Tanias Hafi-Blog : Kategorie ‘Reiten‘

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Lockende Stoppelfelder

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der abgemähte Stoppelfelder locken. Ein Stoppelfeld-Ritt gehört zu den großen Wunschzielen vieler Reiter/innnen, aber die Umsetzung dieses Wunsches hat leider einige Tücken und birgt etliche Gefahren. Weil es von mir und meinen Pferden einige Stoppelfeld-Ritte mit Fotos dokumentiert gibt, möchte ich heute zu diesem Thema einen Beitrag schreiben. Ich möchte damit verhindern, dass meine Bilder zu waghalsigen Unternehmen mit unter Umständen bösen Unfällen führen!

Denn ja, ein Stoppelfeld-Ritt kann eine wundervolle Sache sein, aber nur, wenn man dabei einiges beachtet – dazu gehört die Meinung des Bauern, das Achten auf Hasenlöcher u.ä. und eine große Portion an vorbereitender Vertrauens- und Ausbildungsarbeit. Wer unvorbereitet und aus einer Laune heraus einfach “mal so” mit seinem Pferd auf ein Stoppelfeld geht, gefährdet sich selbst. Ich kann nur davon abraten, solch einen Ritt ohne gründliche Vorbereitung zu unternehmen.

Auch wenn meine Fotos vielleicht manchmal den Eindruck machen, dass ich ziemlich mutig bin, so bin ich tatsächlich sehr vorsichtig, wenn es um solche Vorhaben geht und möchte gerne mit Euch teilen, wie ich vorgegangen bin, um mir meinen Traum vom Stoppelfeld-Ritt zu erfüllen.

Wie ich mir meine Stoppelfeld-Ritte erarbeitet habe

Es gibt zwei Grundlagen für einen Stoppelfeld-Ritt für mich:

  1. Mein Pferd hört mir zu.
  2. Mein Pferd hört mir auch in besonderen Situationen zu.

Ein Stoppelfeld bedeutet für ein Pferd ein großes  Stück Freiheit. Das freie Feld animiert viele Pferde zum Rennen und Buckeln. Beides ist genau das, was ich NICHT möchte, wenn ich mit einem Pferd auf ein Stoppelfeld gehe. Also muss ich mir eine Basis erarbeiten, bei der ich mir weitestgehend sicher sein kann, dass mein Pferd auch angesichts der lockenden Weite bei mir bleibt und mir zuhört.

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29. Juli 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 0 Kommentare »

Kann ich doch schon!

Babette gibt ja außerhalb ihrer Kurse so gut wie keinen Unterricht mehr, so dass auch meine Lehrstunden bei ihr rar gesät sind. Nun hatte ich vor kurzem mal wieder eine kostbare Stunde Unterricht bei ihr und machte mal wieder eine interessante Beobachtung, die ich mit Euch teilen will.

Wir sollten Schritt gehen. Ordentlich Schritt. Noch ordentlicher Schritt – also schön gleichmäßig, flott voran in guter Selbsthaltung. Babette ließ nicht locker – Runde um Runde feilte sie am Schritt bei uns. Und was ging mir durch den Kopf? “Menno, Schritt reiten kann ich doch, warum macht sie nichts anderes mit uns, schließlich will ich doch was lernen!”

Nun kenne ich das ja inzwischen von unseren Unterrichtseinheiten – also sowohl Babettes Grundlagenfeilerei als auch meine Ungeduld. Dennoch tappte ich auch hier wieder in die mir eigentlich so sehr bekannte Falle. Schließlich hatte ich an der Versammlung feilen wollen, an den Seitengängen, ja vielleicht an ersten halben Tritten! Und was musste ich machen? Schritt reiten.

Tjaaaaa, und genau das war absolut richtig so! Ich neige dazu (wie wahrscheinlich viele andere auch), wenn ich so vor mich hinreite, die Grundlagen doch immer wieder schleifen zu lassen. Anthonys Schritt war eh “nie so dolle gewesen” und er “bevorzugt lieber Trab”. Mit solchen Ausreden hatte ich mich immer drum herumgedrückt, ihn da mehr zu fordern und wirklich einen dynamischen, taktklaren Schritt zu reiten.

Ich weiß nicht, wie lange wir in der Unterrichtseinheit Schritt gingen (wahrscheinlich war es weniger als es sich anfühlte), aber Babettes Drängen auf das korrekte Schrittreiten bewirkte eine ganze Kettenreaktion. Nicht nur, dass in der Reitstunde sowohl der Trab als auch der Galopp netter waren als zuvor (ja, ich durfte auch noch etwas anderes reiten ;-) ), sondern ich hielt mich dann in den folgenden Einheiten auch daran, gleich von Beginn an, auf einen guten Schritt zu achten. In der Folge war das Hafilein unter mir gar nicht mehr “zäh”, sondern sehr aufmerksam und motiviert. Und es änderte sich unmittelbar etwas am Gangbild und den Bewegungen.

So ziehe ich aus dieser Erfahrung einmal mehr die Erkenntnis: “Können” nützt nichts, wenn man es nicht macht, Deshalb ist es gut, immer wieder an die Grundlektionen zu gehen und diese konsequent und sauber zu erarbeiten – und jemanden zu haben, der einen hin und wieder sanft dazu zwingt.

Danke, Babette!

27. Mai 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 7 Kommentare »

Traversale mit Hinterhandwendung

Heute möchte ich Euch mal wieder eine hübsche kleine Übung vorstellen, die uns Dreien viel Freude macht. Vorausetzung für die Übung ist das sichere Beherrschen der Seitengänge Schulterherein und Travers.

Ich beginne damit, Schulterherein und Travers zu reiten. Wenn das Pferd das flüssig macht, setze ich an der nächsten langen Seite zu einer Traversale an. Diese gehe ich so lange, wie das Pferd sie fließend ausführt. Kommt das Pferd ins Stocken, reite ich eine Hinterhandwendung und daraus reite ich wieder einige Schritte in der Traversale zurück zum Hufschlag.

Diese Zeichnung soll das Ganze veranschaulichen:

traverale_uebung1.jpg

Das Schöne an der Übung ist, dass ich sehr flexibel bin und auch ein “Verrecken” in der Traversale gut nutzen kann. Das erspart uns beiden Frust über das Scheitern an der Übung, denn ich kann einfach was anderes daraus machen, eben die Hinterhandwendung.

Probiert es einfach mal aus, diese Übung gehört inzwischen zu einer meiner Lieblingsübungen.

25. März 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Hafi-Wintermärchen

Den vielen Schnee in diesem Winter nutzte ich nicht nur zum Fotografieren, sondern auch dazu, mit meinen Pferden ins Gelände zu gehen. Uns dort bereiteten mir beide ganz zauberhafte Geschenke – jeder auf seine Art.

Mit Anthony machte ich meinen ersten richtigen Schneeausritt. Zuvor war ich nur Spazieren gewesen und habe mich mal für einige Schritte draufgesetzt, nun aber ging es vom Stall weg bis ein gutes Stück in den Wald hinein. Die Schneedecke war komplett unberührt, die Luft klar und kalt und es herrschte diese ganz eigene Stille, die immer eintritt, wenn frischer Schnee gefallen ist.

Mein Kleiner war aufmerksam und sehr brav. Er war ganz bei mir und staunte über die veränderte Welt. Auf dem Rückweg gingen wir auf dem geteerten Weg, der eine schöne dicke Schneeschicht trug und mein Kleiner fiel in einen wundervollen Trab: ganz rund, ganz weich und in perfekter Selbsthaltung. Ich wurde getragen wie im Tölt, fast vollkommen erschütterungsfrei.

Ach, ewig hätte ich so weiterreiten können!

Mit Aramis ging ich, nachdem ich die Jungs am Tag zuvor auf der zugeschneiten Wiese hatte toben lassen, ohne Sattel noch einmal zu der Wiese. Und wo er gestern noch wilde Bocksprünge und Steig-Einlagen mit dem Kleinen gezeigt hatte, war er nun ganz Dressurpferd. Alle Gangarten in versammelter, gesetzter Haltung, wundervoll weich, wundervoll leicht. Wir ritten die schönsten Kringel in den Schnee und gönnten uns zum Abschluss noch einen herrlichen Galopp einmal die ganze Wiese hinauf.

Ich schwöre – nicht mal fliegen ist schöner!!!
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14. Januar 2010 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Noch mehr Pylonen-Ideen

Ich schwärmte ja neulich schon von den tollen Möglichkeiten, die einem Pylonen bieten. Heute will ich Euch zwei weitere Möglichkeiten vorstellen, mit Hilfe von Pylonen die nächsten Reitstunden abwechslungsreich zu gestalten:

  • das Pylonen -Quadrat
  • und die Pylonen-Gassen.

Das Pylonen-Quadrat

Auch ein schöner Aufbau ist das Stellen von vier Pylonen jeweils als Ecke eines Quadrats (mit ca. 8 – 10 Metern Seitenlänge).

Als erstes gilt es nun, um die Pylonen herum ein sauberes Quadrat zu reiten. Jeweils an den Pylonen reitet man eine Viertelvorhandwendung und dann wieder gerade an der Seite weiter.

Weiter Fortgeschrittene können auch abwechselnd an einer Quadratseite Schulterherein reiten, an der Pylone dann in den Travers wechseln und in diesem wieder die nächste Seite reiten, um an der nächsten Pylone dann wieder ins Schulterherein zu wechseln.

pylonen_graphik2.jpg
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19. November 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 4 Kommentare »

Ein gefährlicher Tipp

Der Alptraum so ziemlich aller reitenden Menschen ist ein durchgehendes Pferd. Der Kontrollverlust in der Kombination mit allen möglichen Risiken, die ein Durchgehen mit sich bringt und zusätzlich die Gefahr, vom Pferd zu fallen – all das lässt schon beim Drübernachdenken den meisten von uns den Angstschweiß auf der Stirn stehen.

Und genau deshalb sind wohl auch Artikel so beliebt, in denen Verhaltenstipps gegeben werden, nach dem Motto: Was Profis raten, wenn das Pferd durchgeht.

Nun habe ich schon mehrfach den Tipp gelesen, dass man bei einem durchgehenden Pferd zusätzlich treiben solle. Die Begründung war, dass man so Kontrolle vorgeben und damit wiedererlangen kann und auf diese Weise das Pferd wieder an die Hilfen bekommt.

In der Theorie fand ich das bisher überzeugend. Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, diesen Tipp in der Praxis zu testen und ich kann nur laut und deutlich sagen: Dieser Tipp ist nicht empfehlenswert. Mehr noch: er ist ausgesprochen gefährlich.

Mein Youngster hatte im Gelände meine Galopphilfe einmal etwas zu freudig angenommen und wurde schneller und schneller. Da er auf meine Signale, doch bitte wieder langsamer zu werden, nicht wirklich reagierte, ging ich im Geiste meine Optionen durch. Und da fiel mir besagter Tipp ein. Gut, also trieb ich nach.

Die Reaktion von Anthony war: “Oh, du möchtest noch schneller? Kein Problem!” und er gab erst recht richtig Gas. Kontrolle gewann ich damit leider überhaupt nicht, im Gegenteil – ich schätze, ich habe das Durchgehen damit erst recht angetrieben (im wahrsten Sinne des Wortes…).

Keine Sorge, das Ganze ging bei uns gut aus – irgendwann konnte ich ihn doch noch überzeugen, wieder langsamer zu werden. Ich will hier nur die Chance nutzen, ausdrücklich vor diesem schwachsinnigen Tipp zu warnen. Wer nicht gerade 10km freie und gerade Strecke vor sich hat, auf der keine Straßen, Menschen, Autos oder dergleichen zu erwarten sind, sollte im Falle eines Durchgehens NICHT nachtreiben – manche Pferde nehmen das einfach sehr wörtlich…

24. September 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 17 Kommentare »

Handpferdreiten auf die andere Art

Vor zwei Wochen beschrieb ich hier ein bisschen, wie ich mir das freie Reiten mit meinen Pferden erarbeite. Und sehr oft staune ich selbst, was in der ungezwungenen und spielerischen Atmosphäre, die dabei entsteht, alles möglich ist!

Neulich haben wir z.B. ein Handpferdreiten der anderen Art entwickelt:

handpferd_anders.jpg

Wer Lust hat, mehr davon zu sehen, ist herzlich eingeladen, sich dieses Video anzuschauen.

2. Juli 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Bilder einer Ausbildung

Anthony ist heute, am 25.6.09, auf den Tag genau drei Jahre bei mir. Hier ein Foto von seinem ersten Tag, da war er dreieinviertel Jahre alt:

anthonyausbildung00.jpg

Dieses kleine Jubiläum ist ein schöner Anlass, einmal einen Blick auf seine Ausbildung zu werfen – vom Anfang bis zum heutigen Stand.

Der erste dreiviertel Jahr haben wir ausschließlich mit dem kleinen 1×1 der Erziehung verbracht. Anthony kam ja so gut wie roh zu mir und im Grunde musste er alles lernen. Manches erwies sich dabei als schwieriger als gedacht. So hatte ich mir z.B. vorgenommen, viel mit ihm spazieren zu gehen, was allerdings ein Pferd voraussetzt, welches sich führen lässt… Und da Anthony zu Beginn lieber seinen Dickschädel durchsetzte, um eigene Wege zu gehen, habe ich erst einmal ein gründliches Führtraining in der Halle vorschalten müssen, bevor ich mich überhaupt mit ihm rauswagen konnte. Desweiteren musste er lernen, dass man Menschen nicht beißen und nicht treten darf, dass man Hufe geben und hochhalten muss und vieles, vieles mehr.
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25. Juni 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 7 Kommentare »

Vertrauensarbeit in der Praxis

Für viele Reiter/innen ist das freie Reiten, also das Reiten ohne Sattel und Kopfstück ein scheinbar unerreichbarer Traum. Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben, dass ich mir das mit Aramis inzwischen erarbeitet habe (hier nachzulesen). Da ich oft darauf angesprochen werde, möchte ich heute ein bisschen von meiner aktuellen Vertrauensarbeit mit Anthony berichten, mit dem ich mir Ähnliches erarbeiten möchte.

Ich habe ja erst vor kurzem dargestellt, wie bei uns das erste Aufsteigen ablief. Auf der Basis dieses Starts habe ich immer mal wieder die Chance genutzt, mich in einem sicheren Raum (also in der Halle oder auf einem gut eingezäunten Platz) für kurze Momente nur mit Halfter oder mit Halsring auf Anthony zu setzen und ihn dann auch mal ein Stückchen so zu reiten. Inzwischen haben wir uns auf diese Weise bereits ein hübsches Repertoire an Reitübungen ohne alles erarbeitet.

an_ohne.jpg

Bitte beachten: Dieses und die folgenden Bilder sind das Ergebnis von vielen, vielen kleinen Einzelschritten, mit denen ich mein Pferd Stück für Stück immer besser kennen gelernt habe sowie von einer umfassenden und vielfältigen Vertrauensarbeit. Ich habe hier nie etwas überstürzt, sondern ich habe immer sehr genau auf die Stimmung meines Pferdes und auf mein Bauchgefühl geachtet. Man kann ein solches Vertrauen nicht aus dem Nichts erwarten und erst recht nicht erzwingen, sondern nur ganz behutsam entwickeln.
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18. Juni 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 10 Kommentare »

Die Erstbesteigung – gute Vorbereitung ist alles

Mein erstes Aufsteigen auf Anthony liegt inzwischen schon über zwei Jahre zurück (Himmel, wie die Zeit vergeht…). Aber als ich neulich mal wieder einen Artikel über das Einreiten und insbesondere die Tipps über das erste Aufsteigen gelesen habe, habe ich mich wieder sehr deutlich daran erinnert, wie es bei uns war.

Mit konkreten Tipps und Handlungsanleitungen zu diesem Thema ist es nicht so einfach, weil hier natürlich die Sicherheit ein wichtiges Thema ist. Allerdings habe ich den Eindruck, dass gerade für die Erstbesteigung eines Pferdes oft schlicht und einfach zu viel des Guten getan wird – und damit die Sicherheit eher gefährdet als gewährleistet wird.

Wenn z.B. ich höre, dass das erste Aufsteigen oft in einer Box oder auf der Stallgasse stattfindet, dann ist das für mich ein Zeichen von Angst und Unsicherheit und es sollte noch mehr in die Vorbereitung investiert werden. Wenn ich lese, dass zum ersten Aufsteigen, vier Helfer einzusetzen sind, dann frage ich mich, welchen Eindruck das wohl auf ein junges Pferd macht. Wenn ich lese, dass das Pferd in Panik gerät, weil beim Aufsteigen versehentlich die Kruppe berührt wird, dann ist das für mich wieder ein klarer Fall von schlechter Vorbereitung. Wenn ich auf Bildern sehe, dass eine Erstbesteigung ohne Aufstieghilfe erfolgt, frage ich mich, warum man auf ein solch nützliches Hilfsmittel verzichtet, das dem (jungen) Pferd das Aufsteigen so viel angenehmer macht. Und wenn ich lese, dass beim zweiten Mal bereits getrabt wird, dann kann ich nur den Kopf schütteln, da das für mich eine massive Überforderung des jungen Pferdes darstellt, das gerade erstmals einen Menschen auf dem Rücken hatte.

Wichtig: Mein eigener Weg ist ganz sicher nichts, was für alle und jeden zu empfehlen ist, aber ich denke, dass in diesem Weg einige hilfreiche Anregungen stecken, weshalb ich mich entschieden habe, zu beschreiben, wie ich vorgegangen bin.
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28. Mai 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 9 Kommentare »

Die Sache mit dem Aufsteigen

Es gibt eine Sache, die mir sehr wichtig ist und die ich meinen Pferden von Beginn an vermittelt habe: Und zwar die, dass sie sich an alle möglichen und unmöglichen Orte hinstellen lassen, damit ich aufsteigen kann.

In der Halle haben wir eine prima Aufstieghilfe, da ist es ganz einfach:

aufsteigen_an_halle.jpg

Wenn ich vom Stall losreite, haben wir dort eine selbstgebaute Aufstieghilfe, von der ich aufs Pferd komme:

aufsteigen_ar_draussen.jpg

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26. Februar 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 8 Kommentare »

Winterfreuden

Hey, Aramis, was hältst du davon, die heutige Reiteinheit nach draußen zu verlegen? Mal keine Dressurarbeit in der Halle, sondern im Schnee?

schneereiten0.jpg

Gute Idee?

schneereiten00.jpg

Na, dann lass uns losglegen!

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19. Februar 2009 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Die kleine Portion Stretching danach

Nun habe ich schon so lange mit Pferden zu tun, aber lerne doch immer wieder was Neues dazu. Klar war mir bisher, dass man eine Arbeitseinheit mit dem Pferd mit einigen Runden Entspannung abschließt – das übliche Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen und im Schritt einige Runden drehen.

Nun wies mich Babette aber neulich darauf hin, dass es sehr sinnvoll sei, nach der Arbeit noch eine kleine Stretch-Einheit einzulegen, also das Pferd z.B. ein bisschen an der Hand übertreten zu lassen. Genauso machen es ja auch Sportler: Wer gerade gejoggt ist, stretcht möglichst danach noch die Muskeln und Sehnen. Und genau das ist auch für unsere Pferde gut.

Also beende ich nun unsere Einheiten immer mit zwei, drei Runden Übertretenlassen – und das wird von beiden Pferden sehr gut angenommen. Ich hätte gedacht, dass sie vielleicht etwas maulen, noch was tun zu müssen, aber im Gegenteil: Sie geben sich der dehnenden Entspannung hin und es scheint ihnen einfach gut zu tun.

Vielleicht auch eine gute Anregung für Euch?

5. Dezember 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Ein großes Geschenk

Nachdem ich in den letzten Blogbeiträgen nun viel über die verschiedensten Zäumungen geschrieben habe, die ich genutzt habe und nutze, möchte ich heute noch etwas mit Euch teilen, was für mich immer wieder ein ganz wundervolles Geschenk ist.

Mit Aramis habe ich mir nämlich erarbeitet, dass ich ihn auch ohne Kopfstück reiten kann.

ohne4.jpg

Wichtig: Das ist natürlich nicht einfach so zum Nachmachen geeignet. Das Reiten ohne Kopfstück ist nicht ohne, von der Versicherungsfrage mal ganz abgesehen – man muss hier wirklich wissen, was man tut.
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3. Dezember 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 9 Kommentare »

Ich reite gebisslos – und das geht gut!

Solange ich Aramis habe, reite ich viel und gerne ohne Gebiss.Zunächst war das ein bisschen aus der Not geboren, denn als ich ihn bekam, war er extrem heikel mit dem Gebiss. Schon allein das Gebiss im Maul zu haben, veranlasste ihn, sich einzurollen – daran, die Zügel aufzunehmen, war erst gar nicht zu denken. Deshalb ritt ich ihn zunächst nur gebisslos. Meine Absicht war, erst einmal Abstand zu seinen offenbar schlechten Erfahrungen zu schaffen, um dann vielleicht noch einmal neu mit einem Gebiss starten zu können.Heute kann ich ihn zwar auch mit Gebiss reiten, aber etwas im Maul bereitet ihm immer noch Stress. Am liebsten reite ich ihn deshalb ohne Gebiss – und entgegen vieler kritischen Ansichten, dass man gebisslos nicht reell reiten könne, möchte ich sagen, dass wir damit sehr gut klar kommen.Vielleicht können diese Bilder hier manch einen Kritiker wenigstens nachdenklich machen?

lg_schulterherein.jpg

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26. November 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 9 Kommentare »

Ein Ausritt im Herbst

Na, Aramis? Die Sonne scheint so herrlich, Lust auf einen Ausritt?

herbstausritt7.jpg

Auf geht’s!
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5. November 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste

Neulich erhielt ich hier über “Wege zum Pferd” eine höchst interessante Mail. Dort schrieb mir ein Leser von einem Stall, in dem überall eine DIN-A4-Checkliste aushängt, auf der Folgendes zu lesen ist:

Die 8 Gedanken vor dem Reiten

  • Zeit
  • Geduld
  • Ruhe
  • Einfühlungsvermögen
  • Ehrlichkeit
  • Körperbeherrschung
  • Selbstkritik
  • Konsequenz

Wow, dachte ich mir, DAS muss ein toller Stall sein, in dem so etwas aushängt. Mir gefallen die Punkte, mir gefällt die Reihenfolge der Punkte und mir gefällt, dass man sich immer wieder an diese Punkte erinnern soll.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Ergänzungen zu dieser Liste? Erscheint Euch ein Punkt weniger wichtig, während vielleicht ein anderer fehlt? Ich bin gespannt :-)

17. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 11 Kommentare »

Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!

Ich habe das Reiten fast komplett ohne Sitzschulungen an der Longe gelernt – leider!

Meine erste Longenstunde hatte ich auf einem Reiterhof, auf dem ich Reiterferien machte. Da ging es dem Lehrer aber auch nur darum, zu sehen, wie gut ich ritt, damit er mir die richtigen Pferde zuordnen konnte.

Meine langjährige Reitlehrerin nahm mich dann mal auf meinen Wunsch an die Longe, als ich eines ihrer Pferd einfach nicht angaloppieren konnte. Ich wollte mich mal für einen Moment nur auf meinen Sitz konzentrieren können. So konnte ich die Augen schließen und nur fühlen – und tatsächlich gelang mir dann das Galoppieren auf diesem Pferd.

Meine erste richtige Sitzschulung an der Longe hatte ich bei Babette. Ich hatte gleich zu Beginn signalisiert, dass ich sehr daran interessiert sei und da zu diesem Zeitpunkt (nach zwei Jahren ohne Unterricht) an meinem Sitz einiges im Argen war, fand sie es auch sinnvoll, damit zu beginnen. Und ich muss sagen: ich war begeistert.

Natürlich war es schon seltsam nach knapp 30 Jahren Reiterfahrung wie ein Anfänger an der Longe zu hängen, aber das hat mir so viel gebracht, wie selten etwas. Nicht nur die Möglichkeit, mich wirklich allein auf meinen Sitz zu konzentrieren, auch die Übungen, die mich Babette machen ließ, waren genial. Im Grunde sollte man das immer mal wieder einschieben, egal, wie lange oder wie gut man reitet.

…was mich auf den Gedanken bringt, mal wieder eine Longenstunde zu beantragen :-)

15. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 4 Kommentare »

Kletterspaß oder: Das bringt Muckies

Gerade wenn es um Konditionstraining oder Muskelaufbau geht, kann man immer wieder lesen, dass leicht ansteigende Strecken oder auch gezieltes Klettern im Gelände sehr positiv sind.

Ich muss zugeben, dass ich da zunächst etwas ängstlich war. Selbst als ich noch in Hamburg lebte, hätte ich mit meinem Pferd ein bisschen klettern können. Wir hatten gleich gegenüber vom Stall einen künstlich errichteten Hügel, auf den man von der einen Seite über einen schmalen, schnell ansteigenden Weg kam und von der anderen Seite über einen sanfter ansteigenden. Den sanft ansteigenden hatte ich auch hin und wieder mal genutzt, aber vor dem steileren schreckte ich zurück.

Wo ich nun lebe, haben wir ein riesiges Ausreitgelände. Hier gibt es auch zahlreiche Hügel, so dass ich die ansteigenden Wege immer sehr gut für unser Training nutzen kann. Im Dorfwald gibt es sogar eine richtige Kletterstrecke. Früher hätte ich nie und nimmer gedacht, dass man so einen steilen Weg mit einem Pferd gehen kann, dagegen war der Hügel im Hamburg ein Maulwurfshaufen. Aber ich habe mich da ganz langsam und behutsam herangearbeitet.
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10. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Selbst schauen ist besser oder: Unser Gefühl kann trügerisch sein

Babette behandelt in ihrer Serie Grundwissen über Anatomie und Biomechanik gerade die Frage, wie wir erkennen können, ob ein Pferd gut oder weniger gut läuft. Wenn wir aber nun selbst reiten, sehen wir ja nicht, wie unser Pferd läuft. Wir bewerten das Ergebnis von dem Eindruck, den wir von oben bekommen, von dem, was wir fühlen und von dem, was uns andere zurückmelden.

Viele Reiter/innen sagen von sich, sie würden fühlen, ob ein Pferd gut läuft. Idealerweise fühlt man das tatsächlich, denn ein Pferd, welches gut läuft, ist meist auch viel weicher und angenehmer zu sitzen. Aber ganz ehrlich, sich selbst und das eigene Pferd wirklich mal ganz genau anzuschauen, bringt oft selbst für einen erfahrenen Reiter manch‘ überraschende und leider auch unangenehme Erkenntnis, denn nicht jedes vermeintlich gut laufende Pferd tut es wirklich…

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung empfehlen: Nutzt die Möglichkeiten, die Euch die digitale Fotografie und das digitale Filmen bietet. Es ist heutzutage schließlich nicht nur einfach, sondern auch billig, Fotos und Videos von sich zu erstellen – keine lästigen und teuren Abzüge mehr, einfach Kamera draufhalten, die Daten auf den Rechner ziehen und anschauen.
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8. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 3 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.