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	<title>Tanias Hafi-Blog &#187; Reiten</title>
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	<description>Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger.  HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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			<item>
		<title>Pferd verspannt, Mensch verspannt &#8211; oder umgekehrt?</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/04/07/pferd-verspannt-mensch-verspannt/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 02:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich ritt ich Anthony und wunderte mich darüber, dass er so komisch lief. Er ist sonst sehr weich zu sitzen und seine Bewegungen sind geschmeidig. Nun lief er klemmig und ich fragte mich, ob er gar lahmte&#8230;
Ich fühlte dann einmal ganz bewusst nach &#8211; und stellte fest, dass ich im unteren Rücken total blockiert war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich ritt ich Anthony und wunderte mich darüber, dass er so komisch lief. Er ist sonst sehr weich zu sitzen und seine Bewegungen sind geschmeidig. Nun lief er klemmig und ich fragte mich, ob er gar lahmte&#8230;</p>
<p>Ich fühlte dann einmal ganz bewusst nach &#8211; und stellte fest, dass ich im unteren Rücken total blockiert war. Ich konnte da kaum seitliche Bewegungen machen. Nicht er lief also komisch, <strong>sondern ich ritt komisch</strong>! Er reagierte auf meine Rückenblockade und lief selbst klemmig.</p>
<p>Tja, und da habe ich mich gefragt, wie oft das unseren Pferden wohl so geht, dass sie wegen uns &#8220;schlecht laufen&#8221;, weil wir</p>
<ul>
<li>z.B. Verspannungen und Blockaden mitbringen, die dann sie in ihren Bewegungen behindern,</li>
<li>weil wir schlecht sitzen (schief, im Ungleichgewicht, zu weit hinten oder vorne, im Stuhlsitz oder Spaltsitz usw.)</li>
<li>weil wir &#8211; aus Unvermögen oder eigenen Verspannungen heraus &#8211; grobe oder falsche Hilfen geben (am Zügel ziehen, mit den Beinen boxen, unbewusste Gewichtshilfen geben usw.)</li>
<li>weil wir uns verkrampfen</li>
<li>oder angestaute Aggressionen mitbringen</li>
<li> und vieles mehr&#8230;</li>
</ul>
<p>Doch, was passiert in der Regel? Wir schauen auf unser Pferd und sagen: &#8220;Es läuft heute doof!&#8221; Wir geben ihm die Schuld, motzen es an, warum es nicht tut, was wir wollen und im schlimmsten Fall strafen wir es dafür, dass es &#8220;schlecht&#8221; läuft.</p>
<p>Dabei sind die Ursache wir selbst&#8230;</p>
<p>Mich hat das wieder mal sehr nachdenklich gemacht.</p>
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		<item>
		<title>Vom Umgang mit Frühlingsgefühlen</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/03/24/vom-umgang-mit-fruhlingsgefuhlen/</link>
		<comments>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/03/24/vom-umgang-mit-fruhlingsgefuhlen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 02:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr im Frühling werden viele Pferde &#8220;lustig&#8221;, was mehr oder weniger lustige Folgen für uns Menschen hat&#8230; Und so häufen sich Anfragen wie:

&#8220;Hilfe, mein Pferd spinnt, was soll ich tun?&#8221; oder
&#8220;Wie kann ich mein Pferd vom Buckeln abhalten?&#8221;
oder &#8220;Mein Wallach führt sich auf wie ein Hengst &#8211; wie reagieren?&#8221; 
usw.

Wenn die  ersten warmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr im Frühling werden viele Pferde &#8220;lustig&#8221;, was mehr oder weniger lustige Folgen für uns Menschen hat&#8230; Und so häufen sich Anfragen wie:</p>
<ul>
<li><em>&#8220;Hilfe, mein Pferd spinnt, was soll ich tun?&#8221; </em>oder</li>
<li><em>&#8220;Wie kann ich mein Pferd vom Buckeln abhalten?&#8221;</em></li>
<li>oder<em> &#8220;Mein Wallach führt sich auf wie ein Hengst &#8211; wie reagieren?&#8221; </em></li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Wenn die  ersten warmen Tage kommen, zieht es viele von uns hinaus auf die Außenplätze oder ins Gelände. Endlich wieder Sonne und endlich wieder frische Luft genießen! Also satteln wir auch Pferde, die vielleicht den ganzen Winter über kaum draußen oder im Gelände waren und starten fröhlich los. Pferde, die unter Umständen den Großteil des Tages in der Box stehen. Pferde, die vor Frühlingsenergie platzen. Unsere Pferde sind darüber mehr als begeistert &#8211; oft sogar zu begeistert. Und das kann zu großen Problemen führen und wirklich gefährlich werden.</p>
<p>Der Frühling sorgt bei so ziemlich allen Lebensformen für überschüssige Energien. Und Pferde leben überschüssige Energien naturgemäß durch Bewegung aus: rennen, buckeln, springen und toben. Was herrlich auf einer großen Wiese anzusehen ist, ist, wenn man auf dem Pferd sitz, schnell gar nicht mehr schön.</p>
<p>Und was mache ich nun bei Frühlingsgefühlen bzw. was rate ich anderen? Darauf habe ich eine sehr einfache, aber sicher für viele unpopuläre Antwort: ich rate dazu, in diesen Phasen nicht aufs Pferd zu steigen!</p>
<p>Wir haben es in unserem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/angstkurs.php" target="_blank">Anti-Angstkurs</a> ausführlich für viele schwierigen Situationen dargestellt: das Schlaueste ist aus unserer Sicht, Gefahren, wenn es möglich ist, zu vermeiden. Und die Gefahren, die durch überschäumende Frühlingsgefühle auftreten, sind in der Regel gut zu vermeiden.</p>
<p><span id="more-1206"></span></p>
<p>Ich vermeide es z.B. konsequent, Anthony zu reiten, wenn ich fürchten müsste, dass er mir zu lustig wird. Ich mache dann lieber andere Sachen mit ihm, wie z.B. Freiarbeit, Longenarbeit (falls er da nicht auch zu wild wird), clickern u.ä. Warum? Schlicht und einfach, weil ich keine Lust habe, meinen Hals zu riskieren <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Und weil ich keine Lust habe, mit meinem Pferd zu kämpfen.</p>
<p><strong>Sicherheit entsteht durch Vertrauen und gegenseitigem Respekt</strong></p>
<p>Klar, gerade wenn die ersten warmen und sonnigen Tage locken, sehe ich mich in meiner Wunschvorstellung auch mit meinem Kleinen durch die Wälder reiten. Aber das ist im Moment so <strong>noch</strong> nicht machbar, also lass ich es. Die Gefahr, dass er mir draußen nicht mehr zuhört und es zu unschönen oder gar gefährlichen Szenen kommt, ist mir zu groß. Manch einer mag das feige finden, ich persönlich finde es  vor allem vernünftig. Ich lebe auf diese Weise sicherer und mehr noch: ich tue etwas Positives für die Beziehung zu meinem Pferd, denn ich umgehe sehr wahrscheinliche, unschöne Auseinandersetzungen.</p>
<p>Mit Aramis kann ich nach all den Jahren gemeinsamer Vertrauensarbeit auch mit noch so viel Frühlingsenergie sicher ausreiten. Er hört mir zu, auch wenn er am liebsten lospreschen möchte. Ich weiß, dass wir uns nicht streiten müssen und dass die Ausritte für mich ungefährlich sind. Das aber habe ich mir gemeinsam mit ihm geduldig über eine lange Zeit erarbeitet. Es ist nicht einfach vorauszusetzen, früher gab es da auch mit ihm unschöne Erlebnisse.</p>
<p>Weil ich  mit meinem Kleinen zwar schon viel, aber das eben noch nicht zuverlässig erreicht habe, warte ich einfach, bis die Frühlingsgefühle nachlassen und reite erst dann wieder &#8211; das dann aber sicher und harmonisch. Und bis dahin kann er sich im Frühling mit seinen <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/img/videos/fruehling2.php" target="_blank">Kumpels austoben</a>. <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/03/anthony_fruehling.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1207" title="anthony_fruehling" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/03/anthony_fruehling.jpg" alt="" width="403" height="272" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schnee-Ritte &#8211; lieber auf Nummer Sicher gehen!</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2011/01/06/schnee-ritte-lieber-auf-nummer-sicher-gehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 02:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr haben die meisten von uns schon wieder ordentlich Schnee bekommen. Und wer gerne ins Gelände geht, liebäugelt natürlich auch mit Schnee-Ritten.
Keine Frage &#8211; Schnee-Ritte sind eine tolle Sache für Mensch und Pferd, denn mit ihnen können wir die staubigen Hallen verlassen und gemeinsam mit unseren Pferden das Winterwetter so richtig genießen.

Aber, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr haben die meisten von uns schon wieder ordentlich Schnee bekommen. Und wer gerne ins Gelände geht, liebäugelt natürlich auch mit Schnee-Ritten.</p>
<p>Keine Frage &#8211; Schnee-Ritte sind eine tolle Sache für Mensch und Pferd, denn mit ihnen können wir die staubigen Hallen verlassen und gemeinsam mit unseren Pferden das Winterwetter so richtig genießen.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1009" title="schneeritt7" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt7.jpg" alt="" width="334" height="389" /></a></p>
<p>Aber, Schnee-Ritte sind auch nicht ungefährlich! Und deshalb habe ich hier mal zusammengetragen, was ich persönlich zu diesem Thema als wichtig und hilfreich empfinde.<br />
<span id="more-1008"></span></p>
<p><strong>Was es zu beachten gilt</strong></p>
<p>Ganz wichtig ist, sich immer klar zu machen, dass Schnee nicht gleich Schnee ist. Auch wenn die Schneedecke noch so verlockend aussieht, ist immer sorgfältig zu testen, wie griffig der Schnee tatsächlich ist. Bei niedrigeren Temperaturen kann der Schnee oft in sich matschig und damit rutschig sein. Und was gestern noch gut für die Pferde zu bewältigen war, kann heute schon eine echte Herausforderung sein.</p>
<p>Sehr gefährlich sind Eisflächen unter dem Schnee, die man entweder nicht sieht oder die man beim Reiten vergisst. Auf purem Eis hilft auch keine dicke Schneeschicht &#8211; die Pferde rutschen trotzdem!</p>
<p>Ist der Schnee höher, also 30 cm oder mehr, ist zu beachten, dass das Laufen für die Pferde sehr anstrengend werden kann. Also bitte nie übertreiben und gerade mit untrainierten Pferden immer nur kurze Sequenzen reiten. Das Laufen durch hohen Schnee ist wie dauerhaftes Laufen über Cavalettis &#8211; gymnastisch wertvoll, aber nur, wenn unser Pferd ordentlich über den Rücken geht und wir es nicht überfordern.</p>
<p>Grundsätzlich tun sich Offenstallpferde leichter mit Schnee-Ritten als Boxenpferde. Sie haben die Möglichkeit, sich 24 Stunden am Tag mit den jeweiligen Bodenverhältnissen vertraut zu machen und wissen meist sehr genau, wie griffig oder rutschig der Boden ist und was sie sich erlauben können und was nicht. Pferde, die im Winter die meiste Zeit in Boxen stehen, sind oft angesichts der weiten Schneelandschaften so aufgeregt, dass die Bewegungsfreude und der Vorwärtsdrang nicht wirklich angemessen für die Bodenverhältnisse sind &#8211; und geübt sind sie im Laufen auf Schnee eben auch nicht. Hier ist aus meiner Sicht besonders große Vorsicht angeraten.</p>
<p>Am besten kommen Barhuf-Pferde mit Schnee klar. Bei Pferden, die Eisen tragen, müssen besondere Maßnahmen getroffen werden, damit sich der Schnee nicht aufstollt. Es ist wirklich übel, wie hoch Schnee und Eis aufstollen können &#8211; Pferde können sich damit  die Beine brechen. Diese Gefahr also bitte nie unterschätzen. Und bitte auch immer mal wieder bei Barhufpferden überprüfen, ob sich hier auch nichts aufstollt, denn bei einigen Hufformen oder bestimmten Witterungsverhältnissen kann das auch bei Barhufern passieren.</p>
<p><strong>Schnee-Ritte erarbeiten &#8211; so gehe ich vor</strong></p>
<p>Wenn ich im Schnee reiten möchte, gehe ich schrittweise vor. Zunächst weiß ich, dass meine im Offenstall lebenden Hafis den Boden und die Schneeverhältnisse gut kennen. Ich kann mir also recht sicher sein, dass sie die Sache nicht unterschätzen. Dennoch teste ich immer zuerst selbst den Boden, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Dafür eignen sich meine Hundespaziergänge bestens <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Schritt 1</strong> sieht so aus, dass ich mit meinen Pferden spazieren gehe. So bekomme ich ein gutes Bild davon, wie gut sie mit den Bodenverhältnissen klarkommen. Gleichzeit lege ich damit gleich erziehungstechnisch die Basis für ein ruhiges Miteinander draußen, denn ich sehe sofort, ob sie vielleicht &#8220;lustig&#8221; sind und lieber rennen würden oder ob ein ruhiger Spaziergang möglich ist. Spüre ich viel Bewegungsdrang, gehe ich in die Halle und lasse sie sich dort erst einmal austoben, um dann einen neuen Versuch zu starten.</p>
<p><strong>Schritt 2</strong> ist dann ruhiges Schrittreiten. Im Schritt merkt man schon sehr gut, wie griffig oder rutschig der Schnee ist und ob ein Pferd ruhig und gelassen bleibt oder ob es angesichts der weißen Pracht und Kälte aufgeregt wird. Ist kein ruhiger Schritt möglich, breche ich die Sache ab, sorge für Bewegung in der Halle und setze neu an.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1010" title="schneeritt" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt.jpg" alt="" width="403" height="275" /></a></p>
<p><strong>Schritt 3</strong> folgt, wenn ruhiger Schritt möglich und sicher ist, wenn ich also den Eindruck habe, dass das Pferd gut mit den Bodenverhältnissen klarkommt und schön bei mir ist. Dann trabe ich einige Male kurz an. Dafür nutze ich gerne gebogene Linien, da ich auf ihnen das Tempo leichter kontrollieren kann und mehr Versammlung erreiche. Ich würde nie sofort auf gerader Strecke einfach lostraben &#8211; die Gefahr, dass das Pferd ins Rennen kommt, ist sehr groß. Zum einen wird es sehr wahrscheinlich sehr begeistert von der Idee sein, mal rennen zu können und zum anderen können die schwierigen Bodenverhältnisse zu Balanceproblemen führen, aus denen sich viele Pferde durch mehr Tempo zu retten versuchen &#8211; und das ist wirklich nicht das, was man auf einem rutschigen Boden will! Hier ist also eine Portion (Selbst-)Disziplin gefragt, auch wenn ein schneller Trab für beide verlockend erscheint.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1011" title="schneeritt1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt1.jpg" alt="" width="334" height="353" /></a></p>
<p><strong>Schritt 4</strong> ist dann das flottere Traben auf großen Bögen oder gerader Strecke. Voraussetzung ist, wie gesagt, ein ruhiges Antraben und ein langsamer, sicherer Trab und natürlich ein Pferd, das zuhört.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1012" title="schneeritt2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt2.jpg" alt="" width="403" height="273" /></a></p>
<p><strong>Schritt 5</strong> besteht darin, dass ich ein Angaloppieren anfrage. Auch hier wähle ich eine gebogene Linie und will zunächst wirklich nur das Angaloppieren &#8211; auf keinen Fall schon einen flotten Sprint! Ich will meinem Pferd die Möglichkeit geben, auszutesten, ob ein Galopp bei dem jeweiligen Boden machbar ist. Wichtig: Galoppiert das Pferd nicht an, bestehe ich nicht darauf! Hier überlasse ich dem Pferd die Entscheidung &#8211; es wird gute Gründe haben, nicht anzugaloppieren.</p>
<p><strong>Schritt 6</strong> folgt, wenn ich mehrmals ruhig und gesetzt angaloppieren konnte &#8211; dann galoppiere ich kleinere Stücke am liebsten auf Volten. Ich reite viele Übergänge, damit mein Pferd aufmerksam zuhört und nicht ins Rennen kommt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/schneeritt3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1017" title="schneeritt3" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2011/01/schneeritt3.jpg" alt="" width="403" height="265" /></a></p>
<p><strong>Schritt 7 </strong>- der Galopp auf gerader Strecke &#8211; kommt für mich erst dann, wenn ich wirklich ein sicheres und gutes Gefühl habe, dass mein Pferd einerseits mit dem Boden gut klarkommt und andererseits sehr wahrscheinlich nicht losschießen wird. Auf dieser Basis können wir dann wunderschöne Galopps genießen. Richtig rennen lasse ich meine Pferde im Schnee aber nie, da mir das schlicht zu gefährlich ist. Es können sich Bodenlöcher oder Eisflächen im Schnee verbergen, die man schlicht und einfach nicht sehen kann. Ich reite immer nur so, dass ich Tempo und Richtung sicher beeinflussen kann.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1014" title="schneeritt4" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt4.jpg" alt="" width="403" height="287" /></a></p>
<p><strong>Lieber auf Nummer sicher gehen</strong></p>
<p>Aus meiner Sicht bietet das Vorgehen, wie ich es gerade beschrieben habe, ein sehr hohes Maß an Sicherheit, auch Schnee-Ritte genießen zu können. Es ist nicht so gedacht, immer gleich alle sieben Schritte anzupeilen. Oft mache ich auch einfach nur eine kurze Schrittrunde. Mit Anthony bin ich selbst mit dem Traben noch vorsichtig, da ihm bei Schnee ordentlich der Schalk im Nacken sitzt und ich es bevorzuge, wenn er seine Faxen auslebt, wenn ich nicht auf dem Rücken bin <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Er traut sich auch noch nicht, unter mir im Schnee anzugaloppieren, etwas, das vollkommen ok ist. Das gehen wir einfach das nächste Jahr oder auch in zwei oder drei Jahren an. Für Aramis und mich sind Schneeritte zu einer wundervollen Sache geworden &#8211; mit ihm reite ich bei guten Bodenverhältnissen sehr gerne auf freier Fläche alle Gangarten in schönen großen und kleinen Kringeln. Obwohl er recht gut im Training ist, ist dafür eine Viertelstunde aber aus meiner Sicht mehr als genug.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1015" title="schneeritt8" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/12/schneeritt8.jpg" alt="" width="334" height="416" /></a></p>
<p>Er ist nach so einem Ritt aber auch immer richtig stolz und zufrieden mit sich selbst &#8211; und ich kann mit dem Grinsen gar nicht mehr aufhören <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Feines Reiten ist nur mit Gebiss möglich?</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/10/21/feines-reiten-ist-nur-mit-gebiss-moglich/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 02:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[In Diskussionen über das gebisslose Reiten fällt  immer wieder das Argument, dass wirklich feines Reiten nur mit Gebiss möglich ist. Da ich selbst gebisslos unterwegs bin, kann ich das so nicht stehenlassen.  

Ich frage mich, woher eigentlich die Vorstellung kommt , dass nur ein Gebiss feines Reiten ermöglicht? Ist denn das Gebiss dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Diskussionen über das gebisslose Reiten fällt  immer wieder das Argument, dass wirklich feines Reiten nur mit Gebiss möglich ist. Da ich selbst gebisslos unterwegs bin, kann ich das so nicht stehenlassen. <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/10/gebisslosfein2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-956" title="gebisslosfein2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/10/gebisslosfein2.jpg" alt="" width="294" height="358" /></a></p>
<p>Ich frage mich, woher eigentlich die Vorstellung kommt , dass nur ein Gebiss feines Reiten ermöglicht? Ist denn das Gebiss dafür erfunden worden? Ein Blick in die Geschichte zeigt uns, dass Gebisse keineswegs mit dem hehren Ziel der feinen Reitkunst entwickelt wurden, sondern um Pferde kontrollieren zu können. Bereits im 14 Jhd. v. Chr. entwickelten die Ägypter Gebisse, die zum Ziel hatten, die Pferde vor den Kampfwagen im Krieg zuverlässig händeln zu können (und das nicht gerade auf sanfte Art&#8230;). Durch die Geschichte hindurch lassen sich wahre Foltergeräte an Gebissen finden. Und auch heute noch hört man überall Sätze wie <em>&#8220;Ohne Gebiss kann ich den nicht halten.&#8221;</em> oder <em>&#8220;Ich brauche ein schärferes Gebiss, mit der normalen Wassertrense komm ich nicht durch.&#8221;</em> Wie viel das mit feinem Reiten zu tun hat, kann sich jeder denken&#8230;</p>
<p>Selbstverständlich kann man mit einem Gebiss fein reiten. Bei einer entsprechend geschulten Hand und mit einem guten Sitz ist mit einem Gebiss eine sanfte Kommunikation und eine präzise Hilfengebung möglich und für viele Pferd-Reiter-Paare ist eine Zäumung mit Gebiss eine prima Lösung.</p>
<p>Aber &#8211; und darum geht es mir &#8211; das gebisslose Reiten kann eine <strong>gute Alternative</strong> sein.<br />
<span id="more-955"></span></p>
<p>Man sollte aus meiner Sicht nicht vergessen, dass das Pferdemaul sehr empfindlich ist und dass Gebisse eben nicht umsonst und schon gar nicht nur mit der Absicht einer feinfühligen Hilfengebung entwickelt wurden. Gebisse können einem Pferd sehr weh tun &#8211; das gilt natürlich besonders für scharfe Gebisse, aber auch für ganz normale Wassertrensen. Wenn man sich umschaut, sieht man viele Pferde, die gegen das Gebiss bzw. die Einwirkung kämpfen (denen aber oft durch einen fest gezogenen Sperrriemen die Möglichkeit genommen wird, das auch deutlich zu zeigen) und ich kenne etliche Pferde, die regelrecht Angst vor dem Gebiss haben.</p>
<p>Ich will gebisslose Zäumungen nicht verklären. Auch hier wurden einige Varianten dazu entwickelt, ein Pferd zuverlässig kontrollieren zu können und diese sind entsprechend scharf und bei grober Anwendung sehr schmerzhaft.  Dauerdruck auf dem empfindlichen Nasenrücken des Pferdes ist ebenfalls unangenehm bis schmerzhaft &#8211; genau wie Dauerzug am Gebiss. Gebisslos ist also kein Freibrief für eine ungelenke oder grobe Handeinwirkung, ganz im Gegenteil! Und einige gebisslose Zäumungen sind für die normale Dressurarbeit ungeeignet.</p>
<p>Aus meiner Sicht sollte die Diskussion aber nicht so geführt werden, dass nur eine von beiden Lösungen als &#8220;richtig&#8221; gesehen wird. Das greift zu kurz, führt zu Abgrenzung und Ablehnung, nicht aber zu einer pferdefreundlichen Lösung. Ich finde es viel mehr angebracht, mal zu schauen, welche Chancen gebisslose Zäumungen bieten und was damit möglich ist. Dann nämlich kann jeder für sich und sein Pferd entscheiden, ob es besser mit oder eben ohne Gebiss geht.</p>
<p>Ich reite nun seit rund 5 Jahren mit dem LG-Zaum und habe mein Jungpferd zum Großteil gebisslos ausgebildet (zu Beginn nutzte ich auch hin und wieder ein Gebiss, ließ es aber bald weg, weil ich es einfach nicht brauchte). Diese gebisslose Zäumung kommt von der Hilfengebung einer normalen Trense sehr nahe und ich empfinde sie als vollwertigen  Ersatz für ein Gebiss  nicht nur im Gelände, sondern auch bei der Dressurarbeit.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/10/gebisslosfein1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-957" title="gebisslosfein1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/10/gebisslosfein1.jpg" alt="" width="364" height="312" /></a></p>
<p>Die Kritik an gebisslosen Zäumungen kommt sicher z.T.  von manchem Schindluder, der mit gebisslosen Zäumungen getrieben wurde. Gebisslose Zäumungen dürfen natürlich kein Ersatz für korrektes Reitenlernen sein! Mein Eindruck aber ist der, dass die meisten Vorbehalte vor allem durch Unkenntnis, eingefahrene Gewohnheiten und die unkritische Übernahme der Meinungen anderer (Reitlehrer, Mitreiter) stammen. Und natürlich dürfte auch die Tatsache, dass gebisslose Zäumungen für normale Turniere nicht zugelassen sind, eine große Rolle spielen (für mich übrigens ein trauriger Ausdruck der Tatsache, dass beim Reiten weniger auf Ergebnisse geschaut wird als auf Konventionen). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die schärfsten Kritiker am gebisslosen Reiten oft selbst kaum Erfahrung damit haben&#8230;</p>
<p>Für mich gilt: Gebisslos reiten ist nicht automatisch eine &#8220;Verlegenheitslösung&#8221;, mit der man sich um das Erlernen einer guten Hand drücken will &#8211; im Gegenteil: ich habe durch das gebisslose Reiten meine Handführung noch deutlich verfeinern können! Gebissloses Reiten ist auch keineswegs nur eine &#8220;romantische Spinnerei&#8221;, sondern kann effektiv &#8211; und sinnvoll! &#8211; für eine gute Dressurarbeit genutzt werden.</p>
<p>Der Clou am gebisslosen Reiten ist für mich, dass ich viel mehr darauf achten muss, dass mein Pferd mir zuhört und mich versteht, da es mit einer gebisslosen Zäumung oft mehr Möglichkeiten hat, seine Kraft gegen mich einzusetzen (während ich mit einem Gebiss es leichter habe, punktuell Kraft auszuwirken und so mein Pferd zu kontrollieren, wenngleich das natürlich nicht der Sinn der Sache ist, aber eben doch leider oft genauso genutzt wird). Bei einer gebisslosen Zäumung (sofern sie nicht brutal einsetzt wird), zeigt sich meist sehr deutlich die Qualität der Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Wenn ich gebisslos fein reiten will, brauche ich <strong>zwingend Kooperation und Kommunikation</strong> &#8211; ich brauche das &#8220;Ja&#8221; meines Pferdes. Und genau das macht es so spannend für mich!</p>
<p>Dass man auch erst einmal lernen muss, gebisslos zu reiten, ist selbstverständlich &#8211; warum sollte das anders sein, als mit einem Gebiss? Ich kann einfach nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es etlichen Pferden angenehmer ist, gebisslos geritten zu werden und für mich ist das gebisslose Reiten ein schöner und lohnenswerter Weg, mit einem Pferd zu kommunizieren.</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn immer mehr Leute, die behaupten, es ginge nur mit Gebiss, einfach mal das Experiment wagen würden. Es könnte sein, dass sie durch das Ergebnis überrascht werden!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Frage der Energie</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/10/14/eine-frage-der-energie/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 02:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn früher im Reitunterricht die Anweisung kam, ich solle mein Pferd im Trab &#8220;frischer&#8221; machen bzw. die Hinterhand mehr aktivieren, habe ich vermehrt getrieben. Das Pferd wurde dann in der Regel schneller, aber die Hinterhand wurde nicht zwingend aktiver. Mir war damals auch der Unterschied nicht wirklich klar und ich denke, das geht vielen so.
Inzwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn früher im Reitunterricht die Anweisung kam, ich solle mein Pferd im Trab &#8220;frischer&#8221; machen bzw. die Hinterhand mehr aktivieren, habe ich vermehrt getrieben. Das Pferd wurde dann in der Regel schneller, aber die Hinterhand wurde nicht zwingend aktiver. Mir war damals auch der Unterschied nicht wirklich klar und ich denke, das geht vielen so.</p>
<p>Inzwischen weiß ich, was eine aktive Hinterhand im Gegensatz zum schnelleren Rennen ist &#8211; und ich glaube, ich habe ein schönes Bild gefunden, wie man den Unterschied veranschaulichen kann.</p>
<p>Neulich habe ich nämlich beim Joggen einmal selbst ein kleines Experiment gemacht: Und zwar habe ich mich dabei erwischt, wie ich recht flach durch die Gegend schlurfte. Meine Hinterhand war da nicht wirklich aktiv <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Weil mich das nervte, wie ich so durch die Gegend schlurfte, mobilisierte ich gezielt etwas Energie und lief dann dynamischer &#8211; und wow, DAS war ein Unterschied! Ich wurde nicht schneller, sondern kraftvoller. Ich sprang mehr durch, es war mehr Kraft in meinen Schritten und das Ganze fühle sich deutlich besser an als vorher. Aber &#8211; es war auch anstrengender <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich möchte Euch einladen, einmal genau dieses kleine Experiment mit Euch zu machen. Keine Sorge, Ihr müsst dafür keine Jogger sein. Lauft einfach mal ein Stück und bemüht Euch zunächst nicht um viel Energie. Lauft absichtlich flach und unmotiviert. Richtet Euch dann in der Schulterpartie auf (ohne zu verkrampfen) und aktiviert Kraft und Schwung in Euch. Spannt die Bauchmuskeln an, lauft mit geradem Rücken und gebt mehr Energie in jeden Sprung.</p>
<p>Könnt Ihr den Unterschied merken?</p>
<p>Ich glaube, dass es darum geht, genau diese Energie auch im Pferd zu aktivieren. Ein guter Trab mit einer aktiven Hinterhand hat nichts mit einem schnellen Vorwärtsgescheuche zu tun, sondern genau mit dieser kraftvollen Energie, die auch uns selbst unsere eigenen Schritte viel dynamischer setzen lässt. Diese Energie einmal bei sich gespürt zu haben, ist sehr hilfreich für das Reiten.</p>
<p>Bedenkt aber auch, wie anstrengend es ist, so kraftvoll zu laufen und erwartet nicht von Eurem Pferd, dass es so gleich Runde um Runde läuft! Aktiviert diese Energie erst nur kurz und lobt ganz doll, wenn die Antwort energievoll ist. Macht dann eine Pause und fordert erst dann noch eine kleine Einheit. Hier ist mal wieder weniger mehr: einige kurze kraftvolle Einheiten mit aktiver Hinterhand sind sehr viel mehr wert, als eine lange Einheit Geschlurfe.</p>
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		<title>Projekt Handpferdreiten</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/09/09/projekt-handpferdreiten/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 02:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich im Sommer 2006 Anthony zu mir holte, träumte ich von wunderschönen Handpferdausritten. Davon war in allen Jungpferdausbildungsbüchern zu lesen und ich sah uns zu dritt die Welt erobern &#8211; ich auf Aramis und Anthony brav neben mir&#8230;

Ein bisschen Wendy ist doch in jeder von uns, oder nicht?
Mich holte die Realität recht schnell ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich im Sommer 2006 Anthony zu mir holte, träumte ich von wunderschönen Handpferdausritten. Davon war in allen Jungpferdausbildungsbüchern zu lesen und ich sah uns zu dritt die Welt erobern &#8211; ich auf Aramis und Anthony brav neben mir&#8230;</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-881" title="handpferd5" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd5.jpg" alt="" width="403" height="234" /></a></p>
<p>Ein bisschen Wendy ist doch in jeder von uns, oder nicht?</p>
<p>Mich holte die Realität recht schnell ein, nämlich gleich bei meinem ersten Versuch <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Nachdem ich mir mit Anthony das Einmaleins des Führens und eine Basis an Grundbenimm erarbeitet hatte, sattelte ich eines schönen Tages Aramis und ging mit beiden spazieren. An einer guten Stelle weit weg von Straßen oder Störquellen, stieg ich auf Aramis, um unser erstes Stück als Trio zu unternehmen.</p>
<p>Anthony überlegte nicht lang. Ich war schließlich &#8220;nicht mehr zu sehen&#8221; und er hatte Flausen im Kopf. Also lief er flugs vor Aramis, drehte sich um und forderte den Großen steigend zum Spielen auf. Ich hatte nicht mal eine Chance gehabt, das zu verhindern, sondern konnte nur schnell wieder absteigen. Tatsächlich hatte ich auch ein bisschen auf Aramis&#8217; Autorität gesetzt, aber der hielt sich raus, ganz nach dem Motto &#8220;Das ist dein Job&#8221;.</p>
<p>Also brach ich die Sache ab und führte die Jungs wieder nach Hause. Fluchte ein bisschen darüber, dass sich das in Büchern immer alles so leicht liest, es in der Praxis dann aber eben anders aussieht. Und dann fing ich an mir zu überlegen, wie ich das Projekt Handpferdreiten systematisch angehen könnte.</p>
<p><span id="more-875"></span><strong>Und so ging ich vor</strong></p>
<p>Der erste Schritt war, dass ich mit den Jungs das Handpferdreiten in der Halle übte. Ich ließ die Jungs erst frei in der Halle laufen und richtig schön toben. Wenn sie sich ausgespielt hatten, setzte ich mich für einige Runden auf Aramis und nahm Anthony als Handpferd. Zu Beginn wirklich nur eine Runde rechts rum, eine Runde links rum, dickes Lob und wieder runter.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-876" title="handpferd1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd1.jpg" alt="" width="410" height="179" /></a>Das ging mit der Zeit sehr gut &#8211; Anthony akzeptierte seine Position hinter Aramis.</p>
<p>Als das sicher saß, wiederholte ich das nochmal im Gelände. Auch hier habe ich die Jungs vorher schön spielen lassen, dann noch ein Stück raus und dort rauf auf Aramis. Auch hier bin ich wieder nach einem kurzen Stück runter und es gab ein dickes Lob.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-877" title="handpferd4" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd4.jpg" alt="" width="274" height="370" /></a>Stück für Stück wurde die Verständigung immer besser und wir konnten auch immer größere Stückchen zu dritt raus, ohne dass es Zoff gab. Anthony musste hin und wieder mal ermahnt werden, aber ich denke, das ist normal.</p>
<p>Parallel dazu habe ich noch im Rahmen meiner Vertrauensarbeit freies Reiten mit Handpferd gemacht &#8211; <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2009/07/02/handpferdreiten-auf-die-andere-art/" target="_blank">hier</a> habe ich dazu auch schon was veröffentlicht. Das hat unser Vertrauen deutlich gestärkt.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-878" title="handpferd2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd2.jpg" alt="" width="403" height="254" /></a>Als ich letzten Sommer mit den Jungs zu Babette zog, habe ich dann immer wieder den Weg von der Weide zum Stall und zurück zum Handpferdreiten genutzt:</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-879" title="handpferd3" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd3.jpg" alt="" width="314" height="339" /></a>So wurde das Handpferdreiten immer normaler und immer selbstverständlicher.</p>
<p>Heute können wir wunderschöne Ausritte zu dritt unternehmen. Ich kann inzwischen beide Jungs reiten und beide als Handpferd nehmen &#8211; und einige Extras sind auch noch drin <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd6.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-880" title="handpferd6" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/08/handpferd6.jpg" alt="" width="403" height="251" /></a>Heute ist es also genau so, wie es mir früher gewünscht hatte! Und ich schreibe das alles  auf, weil ich denke, dass man sich wirklich nicht entmutigen lassen  sollte, nur weil etwas nicht gleich zu Beginn klappt. Manches braucht  einfach Zeit. <strong>Zeit und die Muße, sich die Sache von der Basis aus  Schritt für Schritt zu erarbeiten</strong>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lockende Stoppelfelder</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 02:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt kommt wieder die Zeit, in der abgemähte Stoppelfelder locken. Ein Stoppelfeld-Ritt gehört zu den großen Wunschzielen vieler Reiter/innnen, aber die Umsetzung dieses Wunsches hat leider einige Tücken und birgt etliche Gefahren. Weil es von mir und meinen Pferden einige Stoppelfeld-Ritte mit Fotos dokumentiert gibt, möchte ich heute zu diesem Thema einen Beitrag schreiben. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt kommt wieder die Zeit, in der abgemähte Stoppelfelder locken. Ein Stoppelfeld-Ritt gehört zu den großen Wunschzielen vieler Reiter/innnen, aber die Umsetzung dieses Wunsches hat leider einige Tücken und birgt etliche Gefahren. Weil es von mir und meinen Pferden einige Stoppelfeld-Ritte mit Fotos dokumentiert gibt, möchte ich heute zu diesem Thema einen Beitrag schreiben. Ich möchte damit verhindern, dass meine Bilder zu waghalsigen Unternehmen mit unter Umständen bösen Unfällen führen!</p>
<p>Denn ja, ein Stoppelfeld-Ritt kann eine wundervolle Sache sein, aber nur, wenn man dabei einiges beachtet &#8211; dazu gehört die Meinung des Bauern, das Achten auf Hasenlöcher u.ä. und eine große Portion an vorbereitender Vertrauens- und Ausbildungsarbeit. Wer unvorbereitet und aus einer Laune heraus einfach &#8220;mal so&#8221; mit seinem Pferd auf ein Stoppelfeld geht, gefährdet sich selbst. <strong>Ich kann nur davon abraten, solch einen Ritt ohne gründliche Vorbereitung zu unternehmen. </strong></p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf0.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-843" title="stoppelf0" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf0.jpg" alt="" width="403" height="248" /></a></p>
<p>Auch wenn meine Fotos vielleicht manchmal den Eindruck machen, dass ich ziemlich mutig bin, so bin ich tatsächlich sehr vorsichtig, wenn es um solche Vorhaben geht und möchte gerne mit Euch teilen, wie ich vorgegangen bin, um mir meinen Traum vom Stoppelfeld-Ritt zu erfüllen.</p>
<p><strong>Wie ich mir meine Stoppelfeld-Ritte erarbeitet habe</strong></p>
<p>Es gibt zwei Grundlagen für einen Stoppelfeld-Ritt für mich:</p>
<ol>
<li>Mein Pferd hört mir zu.</li>
<li>Mein Pferd hört mir auch in besonderen Situationen zu.</li>
</ol>
<p>Ein Stoppelfeld bedeutet für ein Pferd ein großes  Stück Freiheit. Das freie Feld animiert viele Pferde zum Rennen und Buckeln. Beides ist genau das, was ich <strong>NICHT</strong> möchte, wenn ich mit einem Pferd auf ein Stoppelfeld gehe. Also muss ich mir eine Basis erarbeiten, bei der ich mir weitestgehend sicher sein kann, dass mein Pferd auch angesichts der lockenden Weite bei mir bleibt und mir zuhört.</p>
<p><span id="more-842"></span>Ein Grundbaustein für dieses Basis ist zunächst, dass meine Pferde grundsätzlich ausreichend Bewegungsmöglichkeiten haben.</p>
<p><strong>Pferde sind Bewegungstiere</strong></p>
<p>Ich lasse meinen Pferden so viel Freiheit, wie es nur geht. Sprich, sie werden so gehalten, dass sie ihrem Bewegungstrieb möglichst nachkommen können. Im Sommer stehen sie in einer Herde in einem Offenstall mit stundenweisem Weidegang. Im Winter stehen sie im Offenstall und ich biete ihnen immer wieder Laufenlassen und Toben in der Halle und, wenn die Bodenverhältnisse es zulassen, auch das Toben auf verschneiten Wiesen. Für meine Pferde ist also Freiraum etwas Gewohntes und das bedeutet für mich schon einmal eine gute Basis.</p>
<p>Pferde, die sich von der Haltung nur wenig bewegen können, explodieren oft regelrecht, wenn sie mal frei in der Halle laufen können oder auf eine Wiese dürfen und das Verletzungsrisiko ist da sehr hoch. Für Pferde mit wenig Bewegungsmöglichkeiten muss ein Stoppelfeld ein bisschen wie ein Vergnügungspark für einen Jugendlichen sein, der so etwas noch nie gesehen hat: ein adrenalinförderndes Paradies. Und wenn das Adrenalin zu fließen beginnt, ist es mit dem Zuhören oft nicht weit. Wer hier von seinem Pferd erwartet, dass &#8220;es sich brav benimmt&#8221;, <strong>verkennt auf gefährliche Weise das Wesen Pferd</strong> und die Besonderheit der Situation, die ein Stoppelfeld bedeutet.</p>
<p>Nun sind auch meine Pferde &#8211; trotz der Bewegungsmöglichkeiten &#8211; keine Schlaftabletten. Auch sie rennen gerne und auch für sie ist ein Stoppelfeld etwas Besonderes. Und so habe ich mir das Stoppelfeld-Reiten schrittweise erarbeitet.</p>
<p><strong>Schrittweise vorgehen &#8211; ja, wirklich Schritt für Schritt! </strong></p>
<p>Also habe ich bei Punkt Null begonnen, nämlich mit dem <strong>Führtraining</strong>. Die ersten Stoppelfeldbesuche fanden im Rahmen unserer Spaziergänge statt: einfach ganz unspektakulär im Schritt ein Stück auf dem Feld und dann normal weiter. Ich habe nichts anders gemacht als sonst beim Spazierengehen und so war die Sache auch nicht sehr aufregend.</p>
<p>Als das Spazierengehen auf einem Stoppelfeld vollkommen normal war, bin ich hin und wieder mal im Rahmen eines Ausritts ein Stück im Schritt darauf geritten. Nicht quer über das Feld, sondern ganz am Rand. Und ganz wichtig: ich bin auch gleich wieder runter. Ich bin nicht gleich getrabt, sondern wirklich nur Schritt. Dafür gab es einen Keks und gut war. Der nächste Schritt war ein Stück über das Feld im Schritt &#8211; locker und entspannt.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-844" title="stoppelf1" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf1.jpg" alt="" width="403" height="262" /></a></p>
<p>Der nächste Schritt bestand dann in einem einfachen und ruhigen (!) Antraben.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-845" title="stoppelf3" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf3.jpg" alt="" width="403" height="287" /></a></p>
<p>Nach einem kleinen Stück bin ich wieder durchpariert, habe gelobt und bin noch etwas Schritt geritten, um dann wieder runter vom Feld zu gehen.</p>
<p>Ihr seht, was ich mit schrittweisem Vorbereiten meine &#8211; ich meine <strong>wirklich Schritt für Schritt</strong>. Ich halte es für gefährlich und nicht sehr vorausschauend, mit einem Pferd ohne Vorbereitung einfach mal so auf ein Feld zu gehen und loszutraben oder gar zu galoppieren. Mit so viel Freiheit sind oft sogar ruhige Pferde überfordert. Bereitet man die Sache aber sorgfältig vor und spürt nach, ob das Pferd schön locker und ruhig ist, kann man wieder einen Schritt weiter gehen und mal einen schönen großen Zirkel traben.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-846" title="stoppelf2" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf2.jpg" alt="" width="304" height="327" /></a></p>
<p>Ist ein Pferd nervös, wird es hibbelig oder beginnt es zu pullen, würde ich absteigen und wieder zum Führtraining übergehen. In diesem Fall bin ich zu schnell vorgegangen oder ich habe z.B. nicht bedacht, dass es heute windig oder kühl ist oder dass irgendetwas mein Pferd aufgeregt hat.</p>
<p><strong>Bei Nervosität wieder einen oder mehrere Schritte zurück<br />
</strong></p>
<p>Es gibt Leute die dazu raten, über Nervosität hinwegzureiten und sich &#8220;durchzusetzen&#8221;. Ich halte das für keinen guten Rat. Nicht auf Stoppelfeldern und auch sonst nicht im Gelände oder in der Bahn. Ein nervöses Pferd hört in der Regel nicht besonders gut zu &#8211; und ich sehe einen großen Sicherheitsfaktor darin, dass ich ein Pferd unter mir habe, das mir zuhört.</p>
<p>Genauso würde ich dazu raten, wieder zum Führtraining zurückzugehen oder das Stoppelfeld-Projekt noch ein bisschen ruhen zu lassen, wenn mir als Reiterin mulmig wird. Mit Angst sollte niemand auf ein Feld gehen oder gar sein Pferd dort angaloppieren! Das ist für mich nicht nur dumm, sondern wirklich gefährlich.</p>
<p><strong>Das Ziel und der Weg dorthin</strong></p>
<p>Für viele ist der Galopp auf dem Feld das Traumziel. Und mit einem Pferd, das bei mir ist und mir zuhört, das ein Stoppelfeld vom Boden und im Schritt und Trab im Sattel kennt, kann ich dann an einem guten Tag auch wirklich einmal ein Angaloppieren wagen. Aber hier dann bitte auf keinen Fall gleich quer über das Feld galoppieren &#8211; ich weiß, wie verlockend das ist! Auch hier würde ich zu Selbstdisziplin raten und nach einigen Sprüngen durchparieren, das Pferd belohnen und im Schritt ganz ruhig vom Feld reiten. Erst nach einigen solcher ruhigen Angaloppier-Sequenzen und vor allem auch immer wieder mit Momenten auf dem Feld, in denen nur Schritt gegangen wird, sollte man sich meiner Ansicht nach erst an das Ziel vom Galopp übers Feld machen.</p>
<p>So ein Foto wie dieses hier ist das Ergebnis von inzwischen 4 Jahren Vertrauens- und Ausbildung mit Anthony:</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelfeld4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-847" title="stoppelfeld4" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelfeld4.jpg" alt="" width="403" height="295" /></a></p>
<p><strong>Vertrauen bringt Sicherheit und Vertrauen braucht Zeit<br />
</strong></p>
<p>Ja, das hier geschilderte Vorgehen braucht Zeit. Es vergeht schon mancher Sommer, in dem man eben noch nicht über das Feld galoppieren kann, sondern lieber nochmal eine Runde Schritt führt. Aber aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: dieser Einsatz lohnt sich!</p>
<p>So behutsam vorzugehen lohnt sich, weil wir schon mit dem ersten Führtraining an einem <strong>soliden Vertrauensverhältnis</strong> arbeiten. Weil wir an der Beziehung zu unserem Pferd arbeiten. Weil jeder kleine Schritt, den wir uns so erarbeiten, unendlich wertvoll ist. Weil wir auf diese Weise gemeinsam wachsen können und dabei das Unfallrisiko enorm reduzieren.</p>
<p>Die Tatsache, dass Reiten &#8211; und natürlich erst recht das Reiten über ein Stoppelfeld &#8211; gefährlich sein kann, sollte uns keine Angst machen, aber sie sollte uns unseren Verstand nutzen lassen und einen dem Pferd gerecht werdenden Weg wählen.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-848" title="stoppelf5" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/07/stoppelf5.jpg" alt="" width="403" height="255" /></a></p>
<p>So wird ein Stoppelfeld-Ritt dann zu einem wundervollen Erlebnis für Mensch und Tier.</p>
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		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kann ich doch schon!</title>
		<link>http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2010/05/27/kann-ich-doch-schon/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 02:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Babette gibt ja außerhalb ihrer Kurse so gut wie keinen Unterricht mehr, so dass auch meine Lehrstunden bei ihr rar gesät sind. Nun hatte ich vor kurzem mal wieder eine kostbare Stunde Unterricht bei ihr und machte mal wieder eine interessante Beobachtung, die ich mit Euch teilen will.
Wir sollten Schritt gehen. Ordentlich Schritt. Noch ordentlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Babette gibt ja außerhalb ihrer Kurse so gut wie keinen Unterricht mehr, so dass auch meine Lehrstunden bei ihr rar gesät sind. Nun hatte ich vor kurzem mal wieder eine kostbare Stunde Unterricht bei ihr und machte mal wieder eine interessante Beobachtung, die ich mit Euch teilen will.</p>
<p>Wir sollten Schritt gehen. Ordentlich Schritt. Noch ordentlicher Schritt &#8211; also schön gleichmäßig, flott voran in guter Selbsthaltung. Babette ließ nicht locker &#8211; Runde um Runde feilte sie am Schritt bei uns. Und was ging mir durch den Kopf? <em>&#8220;Menno, Schritt reiten kann ich doch, warum macht sie nichts anderes mit uns, schließlich will ich doch was lernen!&#8221;</em></p>
<p>Nun kenne ich das ja inzwischen von unseren Unterrichtseinheiten &#8211; also sowohl Babettes Grundlagenfeilerei als auch meine Ungeduld. Dennoch tappte ich auch hier wieder in die mir eigentlich so sehr bekannte Falle. Schließlich hatte ich an der Versammlung feilen wollen, an den Seitengängen, ja vielleicht an ersten halben Tritten! Und was musste ich machen? Schritt reiten.</p>
<p>Tjaaaaa, und genau das war absolut richtig so! Ich neige dazu (wie wahrscheinlich viele andere auch), wenn ich so vor mich hinreite, die Grundlagen doch immer wieder schleifen zu lassen. Anthonys Schritt war eh <em>&#8220;nie so dolle gewesen&#8221;</em> und er <em>&#8220;bevorzugt lieber Trab&#8221;</em>. Mit solchen Ausreden hatte ich mich immer drum herumgedrückt, ihn da mehr zu fordern und wirklich einen dynamischen, taktklaren Schritt zu reiten.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie lange wir in der Unterrichtseinheit Schritt gingen (wahrscheinlich war es weniger als es sich anfühlte), aber Babettes Drängen auf das korrekte Schrittreiten bewirkte eine ganze Kettenreaktion. Nicht nur, dass in der Reitstunde sowohl der Trab als auch der Galopp netter waren als zuvor (ja, ich durfte auch noch etwas anderes reiten <img src='http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), sondern ich hielt mich dann in den folgenden Einheiten auch daran, gleich von Beginn an, auf einen guten Schritt zu achten. In der Folge war das Hafilein unter mir gar nicht mehr &#8220;zäh&#8221;, sondern sehr aufmerksam und motiviert. Und es änderte sich unmittelbar etwas am Gangbild und den Bewegungen.</p>
<p>So ziehe ich aus dieser Erfahrung einmal mehr die Erkenntnis: &#8220;Können&#8221; nützt nichts, wenn man es nicht macht, Deshalb ist es gut, immer wieder an die Grundlektionen zu gehen und diese konsequent und sauber zu erarbeiten &#8211; und jemanden zu haben, der einen hin und wieder sanft dazu zwingt.</p>
<p><a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/05/schrittreiten2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-749" title="schrittreiten" src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/05/schrittreiten2.jpg" alt="" width="314" height="400" /></a></p>
<p>Danke, Babette!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Traversale mit Hinterhandwendung</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 02:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute möchte ich Euch mal wieder eine hübsche kleine Übung vorstellen, die uns Dreien  viel Freude macht. Vorausetzung für die Übung ist das sichere Beherrschen der Seitengänge Schulterherein und Travers.
Ich beginne damit, Schulterherein und Travers zu reiten. Wenn das Pferd das flüssig macht, setze ich an der nächsten langen Seite zu einer Traversale an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich Euch mal wieder eine hübsche kleine Übung vorstellen, die uns Dreien  viel Freude macht. Vorausetzung für die Übung ist das sichere Beherrschen der Seitengänge Schulterherein und Travers.</p>
<p>Ich beginne damit, Schulterherein und Travers zu reiten. Wenn das Pferd das flüssig macht, setze ich an der nächsten langen Seite zu einer Traversale an. Diese gehe ich so lange, wie das Pferd sie fließend ausführt. Kommt das Pferd ins Stocken, reite ich eine Hinterhandwendung und daraus reite ich wieder einige Schritte in der Traversale zurück zum Hufschlag.</p>
<p>Diese Zeichnung soll das Ganze veranschaulichen:</p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/03/traverale_uebung1.jpg" alt="traverale_uebung1.jpg" /></p>
<p>Das Schöne an der Übung ist, dass ich sehr flexibel bin und auch ein &#8220;Verrecken&#8221; in der Traversale gut nutzen kann. Das erspart uns beiden Frust über das Scheitern an der Übung, denn ich kann einfach was anderes daraus machen, eben die Hinterhandwendung.</p>
<p>Probiert es einfach mal aus, diese Übung gehört inzwischen zu einer meiner Lieblingsübungen.</p>
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		<title>Hafi-Wintermärchen</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 03:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tania</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Den vielen Schnee in diesem Winter nutzte ich nicht nur zum Fotografieren, sondern auch dazu, mit meinen Pferden ins Gelände zu gehen. Uns dort bereiteten mir beide ganz zauberhafte Geschenke &#8211; jeder auf seine Art.
Mit Anthony machte ich meinen ersten richtigen Schneeausritt. Zuvor war ich nur Spazieren gewesen und habe mich mal für einige Schritte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den vielen Schnee in diesem Winter nutzte ich nicht nur zum <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/schneefotos.php" target="_blank">Fotografieren</a>, sondern auch dazu, mit meinen Pferden ins Gelände zu gehen. Uns dort bereiteten mir beide ganz zauberhafte Geschenke &#8211; jeder auf seine Art.</p>
<p>Mit Anthony machte ich meinen ersten richtigen Schneeausritt. Zuvor war ich nur Spazieren gewesen und habe mich mal für einige Schritte draufgesetzt, nun aber ging es vom Stall weg bis ein gutes Stück in den Wald hinein. Die Schneedecke war komplett unberührt, die Luft klar und kalt und es herrschte diese ganz eigene Stille, die immer eintritt, wenn frischer Schnee gefallen ist.</p>
<p>Mein Kleiner war aufmerksam und sehr brav. Er war ganz bei mir und staunte über die veränderte Welt. Auf dem Rückweg gingen wir auf dem geteerten Weg, der eine schöne dicke Schneeschicht trug und mein Kleiner fiel in einen wundervollen Trab: ganz rund, ganz weich und in perfekter Selbsthaltung. Ich wurde getragen wie im Tölt, fast vollkommen erschütterungsfrei.</p>
<p>Ach, ewig hätte ich so weiterreiten können!</p>
<p>Mit Aramis ging ich, nachdem ich die Jungs am Tag zuvor auf der zugeschneiten Wiese hatte toben lassen, ohne Sattel noch einmal zu der Wiese. Und wo er gestern noch wilde Bocksprünge und Steig-Einlagen mit dem Kleinen gezeigt hatte, war er nun ganz Dressurpferd. Alle Gangarten in versammelter, gesetzter Haltung, wundervoll weich, wundervoll leicht. Wir ritten die schönsten Kringel in den Schnee und gönnten uns zum Abschluss noch einen herrlichen Galopp einmal die ganze Wiese hinauf.</p>
<p>Ich schwöre &#8211; nicht mal fliegen ist schöner!!!<br />
<span id="more-598"></span></p>
<p>Von beiden Erlebnissen gibt es keine Fotos, niemand war da, der uns gesehen hat. Es bleiben nur meine Worte und Erinnerungen und meine Dankbarkeit meinen wundervollen Pferden gegenüber.</p>
<p>Aber &#8211; das Fotografieren haben wir dann noch nachgeholt und so habe ich noch einige Eindrücke von uns für Euch:</p>
<p>Beim Reiten auf der Wiese auf Aramis:</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_6.jpg" alt="schneespass_6.jpg" /></p>
<p align="center"> <img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_1.jpg" alt="schneespass_1.jpg" /></p>
<p align="left">Und auf Anthony:</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_2.jpg" alt="schneespass_2.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_7.jpg" alt="schneespass_7.jpg" /></p>
<p>Und Handpferdreiten im Schnee ist auch eine feine Sache!</p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass4.jpg" alt="schneespass4.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_5.jpg" alt="schneespass_5.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/wp-content/uploads/2010/01/schneespass_3.jpg" alt="schneespass_3.jpg" /></p>
<p align="left">Ich gebe ja zu, dass ich eigentlich Sommer lieber mag, aber so ein knackiger Wintertag im Schnee hat auch seine Reize.</p>
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