Aderhaut nicht zwingend mit bloßem Auge sehen kann. Solche Verletzungen kann oft nur ein Tierarzt erkennen. Unbehandelt können solche Verletzungen im schlimmsten Fall zur Erblindung des Auges führen. Deshalb lieber einmal zu viel den Arzt rufen als einmal zu wenig – und auf keinen Fall irgendwelche alten Augensalben benutzen, die man noch rumliegen hat.

Bei uns sah die Sache erfreulicherweise gut aus. Die Tierärztin konnte weder eine Verletzung der Hornhaut noch der Aderhaut erkennen. Es gab eine abschwellende Spritze, Traumeel und eine Augensalbe und schon am nächsten Tag sah das Auge deutlich besser aus.

30. Januar 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 1 Kommentar »

Gewicht-Kontrolle

Ich habe den Jahresstart dafür genutzt, einmal wieder ein Kontrollfoto über das Gewicht meiner Jungs zu machen. Darüber, dass ich Aramis, nachdem er im Sommer 2007 fast eine Hufrehe bekommen hatte, hatte ich hier im Blog ja schon einmal berichtet. Nun geht es darum, dauerhaft für ein gesundes Gewicht zu sorgen und regelmäßige Gewicht-Kontroll-Fotos helfen mir dabei, einen einigermaßen neutrale Einschätzung zu bekommen.

Ich finde es nämlich ziemlich schwierig, im Alltag das Gewicht meiner Pferde richtig einzuschätzen. An einem Tag erscheinen sie mir schon wieder zu dick, an einem anderen habe ich das Bedürfnis, ihnen schnell eine Extra-Portion Futter zuzustecken. Am liebsten würde ich sie öfter mal wiegen lassen, aber der Aufwand, eine Pferdewaage zu organisieren, ist ja doch recht hoch. Und so helfen mir Fotos dabei, mit etwas Abstand auf die Figur meiner Jungs zu schauen.
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14. Januar 2009 von Tania • Kategorie: Gesundheit 4 Kommentare »

Die Geschichte einer Diät

Über den Winter 2006/07 hatte mein Großer stark an Gewicht zugelegt. Da das ein schleppender Prozess war und er seine Kilos sehr geschickt verteilt hatte, habe ich das nicht wirklich gemerkt. Klar, er war nicht gerade schlank, aber als Hafi vom alten Schlag sah er in meinen Augen immer noch gut aus.

Leider bekam ich dann im Mai 07 die Quittung: Beim Anweiden schrammten wir haarscharf an einer Hufrehe vorbei. Das war sicher zum einen der chaotischen Witterung in diesem Jahr geschuldet, aber ganz klar auch dem massiven Übergewicht.

Nach der Fast-Rehe gab es als Sofortmaßnahme eine Notfalldiät, dann bekam er wieder etwas mehr. Im August wagte ich dann sogar noch einmal das Anweiden und es ging gut. Wir haben nach der Weidezeit dann sehr gründlich auf die Futtermenge geachtet, so dass er aus diesem Winter rank und schlank kommt und ich guter Hoffnung bin, dass das Anweiden in diesem Jahr besser verläuft.

Ich habe die Gewichtsabnahme mal dokumentiert – ist schon faszinierend zu sehen, wie stark er sich verändert hat:
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30. April 2008 von Tania • Kategorie: Gesundheit 2 Kommentare »

Die Sache mit den Zähnen

zaehne.jpgIch als Zahnarztphobikerin tue mich wirklich alles andere als leicht damit, die Zähne meiner Pferde machen zu lassen.

Aber – watt mutt, datt mutt. Nachdem Aramis im Winter häufig nach dem Fressen seltsame Zungenspiele veranstaltete, rief ich also den Tierarzt. Es waren Haken da, die wurden weggeraspelt.

So weit, so gut. Dann hatte ich vor kurzem eine Osteopathin da, die meinen Großen gründlich durchcheckte und für eine böse Überraschung sorgte.
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21. März 2008 von Tania • Kategorie: Gesundheit 4 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.