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	<title>Tanias Hafi-Blog &#187; Longieren</title>
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	<description>Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger.  HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 02:48:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das leidige Thema &#8220;Ablongieren&#8221;</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/05/19/das-leidige-thema-ablongieren/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 02:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Dann longier ihn halt ab!&#8221; - das wurde mir früher geraten, wenn mein Pferd lustig drauf war. Dieses Ablongieren bestand dann darin, das Pferd an die Longe zu nehmen und so lange im Kreis rasen zu lassen, bis es &#8220;sich beruhigt&#8221; hatte. Eine Praxis, die man überall immer wieder sehen kann. Mich hatte der Rat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Dann longier ihn halt ab!&#8221; </em>- das wurde mir früher geraten, wenn mein Pferd lustig drauf war. Dieses Ablongieren bestand dann darin, das Pferd an die Longe zu nehmen und so lange im Kreis rasen zu lassen, bis es &#8220;sich beruhigt&#8221; hatte. Eine Praxis, die man überall immer wieder sehen kann.</p>
<p>Mich hatte der Rat schon damals nicht überzeugt.</p>
<ul>
<li>Erstens hing ich ungerne an einer Longe, an dessen anderem Ende ein Pferd wie blöde zog und raste.</li>
<li>Zweitens schien mir diese Praxis alles andere als gesundheitsfördernd für das Pferd zu sein.</li>
<li>Und drittens fragte ich mich, ob ich auf diese Weise meinem Pferd nicht eine enorme Kondition antrainieren würde, von der ich mir nicht sicher war, ob ich diese dann in Zukunft händeln könnte.</li>
</ul>
<p>Ich habe mich also schon damals gegen diesen Rat entschieden. Jetzt, mit dem Wissen über die <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/10/23/grundwissen-uber-anatomie-und-biomechanik-teil-7-die-sache-mit-dem-kreis/" target="_blank">biomechanischen Zusammenhänge</a> und das was <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/06/15/die-arbeit-nach-unserem-longenkurs/" target="_blank">gutes Longieren</a> ausmacht (s. auch unseren <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php" target="_blank">Longenkurs</a>), kann ich nur noch dringend vom herkömmlichen Ablongieren abraten. Ihr gefährdet damit nicht nur die Gesundheit Eurer Pferdes, sondern Ihr sabotiert auch noch jeden Ansatz von sinnvoller gymnastizierender Arbeit. Und nein, der Griff zu Ausbindern oder Dreieckszügeln macht die Sache leider auch nicht besser. Ganz im Gegenteil: durch die Hilfszügel erfährt das Pferd beim Toben auch noch erhebliche Schmerzen und wird auf diese Weise sowohl mit dem Gebiss als auch mit dem &#8220;Longieren&#8221; Negatives verbinden.</p>
<p>Was aber tut man nun, wenn ein Pferd offensichtlich zu viel Energie hat und man diese Energie nicht unbedingt vom Sattel aus ausgelebt sehen will? Dazu habe ich einige Tipps zusammengestellt.</p>
<p><span id="more-1235"></span></p>
<p><strong>Tipp 1: Haltung überprüfen</strong></p>
<p>Als Erstes würde ich mir Gedanken über die Haltung machen:</p>
<ul>
<li>Hat mein Pferd ausreichend Bewegung?</li>
<li>Wirklich?</li>
</ul>
<p>Ein paar Stunden auf einem Paddock reichen für kein Pferd aus. Pferde sind Bewegungstiere und sollten die Möglichkeit haben, sich am besten rund um die Uhr frei bewegen zu können. Auch sollte jedes Pferd Kontakt zu anderen Pferden haben, um seinen Spieltrieb ausleben zu können. Gerade bei &#8220;heißen&#8221; Rassen sind ausreichend Bewegungsmöglichkeiten ein Muss. Stimmen die Haltungsbedingungen grundsätzlich nicht, bleibt alles ein Herumdoktern an Symptomen.</p>
<p><strong>Tipp 2: Fütterung überprüfen</strong></p>
<p>Zweitens wäre die Fütterung zu überprüfen:</p>
<ul>
<li>Bekommt das Pferd vielleicht über das Futter zu viel Energie, die es gar nicht ausleben kann?</li>
</ul>
<p>Viele Pferde bekommen große Portionen Kraftfutter, ohne dass sie entsprechend gearbeitet werden. Der dadurch aufgebaute Energieüberfluss entlädt sich dann oft unkontrollierbar.</p>
<p>Notwendig sind ausreichende Raufuttergaben (ohne die es übrigens schnell zu gesundheitlichen Problemen kommen kann, die sich in so genannten &#8220;Widersetzlichkeiten&#8221; äußern &#8211; Pferde mit Magenschwüren können z.B. durchaus &#8211; und verständlicherweise &#8211; ungnädig reagieren), aber beim Kraftfutter ist weniger oft mehr.</p>
<p><strong>Tipp 3: Eigene Ausstrahlung überprüfen</strong></p>
<p>Drittens würde ich meine eigene Ausstrahlung überprüfen:</p>
<ul>
<li>Mit wie viel eigener Anspannung komme ich zum Pferd?</li>
<li> Wie viel Druck ist in mir, der sich aufs Pferd überträgt?</li>
<li>Wie kann ich selbst mehr innere Ruhe und Gelassenheit entwickeln, die dann auch auf mein Pferd ausstrahlt?</li>
</ul>
<p>Wenn ich selbst unter Dampf stehe, muss ich mich nicht wundern, wenn es auch mein Pferd ist. Hier gilt es, erst einmal an meiner eigenen inneren Gelassenheit zu arbeiten, bevor ich von meinem Pferd Ruhe und Entspannung fordere.</p>
<p><strong>Tipp 4: Arbeit überprüfe</strong>n</p>
<p>Viertens ist die Art der Arbeit zu überprüfen:</p>
<ul>
<li>Hat mein Pferd Freude an dem, was ich mit ihm mache oder fürchtet es vielleicht Stress, Druck oder gar Schmerzen?</li>
</ul>
<p>Ein Pferd, dass die kommende Arbeit fürchtet, kann versuchen, sich seiner Angst und den unguten Erwartungen durch Bewegung zu entledigen. Hier sind zum einen gesundheitliche Probleme auszuschließen und die Ausrüstung ist zu überprüfen (ein nicht passender Sattel bringt viele Pferde zum Rennen und Buckeln). Und hier ist auch die Art der Arbeit zu prüfen:</p>
<ul>
<li>Kann das Pferd leisten, was verlangt wird oder ist es überfordert?</li>
<li>Versteht es, was man von ihm will oder muss man noch einmal neu ansetzen?</li>
<li>Ist die Arbeit abwechslungsreich und interessant für das Pferd?</li>
</ul>
<p><strong>Fazit: Ablongieren ist aus meiner Sicht die schlechteste aller Lösungen</strong></p>
<p>Bewegungsdrang und Energie gehören zum Pferdsein dazu. Es gilt, dass diese auf eine pferdegerechte Art ausgelebt werden können. Ein Ablongieren gehört ganz sicher nicht dazu.</p>
<p>Wenn ich merke, dass meine Pferde &#8220;gut drauf&#8221; sind, lasse ich sie vor der Arbeit in die Halle zum Toben. Dort kann dann der eine oder andere Buckler herausgelassen und ein bisschen Freiheit gelebt werden. Hier reichen oft wenige Minuten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einblicke in meine Arbeit: Anthony an der Longe</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 03:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche hatte ich für Euch ein Longenvideo von Aramis, heute zeige ich Euch mal, wie sich mein Kleiner im Kreis macht. Anthony ist 5 und ich habe mir mit seiner Ausbildung sehr viel Zeit genommen. Seit diesem Frühjahr haben wir begonnen, etwas intensiver zu arbeiten, aber ich halte alles möglichst spielerisch und will ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hatte ich für Euch ein <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2008/11/07/einblicke-in-meine-arbeit-aramis-an-der-longe/" target="_blank">Longenvideo von Aramis</a>, heute zeige ich Euch mal, wie sich mein Kleiner im Kreis macht.</p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/10/videoanlonge.jpg" alt="videoanlonge.jpg" /></p>
<p>Anthony ist 5 und ich habe mir mit seiner Ausbildung sehr viel Zeit genommen. Seit diesem Frühjahr haben wir begonnen, etwas intensiver zu arbeiten, aber ich halte alles möglichst spielerisch und will ihn nicht überfordern. Anthony wurde an der Longe ziemlich genau nach <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php" target="_blank">Babettes Longierweise</a> ausgebildet und ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viel wir davon auch beim Reiten profitieren. Hier nun also einige Impressionen von meinem Youngster <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/img/videos/longe_anthony.php" target="_blank">auf diesem Video</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einblicke in meine Arbeit: Aramis an der Longe</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 03:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich Euch einen Einblick in unsere Arbeit mitgebracht. Und zwar habe ich ein Video von Aramis und mir bei der Longenarbeit zusammengestellt. Ich habe Aramis schon bevor ich Babette kennen lernte, auf eine sehr eigene (also nicht herkömmliche) Art longiert und habe nun vieles von ihrer Longierweise mit in meine Arbeit übernommen. Aramis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich Euch einen Einblick in unsere Arbeit mitgebracht. Und zwar habe ich ein Video von Aramis und mir bei der Longenarbeit zusammengestellt. Ich habe Aramis schon bevor ich Babette kennen lernte, auf eine sehr eigene (also nicht herkömmliche) Art longiert und habe nun vieles von ihrer <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php" target="_blank">Longierweise</a> mit in meine Arbeit übernommen.</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/10/video_arlonge.jpg" alt="video_arlonge.jpg" /></p>
<p align="left">Aramis ist jetzt 16 und von seinem Körperbau her nicht gerade ein Gangtalent. Er ist aber schon ziemlich weit ausgebildet und kann in einer sehr schönen Selbsthaltung laufen. Bei ihm ist es wichtig, immer wieder gut an einer aktiven Hinterhand zu arbeiten, da er hier manchmal etwas steif ist und kurz tritt. In dieser Longeneinheit war er aber sehr schön locker, na seht selbst <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/img/videos/longe_aramis.php" target="_blank">in diesem Video</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Sache mit der inneren Schulter oder: Worauf es beim Longieren ankommt</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 03:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Longieren scheint so einfach &#8211; man steht in der Mitte und das Pferd läuft um einen herum, im Schritt, Trab und Galopp. Das zu erreichen ist für die meisten recht schnell möglich, aber: WIE läuft das Pferd da um einen herum? Denn genauso wie beim Reiten ist es auch beim Longieren sehr wichtig, dass das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Longieren scheint so einfach &#8211; man steht in der Mitte und das Pferd läuft um einen herum, im Schritt, Trab und Galopp. Das zu erreichen ist für die meisten recht schnell möglich, aber: WIE läuft das Pferd da um einen herum? Denn genauso wie beim Reiten ist es auch beim Longieren sehr wichtig, dass das Pferd auf eine Art und Weise läuft, die ihm nicht schadet, sondern die ihm idealerweise nützt.</p>
<p>Beim Longieren wird vor allem der Bewegungsapparat des Pferdes belastet, insbesondere Sehnen und Gelenke. Die Kreisform ist für ein Pferd keine natürliche Bewegungsform und so legen sich alle Pferde naturgemäß in die Kurve wie ein Motorrad. Diese Bewegungen sind aber alles andere als gut und es ist sehr wichtig, genau daran zu arbeiten.</p>
<p><span id="more-161"></span></p>
<p>Mein Jungpferd zeigt das noch sehr deutlich &#8211; hier kann man schön sehen, wie schief er in der Kurve liegt:</p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/07/longe1.jpg" alt="longe1.jpg" /></p>
<p>Er fällt auf die innere Schulter und das gilt es zu korrigieren. Hier arbeiten wir genau daran:</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/07/longe2.jpg" alt="longe2.jpg" /></p>
<p>Und hier sieht es schon etwas besser aus:</p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/07/longe3.jpg" alt="longe3.jpg" /></p>
<p>Babette ist inzwischen eine echte Expertin was das Longieren angeht und so werde ich die Woche hier intensiv dazu nutzen, an den Grundlagen zu arbeiten, damit ich dann zu Hause darauf aufbauen kann. Das Fiese ist, dass man hier auch immer wieder deutliche Schritte zurück zur Basisarbeit gehen muss, da es für das Pferd einfacher und naheliegender ist, wieder auf die innere Schulter zu fallen. Lässt man das im Kleinen zu, schleift sich die Sache wieder ein und man muss von vorne beginnen. Mit der Zeit aber verstehen sie immer besser, was man mit seinen Hilfen erreichen will und so läuft mein Großer an der Longe schon deutlich besser:</p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/07/longe4.jpg" alt="longe4.jpg" /></p>
<p>Ich werde berichten, wie es weitergeht. Und für alle, die sich für diese Art zu longieren interessieren: Babette arbeitet gerade an etwas Ausführlichem zu diesem Thema <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  &#8211; Nachtrag: Inzwischen ist er fertig: <a href="Ihre Bestellung - Mail nicht zustellbar" target="_blank">Babettes Longenkurs</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Hilfszügel kommt von Hilflosigkeit, oder?</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2008/06/18/hilfszugel-kommt-von-hilflosigkeit-oder/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 03:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich halte nicht viel von Hilfszügeln, da die meisten von ihnen meiner Ansicht nach von der Wirkung her kontraproduktiv sind und darüber hinaus fast nie als Hilfe sondern als Dauerkrücke genutzt werden. Es gab aber eine Phase in der Ausbildung meines Jungpferdes, wo ich ernsthaft über den Einsatz von Ausbindern nachdachte&#8230; Und zwar hatte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte nicht viel von Hilfszügeln, da die meisten von ihnen meiner Ansicht nach von der Wirkung her kontraproduktiv sind und darüber hinaus fast nie als Hilfe sondern als Dauerkrücke genutzt werden. Es gab aber eine Phase in der Ausbildung meines Jungpferdes, wo ich ernsthaft über den Einsatz von Ausbindern nachdachte&#8230;</p>
<p>Und zwar hatte ich zu Beginn einige Probleme, meinem doch sehr eigenwilligen und freiheitsliebenden Hafilein klarzumachen, dass er an der Longe weder losschießen und mich durch die Gegend ziehen, noch mich frontal über den Haufen rennen und noch nicht einmal anrempeln darf. Er fand den Kappzaum zu Beginn vollkommen blöd und dass ich auch noch über ihn bestimmen wollte, erst recht.</p>
<p>Als ich im Austausch mit anderen Jungpferdbesitzern mein Leid klagte, erhielt ich den Tipp Ausbinder zu nutzen. Damit ließe sich der Freiheitsdrang schnell in geordnete Bahnen bringen und das Pferd würde nur so vernünftig laufen lernen. Also erwägte ich, ob es nicht wirklich sinnvoll sein könnte, ein- oder zweimal Ausbinder einzusetzen. &#8220;Einfach,&#8221; wie ich mir einredete &#8220;damit der Youngster lernen würde, sich nicht gegen alles auflehnen zu können.&#8221; Und ich erhoffte mir, dass er durch Beschränkung durch die festen Riemen in einer guten Haltung laufen würde.<br />
<span id="more-129"></span></p>
<p>Heute bin ich mehr als froh, dass ich damals auf mein rebellierendes Bauchgefühl gehört habe und nicht diese Abkürzung gewählt habe. Denn heute kann ich in der Rückschau sagen, dass ich die Ausbindern in dieser Situation <strong>allein aus Hilflosigkeit eingesetzt hätte </strong>- aus Hilflosigkeit und dem dringenden Wunsch, den kleinen Racker gefügig zu machen.</p>
<p>Ich habe mich damals für einen anderen als den konventionellen Weg entschieden. Ich habe sehr viel mit Freiarbeit gearbeitet, in der ich mir mit viel Geduld und Konsequenz den Respekt meines Jungpferds erarbeitet habe. Babette zeigte mir dann noch eine Art des Longierens, durch die die Pferde lernen, von der inneren Schulter wegzukommen und eine ehrliche Biegung entwickeln (darüber berichten wir noch ausführlich).</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/06/anlonge2.jpg" alt="anlonge2.jpg" /></p>
<p>Mein Weg hat sicher länger gedauert, aber dafür habe ich nun ein Jungpferd, das ohne jeden Hilfszügel spurig im Kreis in Dehnung laufen kann. Hinzu kommt, dass er keine schlechten Erfahrungen mit Zwangszügeln gemacht hat, dass ich seinen Willen nicht gebrochen, sondern vielmehr ein echtes Ja von ihm erreicht habe.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2008/06/anlonge.jpg" alt="anlonge.jpg" /></p>
<p>Das nächste Mal, wenn ich über den Einsatz von Hilfszügeln nachdenke sollte, werden bei mir noch mehr Alarmglocken als sonst schrillen, denn der Zusammenhang zwischen meiner Hilflosigkeit und der Suche nach &#8220;einfachen&#8221; Lösungen war mir zuvor noch nie so bewusst geworden. Die scheinbar so einfachen Lösungen sind bei Weitem nicht immer die besten, weshalb sich manch ein Umweg, der über eine pferdegerechte Vermittlung geht, doppelt und dreifach auszahlt.</p>
<p>Was denkt Ihr?</p>
]]></content:encoded>
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