Tanias Hafi-Blog : Kategorie ‘Reiten‘

Hier berichtet Tania Konnerth regelmäßig über Ideen und Erkenntnisse aus der Aus- und Weiterbildung ihrer beiden Haflinger. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Ich reite gebisslos – und das geht gut!

Solange ich Aramis habe, reite ich viel und gerne ohne Gebiss.Zunächst war das ein bisschen aus der Not geboren, denn als ich ihn bekam, war er extrem heikel mit dem Gebiss. Schon allein das Gebiss im Maul zu haben, veranlasste ihn, sich einzurollen – daran, die Zügel aufzunehmen, war erst gar nicht zu denken. Deshalb ritt ich ihn zunächst nur gebisslos. Meine Absicht war, erst einmal Abstand zu seinen offenbar schlechten Erfahrungen zu schaffen, um dann vielleicht noch einmal neu mit einem Gebiss starten zu können.Heute kann ich ihn zwar auch mit Gebiss reiten, aber etwas im Maul bereitet ihm immer noch Stress. Am liebsten reite ich ihn deshalb ohne Gebiss – und entgegen vieler kritischen Ansichten, dass man gebisslos nicht reell reiten könne, möchte ich sagen, dass wir damit sehr gut klar kommen.Vielleicht können diese Bilder hier manch einen Kritiker wenigstens nachdenklich machen?

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26. November 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 11 Kommentare »

Ein Ausritt im Herbst

Na, Aramis? Die Sonne scheint so herrlich, Lust auf einen Ausritt?

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Auf geht’s!
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5. November 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste

Neulich erhielt ich hier über “Wege zum Pferd” eine höchst interessante Mail. Dort schrieb mir ein Leser von einem Stall, in dem überall eine DIN-A4-Checkliste aushängt, auf der Folgendes zu lesen ist:

Die 8 Gedanken vor dem Reiten

  • Zeit
  • Geduld
  • Ruhe
  • Einfühlungsvermögen
  • Ehrlichkeit
  • Körperbeherrschung
  • Selbstkritik
  • Konsequenz

Wow, dachte ich mir, DAS muss ein toller Stall sein, in dem so etwas aushängt. Mir gefallen die Punkte, mir gefällt die Reihenfolge der Punkte und mir gefällt, dass man sich immer wieder an diese Punkte erinnern soll.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Ergänzungen zu dieser Liste? Erscheint Euch ein Punkt weniger wichtig, während vielleicht ein anderer fehlt? Ich bin gespannt :-)

17. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 14 Kommentare »

Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!

Ich habe das Reiten fast komplett ohne Sitzschulungen an der Longe gelernt – leider!

Meine erste Longenstunde hatte ich auf einem Reiterhof, auf dem ich Reiterferien machte. Da ging es dem Lehrer aber auch nur darum, zu sehen, wie gut ich ritt, damit er mir die richtigen Pferde zuordnen konnte.

Meine langjährige Reitlehrerin nahm mich dann mal auf meinen Wunsch an die Longe, als ich eines ihrer Pferd einfach nicht angaloppieren konnte. Ich wollte mich mal für einen Moment nur auf meinen Sitz konzentrieren können. So konnte ich die Augen schließen und nur fühlen – und tatsächlich gelang mir dann das Galoppieren auf diesem Pferd.

Meine erste richtige Sitzschulung an der Longe hatte ich bei Babette. Ich hatte gleich zu Beginn signalisiert, dass ich sehr daran interessiert sei und da zu diesem Zeitpunkt (nach zwei Jahren ohne Unterricht) an meinem Sitz einiges im Argen war, fand sie es auch sinnvoll, damit zu beginnen. Und ich muss sagen: ich war begeistert.

Natürlich war es schon seltsam nach knapp 30 Jahren Reiterfahrung wie ein Anfänger an der Longe zu hängen, aber das hat mir so viel gebracht, wie selten etwas. Nicht nur die Möglichkeit, mich wirklich allein auf meinen Sitz zu konzentrieren, auch die Übungen, die mich Babette machen ließ, waren genial. Im Grunde sollte man das immer mal wieder einschieben, egal, wie lange oder wie gut man reitet.

…was mich auf den Gedanken bringt, mal wieder eine Longenstunde zu beantragen :-)

15. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Kletterspaß oder: Das bringt Muckies

Gerade wenn es um Konditionstraining oder Muskelaufbau geht, kann man immer wieder lesen, dass leicht ansteigende Strecken oder auch gezieltes Klettern im Gelände sehr positiv sind.

Ich muss zugeben, dass ich da zunächst etwas ängstlich war. Selbst als ich noch in Hamburg lebte, hätte ich mit meinem Pferd ein bisschen klettern können. Wir hatten gleich gegenüber vom Stall einen künstlich errichteten Hügel, auf den man von der einen Seite über einen schmalen, schnell ansteigenden Weg kam und von der anderen Seite über einen sanfter ansteigenden. Den sanft ansteigenden hatte ich auch hin und wieder mal genutzt, aber vor dem steileren schreckte ich zurück.

Wo ich nun lebe, haben wir ein riesiges Ausreitgelände. Hier gibt es auch zahlreiche Hügel, so dass ich die ansteigenden Wege immer sehr gut für unser Training nutzen kann. Im Dorfwald gibt es sogar eine richtige Kletterstrecke. Früher hätte ich nie und nimmer gedacht, dass man so einen steilen Weg mit einem Pferd gehen kann, dagegen war der Hügel im Hamburg ein Maulwurfshaufen. Aber ich habe mich da ganz langsam und behutsam herangearbeitet.
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10. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Selbst schauen ist besser oder: Unser Gefühl kann trügerisch sein

Babette behandelt in ihrer Serie Grundwissen über Anatomie und Biomechanik gerade die Frage, wie wir erkennen können, ob ein Pferd gut oder weniger gut läuft. Wenn wir aber nun selbst reiten, sehen wir ja nicht, wie unser Pferd läuft. Wir bewerten das Ergebnis von dem Eindruck, den wir von oben bekommen, von dem, was wir fühlen und von dem, was uns andere zurückmelden.

Viele Reiter/innen sagen von sich, sie würden fühlen, ob ein Pferd gut läuft. Idealerweise fühlt man das tatsächlich, denn ein Pferd, welches gut läuft, ist meist auch viel weicher und angenehmer zu sitzen. Aber ganz ehrlich, sich selbst und das eigene Pferd wirklich mal ganz genau anzuschauen, bringt oft selbst für einen erfahrenen Reiter manch‘ überraschende und leider auch unangenehme Erkenntnis, denn nicht jedes vermeintlich gut laufende Pferd tut es wirklich…

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung empfehlen: Nutzt die Möglichkeiten, die Euch die digitale Fotografie und das digitale Filmen bietet. Es ist heutzutage schließlich nicht nur einfach, sondern auch billig, Fotos und Videos von sich zu erstellen – keine lästigen und teuren Abzüge mehr, einfach Kamera draufhalten, die Daten auf den Rechner ziehen und anschauen.
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8. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 3 Kommentare »

Die verschobenen halben Volten oder: Handwechsel ohne Heraushebeln

Ein großes Thema für mich und Aramis ist das Erarbeiten einer konstanten Anlehnung. Auch wenn inzwischen die Anlehnung deutlich besser geworden ist (so rollt er sich z.B. nicht mehr ein), so hebelt er sich aber doch immer wieder mal raus – an manchen Tagen mehr, an anderen weniger. Besonders bei den Handwechseln ist es alles andere als leicht, die Anlehnung konstant zu halten.

Nun tüftel ich immer wieder an Übungen, mit denen ich ihm leichter verständlich machen kann, dass er den Kopf bei Handwechseln eben nicht hochnehmen, sondern eben die leichte Verbindung halten soll, indem er entspannt weiterläuft. Neulich habe ich eine gefunden, die sich als sehr wirkungsvoll erweist.
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3. Oktober 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Ruhig mal ganz langsam oder: Vom Zauber des Schritts

Normalerweise bin ich allein im Gelände unterwegs. Einerseits aus Mangel an Mitreitern, da ich meist vormittags im Stall bin, zum anderen aber auch, weil ich es sehr genieße, nur zusammen mit meinem Pferd unterwegs zu sein. Wenn ich dann aber mit jemanden ausreite oder mich mit anderen über das Ausreiten austausche, wird mir klar, dass ich offenbar deutlich mehr Schritt reite als viele andere. Wenn mein Eindruck richtig ist, dann nutzen die meisten eigentlich so ziemlich jede Möglichkeit zum Traben oder Galoppieren.

Ich trabe und galoppiere auch gerne, aber ich bin auch schon immer sehr gerne und viel Schritt im Gelände geritten.

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Gerade jetzt, wo ich mir mit meinem Jungpferd das Ausreiten erarbeite, stelle ich immer wieder fest, dass ich viel Wert auf einen ruhigen, entspannten Schritt lege. Ich möchte mit Anthony genauso locker durch die Wälder streifen können, wie Aramis – und es scheint zu gelingen. :-) (weiterlesen …)

19. September 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 10 Kommentare »

Schon mal „In die Ecke kehrt“ geritten?

Ich habe eine für mich neue Bahnfigur entdeckt und zwar das „In die Ecke kehrt“. Klar, „Aus der Ecke kehrt“ kannte ich, aber „In die Ecke kehrt“ war mir vollkommen neu.

Geritten wird es so:

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Man beginnt also an der Spitze und reitet quasi das „Aus der Ecke kehrt“ anders herum. Ist mal was anderes :-)
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17. September 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 3 Kommentare »

Ein Tipp fürs Geländereiten: So kann man dafür sorgen, auf beiden Händen gleich oft anzugaloppieren

Es ist bekannt, dass man möglichst alle Übungen auf beiden Händen durchführen sollte, damit das Pferd nicht einseitig gefördert wird. Und das gilt nicht nur in der Bahnarbeit, sondern auch im Gelände.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, z.B. wirklich gleichmäßig auf beiden Händen zu galoppieren, denn meist erinnert man sich bei der nächsten Galopp-Strecke nicht mehr daran, auf welcher Hand man zuvor galoppiert ist und im Zweifelsfall wählen sowohl Reiter als auch Pferd die Schokoladenseite.

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Um mir zu merken, auf welcher Hand ich das nächste Mal angaloppieren muss, nutze ich einen einfachen Trick: Ich nehme die Gerte immer auf die Seite, auf der ich als nächstes angaloppieren will. Ich habe die Gerte also zuerst z.B. rechts und galoppiere rechts an. Nach dem Galopp wechsle ich die Gerte nach links und weiß dann genau, dass ich beim nächsten Mal links angaloppieren will.

3. September 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Nicht schneller, sondern weiter – die Sache mit der Trabverstärkung

Manche Sachen sind einem ja vom Kopf her vollkommen klar, weil man sie schon oft gelesen oder gesagt bekommen hat. Aber erst, wenn man sie wirklich fühlt, wenn man sie wirklich bewusst erlebt, weiß man, was die ganze Zeit gemeint war.

So ist es bei mir mit dem Vorwärtsschicken im Trab, also der Trabverstärkung. Mein Großer tat sich immer etwas schwer damit, vorwärts zu gehen, ohne dabei auf der Vorhand davonzurennen. Er schoss also häufig einfach los, sowie die Zügel nachließen. Flott war‘s, aber leider weder sinnvoll noch gesund.

Gemeinsam mit Babette haben wir das nun in den letzten Monaten neu erarbeitet. Aramis lernte zunächst durch ein Anheben der inneren Schulter die Gewichtsverlagerung in Richtung Hinterhand. Darauf aufbauend konnte ich ihn dann immer mal wieder einige Schritte vorwärtsschicken, musste aber immer aufpassen, dass er nicht einfach losflitzt. Immer öfter gelang es ihm so, über den Rücken zu laufen und von der Hinterhand her zu schieben. Inzwischen gelingt uns immer öfter ein freier, schwingender und kraftvoller Trab, bei dem die Schulter frei ist und die Hinterhand aktiv.

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22. August 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Zu Beginn gleich flott voran?

Bei so viel Unterricht, wie ich ihn in dieser Woche bei Babette, bekomme, wird fast automatisch auch mit einer Reihe von eingeschliffenen Unschönheiten aufgeräumt. Eine davon ist meine Tendenz, im Schritt ein Schlurfen zuzulassen.

So habe ich z.B. zu Beginn jeder Reiteinheit und auch in den Schrittpausen nicht wirklich darauf geachtet, wie mein Pferd läuft, sondern habe mich halt einfach durch die Gegend schaukeln lassen.

Babette hat mir da aber ein anschauliches Bild geschenkt: Sie fragte mich, was ich von einem Fitnesstrainer denken würde, der mir Hanteln in die Hand drückt und mich mit denen die erste Viertelstunde z.B. im Hohlkreuz einfach rummachen lässt. Da wird einem dann schon klar, dass wir eigentlich idealerweise in dem Moment, in dem wir auf das Pferd steigen, keinen Schritt zulassen sollten, der nicht über den Rücken geht, denn unser Gewicht belastet ja immer den Rücken.

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1. August 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Reiten heißt Fragen beantworten

Bei dem amerikanischen Pferdetrainer Mark Rashid (s.a. unsere Buchtipps) fand ich neulich eine sehr gute Anregung: Er sprach davon, dass unsere Pferde uns beim Reiten ständig Fragen stellen und wir es oft versäumen, die kleinen Fragen wahrzunehmen und zu beantworten. So ritt er z.B. sein Pferd Buck im Schritt an. Buck fragte relativ schnell nach, ob er langsamer werden dürfte, indem er es einfach probierte. Mark Rashid beantwortete das mit einem “Küsschen-Laut” und sagte so: “Nein, Buck, bitte wieder schneller.” Dann demonstrierte er, was passierte, wenn er die Frage nicht beantwortete: Buck wurde immer langsamer und schlurfte nur noch.

Die Grundidee dieser Überlegung ist Folgende: Reiten ist wie ein ständiges Zwiegespräch zweier Lebewesen. Wenn wir versäumen, die Fragen unseres Pferdes (“Darf ich langsamer werden?”, “Darf ich schneller werden?”) oder auch die Feststellungen (“Das Pferd dort drüben interessiert mich.” oder “Das Gras sieht lecker aus.”) zu beantworten, entscheiden sie selbst. In den meisten Fällen setzen wir dann erst ein, wenn schon viele kleine Entscheidungen zu einer Reaktion geführt haben, die wir nicht wollen (das Pferd ist zu langsam oder zu schnell, es läuft zu dem Zaun, wo das andere Pferd steht, es rupft ein Grasbüschel usw.). Dann allerdings muss die Reaktion deutlich stärker ausfallen, als sie nötig gewesen wäre, wenn wir früher reagiert hätten!

Wow – so einfach diese Erkenntnis erscheint, so viel Potential liegt in ihr! Der Einsatz feiner Hilfen erfordert also eine große Achtsamkeit und Aufmerksamkeit von meiner Seite. Ich bin gefordert, die Kommunikation nicht nur einseitig zu sein – also nach dem Motto “Ich sage, was gemacht wird.”, sondern ich muss mich öffnen für die Signale meines Pferdes, für seine Fragen, für seine Äußerungen und ich muss darauf reagieren.
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4. Juli 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Kinderarbeit, nein danke!

Mein Youngster hat vor kurzem seinen letzten Milchzahn verloren. Für mich ist das ein kleiner Meilenstein in Sachen Erwachsenwerden, ein symbolischer Abschied von seiner Kindheit.

jungpferd2.jpgNun bekomme ich im Austausch mit anderen immer wieder mit, dass schon 3jährige eingeritten und ausgebildet werden und nicht selten bereits in diesem Alter auf erste Turniere gehen. Mir tut das immer richtig weh, jetzt noch mehr, wo ich die Entwicklung meines Kleinen verfolgen konnte.

Als ich ihn bekam war er 3 Jahre und 3 Monate. Er war noch durch und durch Kind. Natürlich hätte ich ihn auch schon mit diesem Alter anreiten können, aber das wäre mir nicht im Traum eingefallen, denn nicht nur weil etwas geht, muss man es auch tun. Ganz abgesehen davon, dass Pferde mit 3 Jahren noch ganz erheblich wachsen (die Wachstumsfugen haben sich also noch nicht geschlossen, wodurch durch eine Belastung Schäden auftreten können), sie sind einfach vom Kopf her auch noch mehr Fohlen als alles andere.
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2. Juli 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 12 Kommentare »

Gymnastizierung versus Lektionen

Ich habe gerade mal wieder einen Denkmechanismus bei mir verändern können, der sich ausgesprochen positiv auf das Miteinander mit meinen Pferden auswirkt:

Ich habe zwar immer davon gesprochen, dass ich mein Pferd beim Reiten in der Bahn “gymnastizieren” will, klar, aber Hand aufs Herz, mir ging es auch ums Lektionen-reiten. Ehrgeizig, wie ich bin, habe ich viel Energie darauf verwendet, meinem Großen die tollsten Sachen beizubringen und ich habe es genossen, wenn die Leute gestaunt haben, was er alles kann. Ja, ich habe schon auch gerne angegeben mit ihm.

Inzwischen weiß ich, dass ich vor lauter Lektionen die Grundlagen vernachlässigt habe. Vor lauter Seitengängen kam es mir gar nicht mehr in den Sinn, mal zu schauen, ob mein Pferd eigentlich noch eine einfache Volte in Spur laufen kann. Und ich denke, ich muss noch weitergehen: durch all die vielen Übungen in den Seitengängen habe ich mein Pferd geradezu gezeigt, wie er sich manch einer Anstrengung erfolgreich entziehen kann.

Fazit: Zurück auf Los.
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20. Juni 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

Die Sache mit der Anlehnung

Wenn man sich mal in den Reihallen umschaut oder durch Internet-Foren streift, das Thema “Anlehnung” ist überall präsent. Offenbar kann man sehr Unterschiedliches darunter verstehen und die allgemeine Unsicherheit darüber mag dazuführen, das vom schlabbernden Zügel bis hin zum auf die Brust gezogenen Pferd so ziemlich alles zu sehen ist.

Ich habe das Reiten in einem sehr kleinen Stall gelernt bei leider ziemlich schlechten Reitlehrerinnen. Dort war das Motto: vorne festhalten, hinten draufhauen und dabei möglichst oben bleiben. :-( Mit meinen Reitbeteiligungen lernte ich dann andere Reitweisen kennen. Aber erst mit meinem eigenen Pferd begann ich guten Unterricht zu nehmen und mich auch mit Büchern und Videos und Seminaren fortzubilden.

Was die Anlehnung angeht, so war ich da bis vor kurzem immer noch skeptisch. Aramis neigte schon immer zum Einrollen (ein Erbe der Zeit vor mir) und hat bisher einen Dauerkontakt möglichst vermieden. Ich selbst wollte auf keinen Fall mit Dauerzug reiten, wie ich es so oft sehe. Das führte dazu, dass ich den Zügel möglichst wenig anfasste.
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28. Mai 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 6 Kommentare »

Ein Mutmacher

Heute ein Mutmacher für alle, die glauben, mit ihrem Pferd in eine Sackgasse geraten zu sein: Es gibt auch dort Wege hinaus!

Mein Großer, Aramis, entschied im Herbst 2005, dass er keine Lust mehr auf Bahnarbeit hatte. Er verweigerte schlicht und einfach den Dienst, blieb stehen und ging rückwärts. Sein Verhalten hatte keine gesundheitlichen Gründe, denn draußen lief er nach wie vor hoch motiviert – einzig die Bahnarbeit verweigerte er. Ich akzeptierte sein “Nein”, weil ich wusste, dass ich es mit meinen Ansprüchen übertrieben hatte und ging mit ihm dann nur noch ins Gelände. In der Bahn machte ich Handarbeit und ich longierte ihn. Wann immer ich es mal wieder probierte, ihn in der Bahn zu arbeiten, kam sein “Nein”.

Im September 2007 kam Babette das erste Mal zu uns und ermutigte mich, Aramis’ “Nein” aufzulösen.
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23. Mai 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Mein mulmiges Gefühl

Auf einer meiner längeren Geländestrecken muss ich zweimal eine Bundestraße überqueren. An der einen Stelle dürfen die Autos 100kmh fahren, aber dort ist alles gut einzusehen und es ist auch ausreichend Platz, um ggf. ausweichen oder eine Volte reiten zu können, sollte es nötig sein. Die andere Stelle ist eine Kreuzung am Beginn einer Ortschaft. Hier ist die Geschwindigkeit zwar auf 70kmh beschränkt, aber dadurch das die Autos eben auch von vorne und von hinten kommen können und die Straße recht schwer einsehbar ist, hatte ich an dieser Stelle immer ein mulmiges Gefühl. Aramis ist ein ruhiges und gelassenes Pferd, aber er findet die Dorfstraße nach der Kreuzung doch recht gruslig, da dort u.a. Schweine und Gänse sind.

Zu Beginn bin ich immer eisern über diese Kreuzung geritten. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich selbst das Scheuen durch mein ungutes Gefühl ausgelöst habe, aber wirklich entspannt konnten wir eigentlich kaum ein einziges Mal dieses Stück des Weges bewältigen. Irgendwann beschloss ich spontan, einige Meter vor der Kreuzung abzusteigen. Ich konnte den Großen ruhig über die Bundesstraße führen und wir schauten uns in Ruhe den gruseligen Hof an. Als ein LKW kam, konnte ich vollkommen ruhig bleiben und so blieb es auch mein Pferd. Am Ende der Straße stieg ich dann wieder auf und wir ritten gemütlich weiter.

Als Gedanke habe ich mir die Frage mitgenommen, warum es einem manchmal nur so fern ist, vom sprichwörtlich “hohen Ross” herunterzukommen. An dieser Stelle abzusteigen, ist nicht feige, sondern schlicht und einfach vernünftig, ja, vielleicht sogar schlau (vorausgesetzt natürlich, man kann sein Pferd sicher führen). :-)

16. Mai 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 3 Kommentare »

Eine interessante Erkenntnis

Da ich mir in meiner reitlehrerlosen Zeit eine Art “Chopper-Sitz” angewohnt hatte, also so richtig schön mit tiefgedrückten Absätzen und nach vorne gestreckten Beinen, hat Babette mit mir die letzten Wochen intensiv an meinen Beinen und Fußgelenken gearbeitet.

Ich habe in hohem Maß von ihren Übungen zum blockierten Fußgelenk profitieren können. Sorgenkind war allerdings immer noch mein linker Fuß, bei dem ich immer wieder dazu neigte, unbewusst den Absatz herunterzudrücken.

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18. März 2008 von Tania • Kategorie: Reiten 0 Kommentare »

Ich bin Tania Konnerth und das sind meine beiden Hafis:

Mein Großer: Aramis, geb. 1992
Mein Kleiner: Anthony, geb. 2003

Aramis ist seit 1999 bei mir, Anthony seit 2006. Hier stelle ich die beiden vor und in diesem Blog berichte ich über das Lernen mit und von meinen Pferden und über unsere Entwicklung.

Ich bin Autorin und habe zusammen mit Babette verschiedene Selbstlernmedien erstellt.

Was ich sonst noch mache, ist auf www.taniakonnerth.de nachzulesen.